„Bos maant a?“

Sie seien Mantaken, behaupten die beiden Alten auf der Bank selbstbewusst. Und: Das Mantakische dürfe man keinesfalls mit dem Hopgartnerischen oder dem Potokischen ver- wechseln. Metzenseifen, Ostslowakei: Besuch in einer deutschen Sprachinsel.

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(c) Heilingsetzer

Ein Ortsschild, die Landstraßeüberquert Schienen, auf denen seit Langem kein Zug mehr fährt. Abgehauste Fabriken, vor sich hin rostende Industrie. Dann ein paar heruntergekommene Wohnblöcke und schließlich die Kirche, davor ein richtiger Platz. Die Landstraße wird nun zur langen Dorfstraße, zur „Stóska“, die am frühen Abend bereits einen schläfrigen Eindruck macht. Heute ist nicht gerade viel los in Medzev, auch wenn sich bei manchem Haus ein Vorhang wie von selbst zur Seite schiebt, hier und da jemand verstohlen hinter den Gardinen hervorspäht. Eine Bewohnerin öffnet sogar das Fenster, ruft von Weitem, und es dauert eine Weile, bis sie sich damit abfindet, dass man ihre Sprache nicht versteht.

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