Am Anfang stand die Wut

Als er Mitte 60 war, habe ich ihn einmal gefragt, ob er, wenn es „Menschen für Menschen“ hilft, noch einmal den Kaiser Franz Joseph spielen würde. Er hat gelacht. Karlheinz Böhm – eine Erinnerung.

Als er Mitte 60 war, habe ich ihn einmal gefragt, ob er, wenn es „Menschen für Menschen“ hilft, noch einmal den Kaiser Franz Joseph spielen würde. Er hat gelacht. Dies ist kein Nachruf, sondern Erinnerung an vieles, was er mir erzählt hat. Er war ein Medienstar, der es brillant verstanden hat, die Medien für seine humanitären Ziele einzuspannen. Wenn es um Geld für MfM ging, hatte er keine Bedenken. Er ließ mit der größten Geduld die unsäglichsten Journalistenfragen über sich ergehen, und wenn eine Kamera dabei war, dann lächelte er sogar noch. Da war er professionell bis zur Selbstverleugnung, denn er brauchte die Medien für sein Lebenswerk.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.06.2014)

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