Zwischen Parlament und Puff

Eigentlich könnte man hier angenehm wohnen. Nur mit dem Geschäftlichen scheint es nicht so recht zu klappen. Nach elf Jahren ist es nun Zeit für mich, von der Lerchenfelder Straße Abschied zu nehmen. Ein Rückblick in Wehmut.

Natürlich gibt es auch in der Lerchenfelder Straße einen Mann vom anderen Stern. „Ich bin eigentlich ein Außerirdischer“, sagte er mir einmal im „Würfel“. Ich nahm an, er meinte das im übertragenen Sinne, ironisch oder metaphorisch. Ich glaube aber, dass er es ernst meinte, obwohl sein Akzent unbezweifelbar terrestrisch klang, wenn auch ein wenig osteuropäisch. Seine ebenfalls recht diesseitigen Kommentare zur österreichischen Politik schreibt er meist mit einem groben Zimmermannsstift und in leicht fehlerhaftem Deutsch auf die Werbewände, die in der Lerchenfelder, wie überall in Wien, reichlich Platz dazu bieten.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.01.2009)

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