„Ich will, dass man hinschaut“

„Migration ist die ganz große Aufgabe. Die europäischen Regierungen stellen sich dem Thema nicht.“ Die Regisseurin Jacqueline Kornmüller über Ute Bock, dokumentarisches Theater – und über den Aufführungsort ihrer nächsten Inszenierung: das Wiener Jörgerbad.

Es riecht vertraut. Nach Chlor, Dunst und der Erinnerung anSchweiß. Die Umwälzpumpe säuselt, die Wellen plätschern, dann zerbricht ein lang gezogener Ton das gewohnte Bild. Jacqueline Kornmüller inszeniert „Die Botschaft von Kambodscha“ von Zadie Smith im Jörgerbad, Klemens Lendl von den Strottern wärmt die Stimme auf. Die Regisseurin hat nach zehn Jahren Schauspiel angefangen zu inszenieren, weil ihr, wie sie sagt „die andere Seite besser steht“, was durchaus als Zusichstehen verstanden werden kann. Sie arbeitete als Hausregisseurin am Staatstheater in Stuttgart, am Schauspielhaus in Hamburg und anderen Häusern, dann zog sie mit ihrem Mann, dem Schauspieler Peter Wolf, und ihrer Tochter Sophie nach Garmisch-Partenkirchen und ging ein Jahr spazieren.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2015)

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