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Die Stunde der Eiferer

01.05.2009 | 18:12 |  Von Walter Wippersberg (Die Presse)

Endlich alles rauchfrei machen! Doch es geht gar nicht nur ums Rauchen. Es geht um die Lust am Verbieten. Über die radikalste Sekte der Gesundheitsreligion: die Anti-Raucher-Aktivisten.

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Was wäre der Welt erspart geblieben, hätte Adolf Hitler das Rauchen nicht aufgegeben! In seiner Jugend hat er 40 Zigaretten am Tag geraucht, dann aber, 1919, warf er sein letztes Packl Tschick in die Donau. Nur so, schwadronierte er später in einem seiner „Tischgespräche“, habe er zum Reichskanzler aufsteigen können. Im Rauchen sah er nun ein Laster der „minderen Rassen“. Der Körper des einzelnen Volksgenossen werde durch Tabak „kontaminiert“ – wie der „Volkskörper“ durch Juden und Zigeuner. Am liebsten hätte er allen das Rauchen verboten, auch den deutschen Soldaten. Diese aber wollte er lieber doch bei Laune halten, sollten sie halt bis zum „Endsieg“ weiterrauchen, danach aber musste Schluss sein damit. Spät erkannte er, dass diese Nachgiebigkeit ein großer Fehler gewesen war. Denn Studien belegten, wie sehr Tabak die Kampfkraft der deutschen Soldaten schwächte, ihr Durchhaltevermögen beim Marschieren und sogar ihre Fähigkeit, geradeaus zu schießen.

Dass Hitler mit dem Rauchen aufgehört hat, war also ganz schlecht für die Welt, dass er aber seinen Kampf gegen die Raucher nicht konsequent genug geführt hat, das war gut für die Welt, denn sonst wären wohl die deutschen Soldaten noch ausdauernder marschiert und hätten noch treffsicherergeschossen und so vermutlich dem Führer die Weltherrschaft erobert. – Eine schwachsinnige Argumentation?

Nicht schwachsinniger als so vieles in der aktuellen Diskussion über Rauchverbote. Die einen operieren mit den Schreckenszahlen derdurch Tabakrauch vorzeitig Verstorbenen, die anderen antworten mit dem Hinweis, dass man aus solchen Gesundheitsgründen auch den Verzehr fetter Stelzen verbieten müsse, worauf die einen, die Tabakhasser, kontern, dass die Fresser nur sich selbst schaden. Jeder solle sich selber beschädigen, so viel er mag, nur dürfe niemand sonst in Mitleidenschaft gezogen werden. So werden gemeinhin die Rauchverbote in öffentlich zugänglichen Räumen begründet. – So ließe sich freilich auch ein Verbot des Autofahrens begründen. Und erst der Alkohol! Abend für Abend kehren besoffene Lackeln aus den Wirtshäusern heim und prügeln Weib und Kind. Warum also ruft man nicht auch zum Kampf gegen den Alkohol und die Trinker auf? Die Antwort ist einfach: Weil das ja – mit fatalen Ergebnissen – schon einmal versucht wurde. Von 1920 an waren in den USA 13 Jahre lang die Herstellung, der Verkauf und der Transport berauschender Getränke verboten. Das hat die Mafia in Amerika zu dem gemacht, was sie dann jahrzehntelang war.

Der Krieg gegen die Raucher hat in Amerika begonnen, und ebendort sind auch sonst allerhand Wahnideen beheimatet: dass man sich ohne einen Dollar eigenes Geld ein Haus kaufen könne; dass das Tragen von Schusswaffen eigentlich erst den rechten Mann ausmache; dass auch im 21. Jahrhundert Recht und Ordnung ohne Todesstrafe nicht durchgesetzt werden könne. Solchen Gedanken will kaum ein europäischer Politiker nahetreten, in den Kampf gegen die Raucher aber lassen sich fast alle einspannen.

Als vor etlichen Jahrzehnten in Amerika einige puritanische Tugendbolde den Heiligen Krieg gegen die Raucher ausriefen, da mussten sie zuerst Raucher und Nichtraucher, die bis dahin friedlich miteinander lebten, gegeneinander ausspielen. Die Raucher mussten als asozial und unverantwortlich dargestellt werden. Die Nichtraucher mussten – bis dahin unbekannt – Angst vor den Rauchern kriegen. Strategiepapiere, in denen diese Taktik vorgeschlagen wird, sind bekannt.

Auf der Suche nach einem angsterregenden Schlagwort fand man eine in der NS-Zeit erfundene Vokabel: „Passivrauchen“. Hitler höchstselbst förderte aus Mitteln seiner Reichskanzlei die „Erforschung der Tabakgefahren“, und seine Wissenschaftler konnten tatsächlich einen Zusammenhang von Rauchen und Lungenkrebs beweisen. Ein gewisser Fritz Lickint wollte noch weiter gehen und nachweisen, dass Tabakrauch auch für Nichtraucher gefährlich sei. Das gelang ihm zwar nicht, aber den von ihm geprägten Begriff „Passivrauchen“ griffen Jahrzehnte später amerikanische Anti-Tabak-Aktivisten auf: „passive smoking“.

Zunächst genügte die Behauptung, dass das gesundheitsgefährdend sei. Dann soll-
te – was Lickint in Nazideutschland nicht geschafft hatte – dies auch wissenschaftlich bewiesen werden. Inzwischen gibt es wissenschaftliche Studien zuhauf, doch weiß man, sie „beweisen“ in der Regel das, was die Finanziers bewiesen haben möchten. (Merkwürdigkeiten bei „Studien“ im medizinischen Bereich gibt es auch bei viel weniger brisanten Themen: Nachdem jahrzehntelang als gesichert galt, dass hoher Salzkonsum gesundheitsschädlich sei, „beweist“ nun eine ganz neue Studie, dass salzarme Ernährung ungesund sei.)

Dass mehr Raucher als Nichtraucher an Lungenkrebs oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben, dafür gibt es tatsächlich Beweise. Bei ehemals starken Rauchern kann man – auf Statistiken gestützt – sagen, der oder der sei mit großer Wahrscheinlichkeit an den Folgen des Tabakkonsums gestorben. Bei verstorbenen „Passivrauchern“ geht das nicht so leicht. Es gibt zu viele verschiedene Faktoren, die zur Ausbildung von Lungenkrebs oder von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Und das Zahlenmaterial, das bei medizinischen Studien anfällt, muss in jedem Fall interpretiert werden, und jeder interpretiert es seinen vorgefertigten Überzeugungen gemäß. Aber die Tugendbolde sagen uns, es sei – aus, basta! – bewiesen, dass pro Jahr so und so viele Menschen an den Folgen des „Passivrauchens“ sterben. (Andere Tugendbolde sahen es im 19. Jahrhundert für erwiesen an, dass Onanieren zum Schwinden des Rückenmarks und zu Blindheit führe.)

Kein Missverständnis: Ich halte das Rauchen für gesundheitsschädlich, und ich gehe davon aus, dass es nicht gesund ist, den Tabakrauch anderer einzuatmen. So wie ich es nicht wirklich für gesund halte, an einer verkehrsreichen Straße zu wohnen oder als Bauer im Kuhstall zu arbeiten. (Gibt es eigentlich eine Studie über die gesundheitlichen Gefahren der Stallarbeit? Rindviecher produzieren gewaltige Mengen Methan, ungefähr 235 Liter pro Rind und Tag. Die klimaschädigende Wirkung dieses Gases ist 20- mal so stark wie die von Kohlendioxid. In höheren Konzentrationen wirkt Methan betäubend und erstickend.)

Unabhängig davon, was an der Lebensgefahr durch „Passivrauchen“ dran ist, das Argument – weil angstmachend – zieht. Doch ist damit der Krieg gegen die Raucher noch nicht gewonnen. Man hatte sie als unverantwortliches Gesindel, das die Gesundheit der Mitmenschen schädigt, gebrandmarkt, aber die Diffamierung musste weitergetrieben werden. Und so werden nun die Raucher als behandlungsbedürftige Suchtkranke hingestellt – und damit mehr oder weniger auf eine Stufe mit Heroinabhängigen und anderen „Giftlern“.

Tabak galt (wie Kaffee, Tee oder Schokola- de) lange Zeit als Genussmittel. Man kommt, erst einmal daran gewöhnt, nicht leicht los davon. Der „Surgeon General“, der höchste Funktionär im US-Gesundheitswesen, schrieb 1964, im Zusammenhang mit Tabak solle von Gewohnheitsbildung gesprochen werden, „klar zu unterscheiden von Sucht, da die biologischen Effekte von Tabak, ebenso wie von Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken, nicht vergleichbar sind mit denen von Morphin, Alkohol, Barbituraten und anderen starken süchtigmachenden Drogen“. Im Jahr 1988 spricht ein neuer „Surgeon General“ im Zusammenhang mit Tabak von Abhängigkeit. Hat die Wissenschaft inzwischen neue Erkenntnisse gewonnen, die das rechtfertigen? Nein, das nicht, man hat einfach die Begriffe Abhängigkeit und Sucht neu definiert. So war's von nun an sozusagen amtlich: Rauchen macht süchtig.

Wer Begriffe allzu weit fasst, vernebelt Zusammenhänge eher, statt sie zu erhellen. Wenn, wie es nun geschieht, das Wort Sucht gleichermaßen die Abhängigkeit von bestimmten Genussmitteln wie die Abhängigkeit von schweren, die Persönlichkeit deformierenden und sogar zerstörenden Rauschgiften bezeichnet, was bringt das?

Den Tugendbolden bringt es viel: Sie können die Raucher nun als hilflos ihrer Sucht ausgelieferte Kranke hinstellen, denen – notfalls gegen ihren nikotinumnebelten Willen – geholfen werden muss, die man – notfalls mit Gewalt – zu ihrem gesundheitlichen Glück zwingen muss. Das hat, wie so vieles in diesem Krieg gegen die Raucher, religiöse Dimensionen. Das Sündenaas Mensch – sagen die christlichen Kirchen – kann von sich aus nicht selig werden. Ihm muss geholfen werden.

Nikotin wird nun – auch dies tendenziös – als „schweres Nervengift“ bezeichnet. Für viele war es über lange Zeit hin ein höchst anregendes Genussmittel, das den Geist und die Fantasie stimuliert. In einem Brief an Arnold Zweig schrieb Sigmund Freud, als er krankheitsbedingt nicht rauchen durfte: „Seitdem ich nicht mehr frei rauchen kann, will ich auch nichts mehr schreiben.“ Die Tabakhasser würden sich ja vielleicht wünschen, man hätte Freud früher schon das Rauchen verboten und damit die Lust am Schreiben verleidet, dann wäre womöglichdie Psychoanalyse, die viel zum Thema Rauchen und erst recht zu den neurotischen Aspekten des Kampfes gegen die Raucher zu sagen hat, gar nicht entwickelt worden. – Unzählige Schriftsteller haben ähnlich über den Tabak gedacht wie Freud. Friedrich Torberg hat Zigaretten und schwarzen Kaffee als für seine literarische Produktion schlechthin unentbehrlich beschrieben. Jean-Paul Sartre hat gar über die erkenntnistheoretischen Aspekte des Rauchens philosophiert. Von ihm gibt es übrigens offenbar kein brauchbares Foto ohne Zigarette oder Pfeife. Und so weit sind wir gekommen: Als in der Pariser Nationalbibliothek eine große Ausstellung zu seinem 100. Geburtstag ausgerichtet wurde, da hat man – Political Correctness bis hin zur Fälschung – aus einem berühmten Sartre-Foto von Boris Lipnitzki die Zigarette einfach wegretuschiert.

Wir verdanken – wenigstens indirekt – ei- nen gar nicht so kleinen Teil unserer Kultur dem Rauchen und den Rauchern (was die Tugendbolde freilich nicht beeindrucken wird). Die Anti-Raucher-Aktivisten haben es geschafft, Nichtraucher und Raucher gegeneinander aufzubringen und vielen Nichtrauchern Angst vor dem „Passivrauchen“ einzujagen. Die Raucher wurden als unzurechnungsfähige Suchtkranke diffamiert, die ihre eigenen Interessen eigentlich ja gar nicht vertreten können. Die Tugendbolde haben viel erreicht, aber noch nicht alles. In Österreich hat man etwa für die Gastronomie noch kein absolutes Rauchverbot erlassen. Das lässt die Tugendbolde nicht rasten und nicht ruhen. Und so ziehen manche Tag für Tag, Stunde um Stunde, durch die Wiener Lokale und zeigen jeden Wirt an, der ihrer Meinung nach gegen die Gesetze zum Schutz der Nichtraucher verstößt. Uneinsichtige Wirte wird man, sagen diese Denunziantenseelen, auch fünfmal in der Woche anzeigen. Sind das die Leute, vor denen man sich früher in Acht nahm, wenn man „Feindsender“ hörte? Aus Tugendbolden werden Tugend-Terroristen. (Robespierre meinte: „Ohne die Tugend ist der Terror verhängnisvoll, ohne den Terror ist die Tugend machtlos.“) – Doch landauf, landab kann man sehen: Immer noch sitzen Nichtraucher und Raucher friedlich nebeneinander. Und wer partout nicht „passivrauchen“ will, der sucht halt ein Lokal auf, in dem das Rauchen verboten ist. (Das Argument, jeder müsse jedes Lokal besuchen können, ohne von Rauch belästigt zu werden, ist unsinnig. Es gibt Lokale, zu deren Wesen es gehört, dass dort sehr laute Musik gespielt wird. Ich kann nicht verlangen, dass man sie leiser spielt, nur weil ich lärmempfindlich bin, aber von meinem demokratischen Recht Gebrauch machen will, genau dieses Lokal aufzusuchen.)

Den gar nicht so unvernünftigen österreichischen Kompromiss können die Tugendbolde nicht akzeptieren, weil sie auf den Endsieg hinarbeiten. Sie behaupten jetzt, sie müssten unbedingt auch jene schützen, die sich dem „Passivrauchen“ nicht entziehen können. Also kündigte unlängst ein EU-Kommissar an, der Kampf werde, wenn Länder wie Österreich sich weiterhin als uneinsichtig und unbotmäßig erwiesen, „auf der Ebene des Arbeitnehmerschutzes gespielt“ werden. Also: Die EU-Kommission steht Atomkraftwerken neuerdings wieder sehr positiv gegenüber, negiert alle damit verbundenen bekannten Gefahren, meint aber, Kellnerinnen und Kellner durch absolute Rauchverbote vor den Gefahren des „Passivrauchens“ schützen zu müssen.

Warum wird die Stallhaltung des Rindviehs nicht verboten? Im Stall arbeitet der Bauer (kein Arbeitnehmer, ich weiß, aber doch ein Arbeitender) oft in gebückter Haltung, Nase auf Kuharsch-Höhe. Dagegen ist das Kellnern selbst in stark verrauchten Lokalen – Pardon! – ein Lercherlschas.

Warum ignoriert die EU-Kommission, dass Kellnern in verrauchten Lokalen ja gar nicht sein muss? Man kann nämlich Lüftungsanlagen einbauen. Das vorzuschreiben befürworte ich sehr. (Auch in den Ställen übrigens.) Es gibt Belüftungs- und Luftreinigungsanlagen, die höchst effizient arbeiten und dazu fast geräuschlos. Tests beweisen, dass die Luft in Raucherlokalen, in denen eine solche Anlage arbeitet, viel besser ist als in normalen Nichtraucherlokalen und viel besser auch als im Schanigarten vor dem Lokal. Die Lösung des Problems „Rauchen in der Gastronomie“ wäre also sehr einfach: Man überlasse es den Wirten, ob und wo bei ihnen geraucht werden darf. Wo aber geraucht wird, wird der Einbau einer effektiven Lüftungsanlage vorgeschrieben – zum Schutz der Arbeitnehmer und auch zum Wohle der Raucher selbst. Aus. Mehr braucht's nicht.

Viele Wirte wären jetzt schon bereit, solche Anlagen einzubauen, man torpediert das aber durch den Hinweis, in Brüssel werde ohnehin bald das totale Rauchverbot erlassen werden. Also wird der Beweis, dass es eine vernünftige und praktikable Lösung gibt, nicht erbracht. Und darauf kommt es den Anti-Raucher-Aktivisten an. Sie wollen keinen Kompromiss, so sinnvoll er auch wäre.

Was immer diese Tugendbolde auch behaupten mögen, es geht ihnen nicht in erster Linie um den Schutz der Nichtraucher, es geht ihnen ums Verbieten. Und das ist leicht zu beweisen. So gibt es keinen vom Nichtraucherschutz her ableitbaren Grund, das Rauchen auf Flughäfen, Bahnhöfen oder in U-Bahn-Stationen zu verbieten. All diese Baulichkeiten sind in der Regel sehr hoch und dazu noch zugig, weshalb der Rauch sich so schnell verzieht und verflüchtigt, dass niemand wirklich belästigt wird. Es gibt auch keinen vom Nichtraucherschutz her ableitbaren Grund, das Rauchen auf der Eisenbahn zu verbieten, jedenfalls nicht im Langstreckenverkehr. Man vereinbare: Die letzten beiden Wagen der großen Reisezüge sind Raucherwaggons. Kein Nichtraucher würde dort einsteigen, keiner müsste sie durchqueren. Also kein Problem weit und breit. – Braucht es noch einen Beweis, dass die Lust am Verbieten im Vordergrund steht? Bitte sehr: In manchen Teilen der USA verbietet manauch den Insassen der Todeszellen das Rauchen, gestattet ihnen nicht einmal unmittelbar vor der Hinrichtung eine allerletzte Zigarette. Der fanatische Kampfgegen das Rauchen trägt unverkennbar religiöse Züge. Geführt wird er von fundamentalistischen Anhängern der Gesundheitsreligion. Der studierte Theologe und praktizierende Psychiater Manfred Lütz hat das Erscheinungsbild dieser neuen Religion so beschrieben: „Alle Riten der Altreligionen sind inzwischen ins Gesundheitswesen übergegangen: Halbgötter in Weiß, Wallfahrten zum ultimativen Experten, Krankenhäuser als die neuen Kathedralen, die ein ,Gefühl schlechthinniger Abhängigkeit‘ erzeugen, das nach Friedrich Schleiermacher Religion charakterisiert. Es vollzieht sich der bruchlose Übergang von der katholischen Prozessionstradition in die Chefarztvisite. Diätbewegungen gehen wie wellenförmige Massenbewegungen übers Land, in ihrer Strenge die Büßer- und Geißlerbewegungen des Mittelalters übertreffend.“

Exzessive Sportausübung hat auch viel mit alten Bußübungen gemein. Beim Joggen, höre ich, entstünden nach dem Sich-Quälen schier unendliche Glücksgefühle. Eben damit wurden die Flagellanten, die sich aus religiösen Gründen selber geißelten, auch belohnt. (Es gibt übrigens keine Statistik, wie viele Jogger jährlich in ihren Laufschuhen sterben, ihre Zahl ist aber, wie mir Ärzte sagen, beträchtlich.)

„Unsere Vorfahren retteten ihre Seele, wir unsere Figur“, schreibt Manfred Lütz, übrigens Chefarzt einer Klinik in Köln. Er hält die Gesundheitsreligion für „eine Großattacke auf die Lebenslust“.

Das vor allem zeichnet die radikalste Sekte dieser Religion, die Anti-Raucher-Aktivisten, aus: Genussfeindlichkeit. Calvin, der Reformator, der vor fast 500 Jahren in Genf der Tugend (oder was er dafür hielt) mit einem Terror-Regime zum Durchbruch verhelfen wollte, ist einer der großen Apologeten der Genussfeindlichkeit. Mit den englischen Puritanern kam calvinistisches Gedankengut nach Amerika und wurde hier vielfältig fruchtbar. Auch in den Feld- und Kreuzzügen gegen das Rauchen und die Raucher.

Den Gesundheitswahn unserer Zeit hat es in der Geschichte noch nie gegeben. Gesund zu leben war immer ein Ziel, dem aber alles unterzuordnen wäre vielen zu vielen Zeiten unsinnig oder gar frevlerisch vorgekommen. Die Gesundheit ist kein Wert an sich.

Die Anti-Raucher-Sekte zeigt (wie radikale Sekten so oft) stark manichäische Züge: Das strikte Entweder-Oder wird gepredigt. Die „Kinder des Lichts“ kämpfen gegen die „Kinder der Finsternis“. Der Streit, ob und wie in Gaststätten geraucht werden darf, ließe sich etwa, wie gezeigt, leicht beilegen. Es gibt vernünftige Alternativen zum totalen Rauchverbot. Doch ist eben das ein Wesensmerkmal der Manichäer, dass Alternativen strikt geleugnet werden.

Sind wir solchem Denken einfach hilflos ausgeliefert? Wegen der prinzipiellen Feigheit der allermeisten Politiker(innen) leider ja. Redet man ihnen ein, der Trend laufe eindeutig in eine ganz bestimmte Richtung und er sei nicht aufzuhalten, schon wagt keine(r) mehr zu widersprechen. Vor ein paar Jahren traf ich in einer größeren Gesellschaft eine österreichische Ministerin – und sie rauchte. (Nein, falsch geraten, die Frau Kdolsky war's nicht.) Ich bat sie, sich in der Regierung dafür einzusetzen, dass nicht auch bei uns der Nichtraucherschutz zum Vorwand für eine Raucherverfolgung wird. Da schaute sie mich lange an und meinte dann nur: „Das trau ich mich nicht.“ ■

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2009)

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211 Kommentare
 
1 2 3 4 5
Gast: GerKS
05.08.2010 19:40
0 0

Geschichtsfälschung

Den Begriff ‘Passivrauchen’ prägte lange vor den Nazis (und den Amerikanern) ein Deutscher Internist und Sozialdemokrat Ende der 20er Jahre: Fritz Lickint setzte sich mit gesundheitlichen und sozialen Problemen des Alkohol- und vor allem des Tabakkonsums wissenschaftlich auseinander und beschrieb lange vor Wynder den Raucherkrebs der Lunge und sogar schon die Krebsstraße entlang der Atem- und oberen Verdauungswege (schon 1925 die Häufung von Magengeschwüren und Magenkrebs bei Rauchern). Lickint war zeitlebens engagierter Sozialdemokrat und Mitglied des „Vereins sozialistischer Ärzte“.

Gast: Birgit Kübler
03.05.2010 02:44
0 0

Wer Köpfchen hat, will reine Luft atmen!

Gesundheits-, Lebens- und Arbeitsschutz (= Rauchverbote) ist etwas Positives. Gebote und Verbote im Straßenverkehr sind ebenfalls dazu da, um Menschenleben zu retten und zu schützen. Wer käme auf die Idee, die Polizei mit Hitler zu vergleichen? Politiker sind dazu da, um Menschen und Umwelt vor Schaden zu bewahren und nicht, um die Interessen der Tabakindustrie zu unterstützen. Tabakrauchgegner tun dasselbe wie Lebensrettungsschwimmer, sie wollen Leben schützen und retten. Das ist genau das Gegenteil von den Bemühungen Hitlers. Hier ist ein Buddha-Zitat, das alles auf den Punkt bringt: "Den höchsten Frieden findet der, der schützt, was atmet, schützt, was lebt." Es ist somit Friedensarbeit, sich für eine menschenfreundliche Atmosphäre ohne Rauch, Gift, Dreck und Gestank zu engagieren. Tabakrauch macht krank und tötet. Somit sind die Folgen des Rauchens dieselben wie die eines Krieges. Ich finde es mehr als absurd, Menschen mit Hitler zu vergleichen, nur weil sie nicht gezwungen werden wollen, Tabakrauch einzuatmen. Übrigens: Mahatma Gandhi liebte den Frieden und war Nichtraucher. Warum vergleichen die Raucher uns nicht mit ihm?

Antworten Gast: Mönsch Birgit
30.10.2010 21:19
0 0

Ja gehst' halt reine Luft atmen!

Zwingt dich ja keiner, wenn's in der Stadt 100 N ichtraucherlokale und 20 Raucherlokale gibt, dich ausgerechnet ins eines der 20 Raucherlokale reinzusetzen

Brauchst du unbedingt alle 120 für dich ?

Alle 120 an DEINE Vorstellungen angepaßt ?

Hier sieht man den Faschismus lächeln, aus Gesichtern wie dem deinen.

Gast: karllinz
01.05.2010 21:54
0 0

Am Thema vorbei...

Der Autor hat die Belange des Nichtraucherschutzes völlig verkannt! Niemand will den Rauchern das Rauchen verbieten, vermiesen, sie als Süchtige hinstellen, sondern einzig und allein das Rauchen in öffentlich zugänglichen Räumen zu unterlassen...nicht mehr und nicht weniger - wozu diese Hasstyrade gegen Leute, die sich die Gefährdung und Belästigung durch Tabakrauch nicht mehr bieten lassen?
Raucher sind oftmals durchaus intelligente Menschen - die sich wider besseres Wissens als lebende Feinstaubfilter gefallen, die wider besseres Wissens ihre Familie (Kinder) schädigen - wissentlich ihren Körper mit krebserregenden und radioaktiven Substanzen (Polonium 210) malträdieren? Sollen solche Leute als zurechnungsfähig angesehen werden? Wahlberechtigt? Zum Lenken von KFZ geeignet! Die zu zittern und schwitzen beginnen wenn die Wirkung der Droge Nikotin nachlässt und kein Nachschub zu erwarten ist?
Es gibt in den 70 Jahren nach der zitierten Zeit durchaus neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die dem Autor offenbar noch nicht zur Kenntnis gelangt sind.

Gast: Rovan
19.04.2010 13:12
0 0

Raucher mit Herz

Für ein fridvolles Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern.

Diese Gruppe will ein Zeichen setzen, gegen die medial heraufbeschworene Diskriminierung von 2,1 Millionen Menschen in Österreich.

http://www.facebook.com/#!/group.php?gid=356013199071

eistea
30.12.2009 12:24
0 0

Gute Nachricht: Die Facebookgruppe für ein Rauchverbots-Volksbegehren hat seit eben über 30.000 Mitglieder

Danke für diesen Amok-Artikel und auch die erfrischenden Reaktionen einiger hartgesottener Raucher in den Kommentaren.

Ich hab gar nimmer argumentieren müssen - einfach nur Freunden und Kollegen (egal ob Raucher oder Nichtraucher) zeigen, Kopfschütteln abwarten und schon war'n sie drin in der Facebook-Gruppe. A bessere Werbung kann man sich gar nicht wünschen.

Danke noch mal!

PS: Und net lachen, weil's bloß a Facebook-Gruppe ist - das is ja nur der Anfang :-)

Antworten eistea
30.12.2009 12:25
0 0

Re: Gute Nachricht: Die Facebookgruppe für ein Rauchverbots-Volksbegehren hat seit eben über 30.000 Mitglieder

Ach ja, Link wär auch nicht schlecht, gell ;-) http://www.facebook.com/group.php?gid=207474724730

Gast: Aber Hallo!
30.12.2009 11:19
0 0

Endlich

Es hat lange gedauert, aber endlich hat jemand die Nazis und Hitler in die Diskussion eingebracht. Die Forderung nach einem ordentlichen Nichtraucherschutz (indirekt) mit dem Treiben der Nationalsozialisten gleichzusetzen- ein starkes Stück. Bravo!
Die Nazikeule bleibt ja immer als letzter Ausweg, wenn einem sinnvolle Argumente ausgehen, nicht wahr?

Methan ist übrigens geruchlos und ungiftig, es ist Ammoniak das der Nase des Landwirtes schmeichelt...
Aber über die Wirkung von Gasen werden sie als Kenner der Geschichte wohl bestens informiert sein.

Gast: nichtraucher
30.12.2009 11:16
0 0

faschismuskeule? oh, wie kreativ!

sorry, aber das ist ein ziemlicher schwachsinn.
aber wenn sie schon die faschsmuskaule schwingen wollen, bitte sehr:
in zigarettenqualm findet sich genau DIE substanz, die zu nazizeiten unter dem namen zyklon B eingesetzt wurde.

so, sind wir jetzt quitt?

gut, dann raus aus der sankiste und das ganze einfach mal unter der perspektive "meine genüsse sollten anderen nicht schaden" betrachten.

ciao und und viel spaß auf der titanic!

Gast: Javaanse
01.07.2009 09:57
2 21

Brillante Analyse

Vielen Dank für diesen brillanten Beitrag.

Ich habe lange keine so excellente und tußerst böswilligen Raucherhatz mehr gelesen!
reffliche Analyse der eigentlichen Hintergründe und Ziele der von kleinhirnigen Faschistenseelen gezielt entfesselten und ä
In meinen Augen trägt die Antiraucherhysterie längst nicht mehr nur faschistoide Züge, sondern sie verkörpert vielmehr eine neue, nahezu perfekt inszenierte und maskierte Form des Faschismus daselbst.

Dieser neuen, äußerst subtilen, gleichwohl ganz besonders widerwärtigen Form des Faschismus entschieden entgegenzutreten und den längst überfälligen, aktiven Widerstand entgegenzusetzen, sollte vornehmste Pflicht eines jeden, wirklichen Demokraten sein, anstatt mit sattsam bekannter Rüpelhaftifkeit nach Zensur unbequemer Meinungen durch die Hierarchie dumpfer Vorgesetztenmentalität zu plärren, wie dies ein geistloser Schreiber hier tat.

DAZU fällt mir denn doch nur noch Eines ein:

Raucher, steht endlich auf und wehret den Anfängen! Weg mit den (EU-)Faschisten!

Jürgen

Antworten Gast: Birgit Kübler
04.05.2010 17:53
0 0

Re: Brillante Analyse

@ Gast Javaanse, bevor Sie etwas schreiben und Menschen, die nur atmen (= nicht rauchen) und nicht zwangsberaucht und vollgestunken werden wollen, diffamieren, sollten Sie lieber sehr lange darüber nachdenken, wer etwas Notwendiges tut, nämlich atmen, und wer etwas Sinnloses, Sozialschädliches und Verantwortungsloses, nämlich die Luft mit Tabakrauchgiften zu verseuchen, seinen Mitmenschen, Tieren und der Umwelt antut.
Wer brachte unschuldige Menschen in der jüngsten Vergangenheit mit einem Luftschadstoffgemisch um? Herr Javaanse, nun wissen Sie, wer etwas mit Hitler gemeinsam hat. Es sterben sehr viele Menschen wegen des Tabakkonsums, aber nie wegen Atmens. Quintessenz: Wer raucht, denkt nicht! Wer denkt, raucht nicht und will auch nicht zwangsberaucht werden! Wir wollen nicht bevormundet werden und wollen selbstbestimmt leben, ohne Alltagsdrogen Fremder mitzukonsumieren. Das wäre ja eine regelrechte Vergewaltigung der Lungen.

Antworten Gast: matthias
30.12.2009 10:08
0 0

ohje

es ist doch immer wieder komisch, wie sich menschen innerhalb weniger worte selbst widersprechen und damit disqualifizieren können:

"weg mit den faschisten" ist doch um keinen deut besser, als "weg mit dem rauch" oder eine ähnliche aussage. und deswegen haargenau so faschistisch.

zu dem artikel muss ich sagen, dass ich es himmeltraurig finde, wie weit sich manche in dieser debatte aus dem fenster lehnen.
was hat denn hitler mit unserer aktuellen problematik zu tun? ein schreckgespenst des letzten jahrhunderts als argument gegen den nichtraucherschutz anzuführen ist nicht nur haarsträubend, sondern auch von grund auf schäbig und verkehrt.

je länger die diskussion andauert, ohne dass wirkliche lösungen gefunden werden, desto tiefer wird die furche zwischen den beiden lagern. dass das rauchen die gesellschaft immer mehr spaltet, liegt doch auf der hand.
jedes gesetz, das diese trennung fördert, ist ein schritt in die falsche richtung.
vor mehr als 400 jahren wurde das rauchen von tabak von england aus über europa verbreitet - jetzt, wo man endlich beginnt zu verstehen, welche schäden man davon trägt, tritt eine riesenlobby von wahrheitsverweigerern auf die bremse.

aber warum werden keine ALTERNATIVEN zum rauchen per se angeboten?
etwas vom format nicorette - die vorteile sind doch offensichtlich:
man kann es genauso gut verkaufen, besteuern und verwenden, man kann inhaltsstoffe optimieren, andere werden nicht in mitleidenschaft gezogen und man stinkt nicht.

Antworten Pflanze
08.07.2009 11:59
12 2

Gruselkabinett

Zu Ihrem Post fällt mir eigentlich nur ein:

Der Fanatismus und Radikalismus mit dem die Raucherlobby zu Werke geht ist absolut letztklassig! Das Niveau dieser Vereinigung ist noch tiefer als jenes von BILD/KRONE.

Ein Blinder erkennt, dass sie bewusst jegliche Sachdiskssion mit sinnlosen Posts, Beschimpfungen, Verunglimpfungen und dergleichen abwürgen wollen! Würde ich auch, wenn die Argumente/Zahlen/Fakten gegen mich sprechen!

Gast: Der Letzte seiner Art
22.06.2009 11:56
18 2

Distanzierung

Gab es zu diesem absolut unhaltbaren Artikel eine Distanzierung durch den Herrn Chef-Redakteur?? Nein? Beleidung für den Leser, die Leserin, soetwas im "Spectrum" lesen zu müssen!

Gast: Ein Raucher
28.05.2009 20:50
3 13

Eine (un)objektive Meinung

Mal sehen: Ich bin Raucher. Von daher ist jeglicher Text den ich zum Thema verfasse unter Garantie nicht objektiv.

Ich möchte jetzt auch gar nicht den ganzen Artikel kommentieren, der sicher reißerisch und offensichtlich teilweise schlecht recherchiert ist.

Ich möchte nur ein Zitat aus dem obigen Artikel bringen, der in meinen Augen das Problem des Rauchens in Lokalen relativ gut beschreibt:

"Es gibt Lokale, zu deren Wesen es gehört, dass dort sehr laute Musik gespielt wird. Ich kann nicht verlangen, dass man sie leiser spielt, nur weil ich lärmempfindlich bin, aber von meinem demokratischen Recht Gebrauch machen will, genau dieses Lokal aufzusuchen."

Schon mal über die Folgeschäden von zu lauter Musik nachgedacht, der natürlich nicht nur die Kunden sondern auch die Angestellten sowie im Zweifelsfall die Nachbarn ausgesetzt werden?


Antworten eistea
30.12.2009 09:33
0 0

Re: Eine (un)objektive Meinung

Wissens's was das Schöne ist? Bei zu lauter Musik steck ich mir einfach Stöpsel in die Ohrn und gut is'. Zur Not tuns auch die In-Ear-Kopfhörer, die ich ohnehin immer - eigentlich für den gegenteiligen Zweck - dabei hab.

Antworten Pflanze
02.06.2009 10:22
7 2

über die Folgeschäden von zu lauter Musik nachgedacht

Dies hat der Gesetzgeber schon getan, indem er höchzulässige Grenzwerte (DB) zugelassen hat!

Antworten Antworten Gast: Ein Raucher
02.06.2009 13:41
2 18

Re: über die Folgeschäden von zu lauter Musik nachgedacht

Nun: man beschäftige sich mal mit folgender Liste: http://www.code-knacker.de/dba.htm
und schaue nach was da alles nach
"Beginn der Schädigung des vegetativen Nervensystems" kommt.

Antworten Antworten Antworten Pflanze
05.06.2009 22:26
11 2

Themenverfehlung!

Und was hat dies mit der Tabaksucht zu tun?? Nichts!

Außerdem gibt es zu Recht dB-Grenzen, die von bestimmten Dingen nicht überschritten werden dürfen!

Bei Tabak gibt es keine Grenzwerte, wieso eigentlich?? Wo doch längst bewiesen ist, dass die Feinstaubbelastung in Lokalen durch Tabakrauch ein vielfaches der erlaubten Werte im Straßenverkehr ist!

Ein überzeugter Nichtraucher, der endlich rauchfreie Gastronomie wünscht, weil nur dies fair ist!

Gast: Dominik Th.
25.05.2009 13:03
20 3

Rauchverbote funktionieren

Schon in Frankreich und Italien hatte man gezweifelt, ob sich die Nikotinkultur aus den Cafes und Bars vertreiben lässt. Doch anstandslos hat es geklappt.

Quelle: ORF.at

Ich kenne kein Land weltweit, in dem ein striktes Rauchverbot in Gastronomie nicht funktioniert! Nur in Ländern, die "Wischi-Waschi-Lösungen" fabriziert haben, zB Österreich, Deutschland, Spanien, gibt es enorme Probleme!

Ich erwarte mir von der Politik, dass sie endlich die praktikablen und sinnvollen Regelungen aus vielen Ländern übernimmt! Das "Herumdoktorn" in Österreich muss endlich ein Ende finden! Dass dies noch ein weiter Weg ist, zeigen solche Artikel wie der von Hrn Wippersberg.

Antworten Gast: mikls
26.05.2009 17:17
2 17

Re: Rauchverbote funktionieren

Genau! Sieht man Anzahl der verlorenen Arbeitsplätzen und sinkende Umsätze in der Gastronomie, so haben Sie eindeutig Recht: Rauchverbote funktionieren! Besonderes „perfekt“ haben die Verbote in Irland, USA und England „funktioniert“. Sieht man allerdings die gestiegene Umsätze der Hauptsponsoren von WHO, DKFZ und so genannten „Ärzteinitiativen gegen Raucher“, ich meine darunter die Entwöhnungsmittelproduzenten Pfizer GmbH und Johnson und Johnson Inc. , so kommt man auch zu dem Ergebnis „Rauchverbote funktionieren“….

Antworten Antworten Gast: mark8568
02.06.2009 06:58
2 13

Re: Re: Rauchverbote funktionieren

Es funktioniert auch in Deutschland, Österreich und Spanien. Was nicht funktioniert, sind die militanten Nichtraucher. Diese werde erst, wenn die "Endlösung" erreicht ist, zufrieden sein

Antworten Antworten Antworten Pflanze
02.06.2009 10:24
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"Endlösung"

Stehen Sie den Rechten so nahe, dass sie diese Diktion in den Mund nehmen müssen??? Wenn ja, dann erbärmlich!

Im Übrigen: Ist es schlecht, eine Regelung zu treffen, die funktioniert?? Wohl kaum!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Freiherr von Panner
04.07.2009 14:19
2 15

Re:

Ach Pflanze, nicht alles, was "funktioniert" muss gleich Gesetz werden müssen - die Rassengesetze haben auch "funktioniert", die Scharia "funktioniert", die Apartheid hat "funktioniert", die US-Rassentrennung hat "funktioniert". Genauso "funktionieren" Rauchverbote eben auch.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Pflanze
08.07.2009 12:00
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Aha!

Na wenn dies ein Rauchertaliban sagt, muss es ja stimmen!

aquilo
16.05.2009 15:27
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Der öffentliche Raum = Müllkübel für Tschicks

Lieber Herr Wippersberg!
Stellen Sie sich doch bitte an eine Kreuzung und beobachten Sie ihre Freunde die autofahrenden Tschicker! Es geht einem geradezu das Geimpfte auf, mit welcher Selbstverständlichkeit ihre hochgelobten rücksichtsvollen Raucher ihre Tschicks auf die Straße entsorgen. Oder sehen Sie sich doch bitte um, mit welcher herausragenden Toleranz sie den Inhalt ihrer Aschenbecher einfach auf den Parkplatz kippen. Dieses besonders reinliche und tolerante Verhalten ist natürlich auch im Hotel und Gastgewerbe zu beobachten. Tschicks im Pissoir, im Blumenkübel, auf den Treppen im Stiegenhaus, auf den Terrassen im Garten, auf den Deckeln der Spülkästen. Die Liste dieser freundlichen Aufmerksamkeiten unserer toleranten Raucher ist aber noch länger. Die Wipperberger sind mehr unter uns, als uns allen lieb ist!

 
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