Der Riss

Präfektur Fukushima, fünf Jahre nach der Nuklearkatastrophe: Noch immer leben Tausende in Notunterkünften. Bagger tragen verseuchtes Erdreich ab, Arbeiter fällen Bäume, ganze Wälder sind abgeholzt. Nach einem Endlager für das kontaminierte Material freilich wird noch immer gesucht. Ein Lokalaugenschein.

Am 11. September 2011, genau ein halbes Jahr nach der Katastrophe von Fukushima, bildeten Hunderte in Tokio eine Menschenkette gegen die Atompolitik ihres Landes. Es war der Auftakt anhaltender Proteste gegen die Atomenergie. Am selben Tag errichteten Anti-AKW-Aktivisten auf einem Grundstück vor dem Industrie- und Handelsministerium im Tokioter Regierungsviertel Kasumigaseki mit Anti-AKW-Parolen versehene Zelte und begannen einen Sitzstreik. Mit dieser Aktion wollten sie über Fukushima informieren, einen Ort des freien Meinungsaustausches schaffen und, als oberstes Ziel, den Ausstieg Japans aus der Atomenergie erreichen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.02.2016)

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