Ich hab noch einen Tilo in Berlin

Einbalsamieren, ausbalsamieren, einbalsamieren, aus- balsamieren! Haider und die Totenkulterer von Kärnten. Nebst einigen herzerwärmenden Notizen zu Hypo, Handaufzeigen, Heizkostenzuschuss.

Der ehemalige Kärntner Landeshauptmann, Jörg Haider, hat in Klagenfurt bedürftige und arme Leute auf die Bahnhofstraße gelockt, auf die Bahnhofstraße Nummer 90, nämlich zum Amt der Kärntner Landesregierung, und hat auf der Marmortreppe diesen Menschen, denen es auch durch ihre lebenslange Arbeit nicht gelungen ist, am Wohlstand teilzuhaben, mit der kleinlichen Geste und mit seinen kurzen Armen 100,- Euro in die Hände gedrückt, und gleichzeitig hat er mit einer maßlos großzügigen Geste und mit einem vergoldeten Arm, der von Klagenfurt bis Villach reicht, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der christlich-sozialen ÖVP , Josef Martinz (Kärntner Filialleiter des Vizekanzlers und Bundesfinanzministers), dem Villacher Steuerberater Dietrich Birnbacher beim Verkauf der Kärntner Hypo-Bank für seine „zweimonatige Beratung“ sechs Millionen Euro (88 Millionen Schilling) zugeschanzt. Der Steuerberater hat die Aktion mit diesen, die arbeitende und steuerzahlende Bevölkerung verhöhnenden Worten begründet: „Es waren zwei arbeitsintensive Monate!“

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