„Nehmen Sie doch etwas Obst“

„Mit Ausnahme von Kapitalis- ten oder Ingenieuren, die für uns von Nutzen sind...“ Japans ambivalente „Judenpolitik“ im Zweiten Weltkrieg.– Nachforschungen in Tokio und Kobe.

Rabbi Strausberg wundert sich sehr,dass jemand den Weg von Wien auf sich nimmt, um ihn in seiner kleinen Synagoge in Kobe zu besuchen. Der jüdischen Gemeinde von Kobe gehören nur einige wenige Familien an. Das Interesse an Japans historischem Verhältnis zu den Juden findet er ziemlich exotisch. Ehemalige jüdische Flüchtlinge, die in Japan geblieben sind, fallen ihm nicht ein. Doch: Choueke-San, die älteste Jüdin von Kobe. „Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, dass sie Sie empfängt!“ Seit dem großen Erdbeben vom Jänner 1995 verlasse die alte Dame ihr Haus nur mehr einmal täglich, um ihren Lunch einzunehmen, und vermeide alle Kontakte.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.01.2010)

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