Zündeln mit schnellem Geld

Statt aus der Wirtschaftskrise zu lernen, haben die Neoliberalen einen neuen Sündenbock gefunden – den Keynesianismus. Dabei könnten sie von Keynes lernen: Der Kapitalismus produziert von sich aus schwere Krisen.

Kapitale Wirtschaftskrisen machen nicht nur Millionen Menschen das Leben schwerer, sondern verschärfen auch den Kampf der ökonomischen Weltanschauungen. Auf der einen Seite stehen jene (neo-)
liberalen Schulen, welche an die Effizienz und Stabilität freier Märkte glauben und den Staat als größten Störfaktor ansehen (von der Neoklassik bis zur österreichischen Schule und den „Chicago Boys“). Auf der anderen Seite stehen jene, für die eine kapitalistische Marktwirtschaft von sich aus Krisen erzeugt; dieses System müsse gänzlich überwunden (Marx) oder durch den Staat stabilisiert werden (Schumpeter, Keynes).

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.03.2011)

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