Arbeit, Arbeit über alles?

Alle Jahre wieder am 1. Mai: „Die Arbeit hoch!“ Doch warum etwas feiern, was den Menschen in aller Regel nicht erfüllt, sondern fertigmacht? Wider den Arbeitsfetischismus: eine Intervention.

Im Jahr 1891 schrieb Oscar Wilde in seinem Essay über den „Sozialismus und die Seele des Menschen“: „Heutzutage wird sehr viel Unsinn über die Würde der körperlichen Arbeit geschrieben. An der körperlichen Arbeit ist ganz und gar nichts notwendig Würdevolles. Es ist geistig und moralisch genommen schimpflich für den Menschen, irgendetwas zu tun, was ihm keine Freude macht, und viele Formen der Arbeit sind ganz freudlose Beschäftigungen.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.04.2011)

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