23.02.2012 11:50 | Meine Presse Merkliste 0

Endspiel um den Euro

17.06.2011 | 18:19 |  Von Stephan Schulmeister (Die Presse)

Die Euroländer tanzen nach US-Pfeifen, wissen es aber nicht. Wie man die Eurokrise entschärfen könnte: Vorschläge für eine neue Strategie wider die einfältigen Mainstream-Ökonomen.

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Elf Jahre lang lagen die Anleihezinsen im Euroraum auf annähernd gleichem Niveau, noch im November 2009 betrugen sie für griechische Staatspapiere 4,7 Prozent, für spanische 3,7 und für deutsche Anleihen 3,3 Prozent. Plötzlich setzte ein rasanter Zinsanstieg ein, der sich zunächst auf griechische Staatspapiere konzentrierte: Bis Anfang Mai 2010 stiegen die Zinsen auf 12,2 Prozent, die EU musste mit dem Rettungsschirm zu Hilfe kommen.

Begründet wurde der Zinsanstieg mit dem steigenden Risiko, griechische Papiere zu halten („Risikoprämie“). Seltsam ist nur, dass „die Märkte“ erst ab November 2009 dieses Risiko entdeckten, während die Wirtschaftslage schon davor erhebliche Unterschiede aufwies.

Tatsächlich wurde der Zinsanstieg durch das Wechselspiel zwischen der Bonitätsherabstufung durch die US-Ratingagenturen und der Spekulation mit „credit default swaps“ (CDS) sowie mit Anleihen vorangetrieben. Mit CDS kann man nicht nur eine Staatsanleihe absichern (gegen Zahlung einer Prämie), sondern auch darauf setzen, dass sich die Bonität eines Staates verschlechtert (ohne dessen Anleihen zu besitzen – „naked CDS“). Je mehr darauf spekuliert wird, desto stärker steigen die CDS-Prämien und damit der Wert der zu niedrigeren Prämien abgeschlossenen CDS. Gleichzeitig treiben diese Geschäfte die Zinsen in die Höhe.

Angesichts seiner Profitabilität wurde das CDS-Geschäftsfeld ausgeweitet, zunächst auf Irland: Bis November 2010 stiegen die Zinsen irischer Anleihen auf neun Prozent; Irland musste unter den Rettungsschirm. Nun verlagerte sich das Gewinnstreben auf Portugal: Bis Anfang Mai erreichten die Zinsen 10,5 Prozent; ab unter den Rettungsschirm! Wie bei allen profitablen Spekulationen nützen die Profis reale Probleme aus, der Finanzsektor agiert keinesfalls „abgekoppelt“.Natürlich hat Griechenland ein enormes Schuldenproblem und Irland ein Bankenproblem. Ent-scheidend für den Spekulationserfolg ist, diese Probleme gezielt auszunützen. Nach der Rettung Portugals betonten die EU-Eliten, jetzt würde Schluss sein, Spanien und Italien seien nicht bedroht. Wie zum Hohn kündigten Tage später die US-Ratingagenturen an, dass Spanien und Italien herabgestuft werden könnten. Folge: Die Zinsen für spanische und italienische Anleihen stiegen auf 5,5 beziehungsweise 4,7 Prozent.

Wenn sich das Doppelpassspiel zwischen den Ratingagenturen und den Finanzalchemiebanken wie Goldman Sachs oder Deutsche Bank ausweitet und so die Zinsen spanischer und italienischer Staatspapiere gegen sieben Prozent steigen, hat das Endspiel um den Euro begonnen:

>Spanien und Italien passen unter keinen Schutzschirm, ihre Staatsschulden sind fünfmal so groß wie jene von Griechenland, Irland und Portugal zusammen.

>Der Widerstand gegen weitere Hilfsmaßnahmen ist in den „Retterländern“ bereits zu groß.

>Eine Verschärfung der Sparpolitik vertieft die Krise in den Schuldnerländern weiter.

Die systemische Hauptgrund, warum diese Entwicklungen die Europäische Währungsunion insgesamt bedrohen: Jede Konsolidierung muss scheitern, solange das Niveau der Kredit- und Anleihezinsen mittelfristig höher ist als die (nominelle) Wachstumsrate (dies ist in der EU seit 30 Jahren der Fall). Unter dieser Bedingung darf jeder Schuldnersektor (Staat, Unternehmen) nur weniger Kredite aufnehmen, als er an Zinsen für die bestehenden Verbindlichkeiten zu zahlen hat (er muss einen Primärüberschuss erwirtschaften).

Daher forderten die Ökonomen: Der Staat muss einen Primärüberschuss erzielen! Leider haben sie vor 30 Jahren übersehen: Diese „dynamische Budgetbeschränkung“ gilt auch für den viel wichtigeren Unternehmenssektor. Die langfristigen Folgen waren verheerend: Der Unternehmenssektor„drehte“ seine Primärbilanz in einen Überschuss, er drosselte Kreditaufnahme und Realinvestitionen zugunsten von Finanzanlagen, das Wirtschaftswachstum sank nachhaltig, Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung stiegen.

Die Haushalte erwirtschaften permanent Primärüberschüsse, sie sparen mehr als ihre Zinserträge (auch ein Teil des Gewinn- und Lohneinkommens wird auf die Seite gelegt). Da die Summe aller Primärbilanzen null beträgt, kann der öffentliche Sektor eines Landes nur dann einen Primärüberschuss erreichen, wenn die übrigen Länder (das Ausland als vierter Sektor) ausgeprägte Primärdefizite halten respektive akzeptieren. Dies bedeutet: Das betreffende Land muss Leistungsbilanzüberschüsse erzielen, welche seine Netto-Zinserträge aus dem Ausland übersteigen. Dies kann nur einzelnen Ländern gelingen, wie etwa Deutschland. Damit wird das Problem auf die Länder mit defizitärer Leistungsbilanz verschoben (die Summe aller Leistungsbilanzen im Euroraum ist annähernd null).

Fazit: Das positive Zins-Wachstums-Differenzial stellt die systemische Hauptursache der Staatsschuldendynamik dar. Die US-Politik berücksichtigt dies: Seit Anfang der 1990er-Jahre wird das Zinsniveau unter die Wachstumsrate „gedrückt“, dies ist der Hauptgrund für den Ankauf von Staatspapieren durch die Notenbank („quantitative easing“). Freilich: Zins kleiner Wachstumsrate stellt lediglich eine notwendige Bedingung für erfolgreiche Konsolidierung dar (unter Bill Clinton sank die Staatsverschuldung ohne Sparpakete markant), aber keine hinreichende, wie George Bush eindrucksvoll bewies.

Die EU-Politik begreift den systemischen Charakter des Problems der Staatsverschuldung nicht, sie ist weiter auf Sparen fixiert, der Stabilitäts- und Wachstumspakt wurde so zu einem Mechanismus der Selbstbeschädigung. Seine volle Wirkung entfaltet er, wenn gleichzeitig die Zinsen steigen und die Sparpolitik verschärft wird, wie seit 18 Monaten in Südeuropa und Irland. Die Lage wird untragbar: Die Wirtschaft schrumpft, die Zinsen steigen – und die Staatsschuld auch. Gegen die Zinseszins-Mechanik hilft kein Sparen. Doch dieMainstream-Ökonomen halten die „dynamische Budgetbeschränkung“ al-lein dem Staat vor. Würden sie auch den Unternehmenssektor berücksichtigen – die Trivialdia-gnose „Der Schuldner ist schuld“ wäre uns erspart geblieben samt Maastricht-Kriterien. Seit ihrem Beschluss 1992 ist die Staatsschuldenquote in der EU um 50 Prozent gestiegen, nicht zuletzt als Folge der Symptomkuren.

Diese einfältige Weltanschauung wird dem europäischen Einigungswerk weiter schweren Schaden zufügen. Zunächst könnte ein Schuldennachlass („Umstrukturierung“) für Griechenland als unvermeidlich akzeptiert werden. Damit vergrößert sich das Zins-Wachstums-Differenzial weiter, nach „hair cuts“ steigen ja die Zinsen immer. Überdies werden alle CDS-Geschäfte mit Bezug auf griechische Staatsanleihen schlagend, die Kettenreaktionen sind nicht abschätzbar (siehe Lehman-Pleite).

Folge: Die Spaltung in der EU vertieft sich, Länder wie Deutschland werden durch den Boom in Ostasien gestützt, Länder wie Portugal nicht. Unter dem Druck weiterer Zinssteigerungen könnte man Griechenland oder Portugal zu einem einvernehmlichen Ausstieg aus der Währungsunion nötigen, versüßt durch einen Extra-Schuldennachlass als Golden Handshake.

Ökonomische Geistesgrößen werden sichdafür einsetzen: Nur durch Abwertungen könnten diese Länder ihre schlimme Lage verbessern. Verlogene Anteilnahme verbindet sich mit umfassender Amnesie: Viele EU-Länder, etwa Italien, haben vor 1999 ihre Währungen immer wieder massiv abgewertet; außer mehr Inflation schaute nichts dabei heraus. – Grundproblem: Wenn die politischen Eliten einerseits den Euro retten wollen (und das wollen sie) und anderseits ein Konzept verwenden, das diesem Ziel widerspricht (Sparpolitik bei hohem Zins-Wachstums-Differenzial), dann vertiefen sie die Krise. Und ihre Lernfähigkeit ist blockiert: Ärzte, die selbst die Krankheit übertragen, werden dies als Letzte erkennen. Eine baldige Überwindung der Krise wäre nur möglich, wenn die Eliten die bisherige Entwicklung als strategisches Spiel analysierten. Dann würden sie erkennen: Obwohl die Krise von den USA ausging, werden ihre Auswirkungen so „gewendet“, dass sie den Euround die EU insgesamt massiv schwächen, den Dollar und die USA aber stärken:

>Die USA wollen die Position des Dollar als globale Leitwährung bewahren. Diese ist dreifach gefährdet: durch die Auslandsverschuldung der USA, durch die Forderung Chinas nach einem neuen Währungssystem und durch den Arabischen Frühling (er bedroht das Regime der Saudis und damit den Dollar als „Ölwährung“). Fazit: Die USA haben ein massives Interesse an einer Schwächung des Euro als Reservewährung.

>Die US-Ratingagenturen und die Finanzalchemiebanken wollen ihre Geschäfte ausweiten. Das Doppelpassspiel von Herabstufung von Euroländern und Spekulation mit CDS ist extrem lukrativ und erhöht die Zinsen im Euroraum.

>Die Zahl der Alchemiebanken, welche die Geschäfte mit CDS beherrschen, ist klein,nur 16 bilden den „Derivatives Dealers' Club“ (Goldman, Deutsche et cetera). Alle anderen CDS-Spekulanten müssen ihre Geschäfte über diesen „Club“ abwickeln.

>In Bezug auf die USA verzichtet man auf dieses Spiel: Obwohl die Staatsverschuldung viel höher ist als in der EU, die USA vor der Zahlungsunfähigkeit stehen, erhalten sie ein besseres Rating (nämlich das beste), CDS-Spekulation gegen die USA findet nicht statt.

>Jüngste Drohung der US-Ratingagenturen: Wenn die privaten Gläubiger an einer Fristverlängerung griechischer Staatspapiere beteiligt werden, könnte das als Zahlungsausfall bewertet werden und damit eine CDS-Kettenreaktion auslösen. Wenn die US-Notenbank selbst Staatspapiere kauft, gibt's ein Triple AAA.

> In der EU wird das positive Zins-Wachstums-Differenzial überhaupt nicht als Ursache der Staatsschuldendynamik wahrgenommen. Verschlechtert sich die Lage in einem Euroland durch eine globale Finanzkrise, Zinssteigerungen und Downgradings, so können die Akteure darauf vertrauen: Die EU verordnet Sparen und vertieft so die Krise.

> Wenn CDS-Kettenreaktionen – etwa alsFolge einer Umschuldung Griechenlands – drohen, verfügen die USA über einen Informationsvorsprung: CDS-Geschäfte werden nur von einer US-Institution dokumentiert, der „Depository Trust and Clearing Corporation“.

> Das Doppelpassspiel zwischen US-Ratingagenturen und Alchemiebanken spielt die Euroländer gegeneinander aus. Die dadurch Begünstigten, insbesondere Deutschland, spielen mit (!), sie wollen ihren Zinsvorteil nicht verlieren, „solidarische“ Eurobonds kommen nicht in Frage. Sie tanzen nach US-Pfeifen, wissen es aber nicht.

> Statt das Spiel zu analysieren, stärken Politiker und Medien in den „ordentlichen“ Ländern alte Ressentiments („Südländer“), neoliberale Grundwerte („Geiz ist geil“) und damit die „Zinsvorteilsgesinnung“. Neoliberaler Smog verschmilzt mit Nationalgefühl.

>Der Euro passte von Anbeginn nicht zum neoliberal-finanzkapitalistischen Zeitgeist, er war primär politisch, nicht ökonomisch motiviert. Er hat den Banken lukrative Geschäftsfelder weggenommen wie den Handel mit Hart- und Weichwährungen. Ein Scheitern des Euro würde dies wieder gutmachen. Deutsche Bank, PNP Paribas und Société Générale sind „Trojaner“ im Spiel gegen den Euro.

Fazit: Ein Scheitern des Euro fördert die Interessen der USA, der US-Ratingagenturen und der Alchemiebanken, es bedarf keiner „Verschwörungen“, die Herrschaften kennen ihre Interessen. Überdies hat das Wort von Karl Kraus auch für die Finanzwelt Relevanz, dass sie nämlich oft so funktioniert, wie sich das der kleine Maxi vorstellt.

Würden unsere StaatenlenkerInnen die bisherige Entwicklung (auch) als strategisches Spiel analysieren, dann wäre eine nachhaltige Bewältigung der Eurokrise möglich. Sie könnte in Grundzügen so aussehen: Der Euro-Rettungsfonds wird zum Europäischen Währungsfonds (EWF) ausgebaut. Dieser stellt den Euroländern Finanzmittel durch Ausgabe von Eurobonds zur Verfügung, garantiert von allen Mitgliedsländern. „Risikoprämien“ verlieren daher ihre Berechtigung. Die Zinshöhe wird nicht vom Markt bestimmt, sondern vom EWF, und zwar etwas unter der nominellen Wachstumsrate, also derzeit auf zwei bis drei Prozent. Der langfristige Zins wird also nach einem ähnlichen Verfahren festgelegt wie der EZB-Leitzins. Die Vergabe der Mittel an die einzelnen Mitgliedsländer wird klaren Richtlinien unterworfen.

Eine solche Strategie genügt den vier Anforderungen an eine Euro-Verteidigung:

>Sie muss den europäischen Zusammenhalt stärken, also das Ausspielen der Mitgliedsländer gegeneinander unterbinden.

>Sie darf einzelne Länder, insbesondere Deutschland, nicht schlechter stellen.

>Sie muss unternehmerisches Handeln (wieder) mehr honorieren als Finanzkunststücke.

>Sie muss (so) eine langfristige Überwindung der Schuldenkrise durch wirtschaftliche Expansion ermöglichen.

Die StaatenlenkerInnen „spüren“ mittlerweile, dass „die Märkte“ ihnen und dem europäischen Gemeinschaftsprojekt übel mitspielen. Dennoch: Im Wettlauf zwischen der Zinsepidemie im Euroraum und dem Lernen der Politik dürfte die Lerngeschwindigkeit der StaatenlenkerInnen nicht reichen.

Dann gibt es nur mehr einen „lender of last hope“: den Selbsterhaltungsdrang der Europäischen Zentralbank. Sie würde ja mit dem Euro verschwinden, gleichzeitig kann eine Zentralbank alles, nämlich Geld aus dem Nichts schaffen, und aus Notwehr ist alles erlaubt. – Hoffen wir also, dass die EZB aus Sorge um sich selbst und den Euro alle Normenübertretungen auf sich nimmt, die zur Rettung des Euro erforderlich sind. ■


Stephan Schulmeister ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2011)

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41 Kommentare
 
1 2
TheDalien
23.06.2011 09:44
0 0

Jeder einzelne Polit-Verbrecher

wird vor Gericht gestellt werden.
Die Urteile werden drakonisch sein!

Die gesamte politische Klasse hat sich kaufen lassen und UNS VERKAUFT!

Das wird ein böses Ende nehmen für die Politikerpest.

Gast: iokukawa
23.06.2011 06:07
0 0

wer so deppert ist daß er sich die zinsen für seine staatsanleihen von gierigen und skrupellosen spekulanten vorschreiben läßt

hat nichts anderes verdient als ausgenommen werden wie eine weihnachtsgans und dann noch ausgepresst werden wie eine zitrone.
bis auf den letzten tropfen.

es genügt nicht alle macht zu haben.
man muß sie auch ausüben und wissen wie.

Gast: Luzifer
22.06.2011 20:42
1 0

Wahrscheinlich haben die Griechen die seinerzeitigen

"Empfehlungen" Stephan Schulmeisters, die Banknotenpresse hemmungslos anzuwerfen, wirklich ernst genommen.

Aber Spaß beiseite: Innerlich hat sich Schulmeister von der Marktwirtschaft bereits entfernt. Es kommt ihm nicht in den Sinn, daß in einem freien Markt das Recht hat, Geschäfte zu den angebotenen Bedingungen abzuschließen - oder auch nicht. Er sollte vielleicht in Erwägung ziehen, daß die Käufer der Staatsanleihen nur zu hohen Zinsen bereit waren, das Risiko eines gänzlichen oder teilweisen Kapitalverlustes einzugehen ... Es hätte auch niemand die Griechen gehindert, der aus EU-Hilfen reichlich hereinströmende Kapital sinnvoll zu investieren, etwa so wie damals Österreich die eher knappen ERP-Mitteln. Statt dessen wurde das Geld gewissenlos verjuxt. Meiner Meinung nach ist jeder Manager eines Fonds oder einer Bank, der das ihm anvertraute Geld für eine Griechenland-Anleihe riskiert, ein Fall für den Staatsanwalt, etwa so wie seinerzeit ein gew. Herr Elsner ... Die einzige Entschuldigung wäre, die riskanten Kredite durch CDS einigermaßen abgesichert zu haben!

Antworten Deltka
20.12.2011 11:08
0 0

Re: Wahrscheinlich haben die Griechen die seinerzeitigen

Also ich möchte mal zusammenfassen. Wenn jemand fordert den Gütermarkt zu deregulieren und den Finanzmarkt zu regulieren, damit wieder realwirtschaftliche Geschäfte in den Vordergrund rücken, dann handelt er ihrer Meinung nach so als hätte er sich von der Marktwirtschaft verabschiedet. Ich möchte mal kurz auf den Begriff "Markt" eingehen. Auf dem Markt werden mal primär Produkte (also Waren und Dienstleistungen) gehandelt. Diese werden durch die Fokusierung auf Finanzprodukte immer mehr vernachläßigt. Folglich ist die Forderung nach Regulierungen bei Finanzmarkt um den Gütermarkt wieder zu stimulieren sehr im Sinne einer Marktwirtschaft.

Gast: Rex Lacrymarum
22.06.2011 19:08
1 1

CDS teriben Zinsen hoch = totaler Unsinn

Die austehenden Schulden Griechenland's machen ca. € 360 Milliarden aus. Die gesamte notional value von Griechischen bonds die mit CDS abgesichert sind mach 5,6 Milliarden aus, also nicht einmal 2% der Gesamtschuld, und die grössten Halter dieser CDS sind die Griechischen Banken selbst. Kein Stück davon ist wahrscheinlich 'naked', und selbst wenn es so wäre, könnten CDS spreads Zinsen nicht hochtreiben. Das genaue Gegenteil ist In Wahrheit der Fall. Eben WEIL man sich absichern kann mit CDS sind die Zinsen eigentlich niedriger als sie es sonst wären, weil alle Halter von Bonds die gehedged sind nicht unbedingt verkaufen müssen. Kurzum, in diesem Artikel redet jemand über CDS der über diesen Markt offenbar nichts weiss.Es ist die unverantwortliche Schuldenmacherei der Regierungen die die Katastrophe heraufbeschwört hat, sonst nichts.

Collector
20.06.2011 22:10
1 2

Raus aus dem EURO!

Minimaximus hat einen hervorragenden Kommentar geliefert. Die Schlußfolgerung daraus: Rückkehr zur eigenen Währung!
Staat und Währung dürfen nicht getrennt werden. Werden sie es, verliert der Staat seine Souveränität über die Kreditschöpfung und seine Wirtschaftspolitik. Er kann seiner Jugend keine Zukunft mehr bieten.
Die Währungsunion spaltet Europa, fördert die Inflation, führt zu hoher Arbeitslosigkeit (besonders uner Jugendlichen), gefährdet den Sozialstaat, ruft politische Unruhen hervor, bringt Instabilität.

Sicher, der EURO war eine Erfolgsgeschichte - für die Schweiz! Der sfr hat seit Einführung des EURO 30% an Wert gewonnen.

In Zukunft: Kein Cent für irgendwelche Hilfspakete, keine Garantien für Pleitestaaten.
Unser Geld für unsere Leut!

EU und Euro sind gescheitert!

Man lese Vaclav Klaus´Buch: Europa? (2010) oder wenigstens die Rezension: http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=242.


Antworten awpa
30.06.2011 14:11
1 0

Re: Raus aus dem EURO!

Nur ein Beispiel für den Unsinn den Sie hier verbreiten: Die Inflation war seit der Euro-Einführung konstant niedriger als je zuvor. Selbst in Deutschland.

Antworten Gast: Minimaximus
21.06.2011 09:35
1 0

Re: Raus aus dem EURO!

Kann dem nur bedingt zustimmen.

Was stimmt, ist, dass der Euro gerade den Ländern (man lese: Währungen) am meisten gebracht hat, die zum einen eine starke reale Volkswirtschaft vorweisen können und zum anderen von der freien Bewegung GEGEN den Euro insofern profitieren, als durch eine Aufwertung die Importe und dadurch der Inlandskonsum verbilligt wird.

Die Konsequenz daraus ist allerdings eher, dass die Eurostaaten selbst noch viel mehr ihrer nationalstaatlichen Autonomie an "Brüssel" abtreten müssen. Konkret: fiskalpolitische Kompetenzen. Wenn alle Eurozonenmitgliedsstaaten autonome Fiskalpolitik betreiben - und sich dadurch TROTZ gemeinsamer Währung im fiskalpolitischen Wettbewerb befinden - profitiert im Endeffekt nur der lachende Dritte/Drittstaat.

Auch wenn ich beleibe kein Keynsianer bin: aber der gute Mann würde sich im Grabe umdrehen, wüsste er davon, dass in Europa eine Einheitswährung mit vergemeinschafteter Geldpolitik aber überwiegend nationalstaatlicher Fiskalpolitik existieren. Dass sowas nicht funktionieren kann ergibt sich eigentlich schon aus den Einführungskapiteln jedes 0815 Volkswirtschaftslehrbuchs.

Gast: Geheimrat
20.06.2011 15:06
0 0

Zum Thema

Financal Times Deutschland:

Warten auf den großen Knall!
Fast schon gelassen blickt die Wall Street auf das Desaster in Griechenland. Es sei doch nur noch eine Frage der Zeit, dass der Staat an der Euro-Randzone zahlungsunfähig wird, heißt es auf dem Parkett. von Jens Korte

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/:wall-streeter-warten-auf-den-grossen-knall/60066175.html

Gast: Minimaximus
20.06.2011 14:27
2 1

Bedenkliche Polemik

Sehr tragisch, dass die Presse jetzt auch noch diesem populistischen Schwadronierer eine Plattform bietet...reicht der standard dafür nicht?

Die "Rhetorik" reicht von Finanzalchemisten, neoliberalen mainstream-Ökonomen und natürlich den wahren, sozialistischen "Geistesgrößen" der Wirtschaftswissenschaften.
funktionieren.

Aber hauptsache Eurobonds als Rettung für alles präsentieren....im Notfall haben wir halt Hyperinflation, wenns niemand bedienen kann. Dann verlieren halt alle Sparer ihr Geld - selber schuld, wenn man in diesen Zeiten überhaupt noch Geld anspart, wenn die Zeichen doch auf allseitig akzeptiertes Leben auf Pump stehen.

Antworten enzo
21.06.2011 23:22
0 0

Re: Bedenkliche Polemik

Das sehen aber andere ähnlich:
http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=1735

Gast: maximinus
20.06.2011 01:14
0 1

Alle behandeln Symptome, keiner sieht die Ursachen

Ein souveräner Staat mit eigener Währung kann auch niemals bankrott gehen (auch wenn das viele behaupten, wie auch Herr Schulmeister in seinem Artikel). Da die Rating Agenturen das wissen, haben z.B. die USA trotz hoher Verschuldung eine gute Bewertung. Ganz anders läuft die Sache in der EWU. Diese Staaten haben leichtfertig auf ihre Souveränität in ihrer Währung verzichtet und verwenden jetzt eine "fremde" Währung den Euro. Das Monopol auf den Euro hat aber die EZB und der hat man Statuten verpasst, die es ihr untersagen den EWU Staaten das Geld zur Verfügung zu stellen das sie für die Wahrnehmung ihrer sozioökonomischen Aufgaben brauchen. Vielmehr werden sie gezwungen sich über Geschäftsbanken zu finanzieren. Und da die wissen dass sie keine Konkurrenz von der EZB zu befürchten haben, verlangen sie exorbitante Zinsen. Und Schulmeister hat natürlich recht dass die Einzige die das System noch retten kann die EZB ist. Musste man früher noch Geld drucken um es in Umlauf zu bringen, genügt im Zeitalter des bargeldlosen Geldverkehrs nur mehr ein paar Eingaben auf einer Tastatur und die "Schuldenkrise" kann über Nacht gelöst sein. Warum das so ist, kann hier nachgelesen werden http://blog.tullnerbach.net/#post5.

Gast: maximinus
20.06.2011 01:13
0 1

Alle behandeln Symptome, keiner sieht die Ursachen

Ein souveräner Staat mit seiner eigenen Währung braucht keine Finanzmärkte um sich Geld zu "leihen". Er hat das Monopol auf seine Währung und er ist der Einzige der dieses Geld schaffen und ausgeben kann. Erst nachdem der Staat Geld ausgegeben hat (im wahrsten Sinn des Wortes) können Konsumenten und Unternehmen es verwenden um damit Handel zu betreiben und Steuern zu bezahlen. Somit sind die Guthaben der Privaten immer die Schulden des Staates. Gäbe es keine Staatsschulden, hätten wir kein Geld; so einfach ist das. Deshalb werden die Schulden auch nie zurückgezahlt, nicht von den USA, nicht von Japan und nicht von Österreich (http://www.statistik.at/web_de/statistiken/oeffentliche_finanzen_und_steuern/maastricht-indikatoren/oeffentlicher_schuldenstand/019895.html), geschweige den von Griechenland, Irland oder Portugal.

Gast: matt_us
20.06.2011 00:12
0 4

CDS endlich mal verbieten!

Na, das Problem schoen analysiert - zum Glueck gibt es noch Oekonomen die was von den Finanzmaerkten vestehen.

Oder wollten die Oekonomen es uns nicht sagen, dass es hier nur um CDS geht? Denn sowohl bei einer Verschlechterung der Krise, als auch bei einer Umschuldung, machen CDS Spekulanten Riesengewinne. Nur darum geht es hier.

Man sollte mal bei eurogate101.com vorbeischauen, um mal naeheres zu erfahren.

Was hier vorgeschlagen wird, Geld zur Not selber drucken (Irland macht es schon) ist ganz meine Meinung. Dann gucken die CDS Spekulanten dumm aus der Waesche - dann ist die Krise auch bald vorbei.

Collector
19.06.2011 23:09
0 3

Nur ein paar Fragen

Zu der glänzenden Analyse ein paar Fragen:

1.Welcher Nationalökonom von einigem Rang behauptet, dass der Staat Primärüberschüsse erzielen müsse (bitte Namen) und wie begründet er das? Vielleicht ein paar Paläoliberale oder Libertäre wie Mises oder Hayek die man schon vor einem halben Jahrhundert nicht mehr ernst nahm.

2.Welcher Unternehmenssektor „drehte“ seine Primärbilanz in Finanzanlagen? In welchem Ausmaß? Sind die nicht schon pleite?

3.Wieso hängt die Primärbilanz des öffentlichen Sektors von Leistungsbilanzen ab. Kann nicht der Staat budgetäre Überschüsse zur Tilgung von Staatsschulden verwenden?

4.Haben nicht Währungsunion und Währungspolitik völlig versagt, indem sie die unverantwortliche Aufblähung der Schulden in den PIIG-Staaten erst ermöglichten?
Haben nicht rund 700 Nationalökonomen vor der Einführung des EURO gewarnt und die Währungsunion als einen „grotesken Irrtum“ bezeichnet? Darunter waren so Kapazitäten wie Milton Friedman oder Feldstein.

5.Wieso ist die unverantwortliche Schuldenmacherei von EURO-Staaten den USA zuzuschreiben?

6.Ziehen nicht die Ratingagenturen nur die sich aufdrängenden Schlüsse aus der verantwortungslosen Schuldenmacherei?

7.Laufen Ihre Vorschläge nicht auf einen zentralen europäischen Bundesstaat, gewissermaßen eine EUdSSR, hinaus, mit Mefa-Wechseln à la Reichsbank/Schacht?

Für Belehrung wäre ich Ihnen äußerst dankbar!


Gast: Jörg Buschbeck
19.06.2011 17:51
2 5

so einen Schulmeister bräuchte jetzt die Politik - so viel Sachverstand ist leider selten

danke und weiter so Herr Schulmeister - ohne das Begreifen, dass wir es eigentlich mit einer GUTHABENKRISE der privaten Wirtschaftssubjekte zu tun haben, ist die Schuldenkrise der Staaten unlösbar.

Guthaben sind Nachfrageschulden - werden Sie nicht getilgt, werden Sie eben abgeschrieben. Guthaben und Schulden sind die gleiche Sache - nur hat man bei den Guthaben vergessen Tilgungsfristen festzulegen.


Gast: Ein Verzweifelter
19.06.2011 14:45
2 1

Munter werden "liebe" EU-Politiker!

Ich bin verwundert das es so lange dauerte bis endlich jemand der sogenannten "Fachleute" munter wird und erkennt das die geamte EU-Bevölkerung von den USA bzw. deren Bankenlandschaft "veräppelt" wird. Amerikanische Tating-Agenturen die Europäische Unternehmungen und Staaten bewerten, wessen Interessen werden die wohl vertreten? Make an educated guess...

Leider wird uns diese "Wissen", ob der unfähigen und machtlosen EU Institutionen / Politiker, nicht mal ein bisschen weiterhelfen.

Es ist daher höchste Zeit für einen "Change" der Strukturen und in der Vorgehensweise der EU Verantwortlichen (andererseits was kann / darf schon erwartet werden von abgehalfterten Poilitfunktionären die - mangels fehlender Qualifiaktion und somit schlechter Jobaussichten in ihren Herkunftsländern - ihre "Versorgungsjobs" bei irgendeiner EU Institution antreten?).

Da seitens der (österreichischen) Politiker keine Hilfe zu erwarten ist, bleibt bloss zu hoffen das "Social Media", wie Facebook, Twitter, etc. eine baldige Wende, weg von der herrschenden - und nicht mehr erträglichen Lethargie - herbeiführen.

Die Eregnisse in Afrika seien als Beispiel angeführt, und wollen wir hoffen das diese Ereignisse (es ist nur mehr eine Frage der Zeit bis es soweit ist) bei uns etwas gewaltfreier von statten geht ...

Und dann ist es vorbei mit dem den Österreichern von Kindheit an eingeprägten Sager "wir können eh' nichts ändern". Denn genau in diesem Denkverhalten liegt die Wurzel des Übels begraben.

Antworten periskop
19.06.2011 16:27
5 0

Re: Munter werden

Wessen Interessen die Rating-Agenturen vertreten? Die eigenen natürlich! Dabei ist das Wichtigste, Geld zu verdienen und das kommt nur von denen, die bewertet werden. Deshalb müssen sie zwar im wesentlichen richtige Beurteilungen liefern, sonst zahlt niemand dafür, aber eine Neigung die Auftraggeber nicht zu verärgern, gibt es immer. Darum sind Ratings immer nur ein wichtiges Indiz, aber nichts, worauf man gedankenlos vertrauen sollte!
Eine europäiche Ratingagentur wäre noch viel schlechter, denn die stünde unter der Fuchtel der EU-Kommission und hätte einfach nur deren Unsinnigkeiten zu verkünden!
Von Facebook, Twitter usw. ist keine Besserung zu erwarten, denn das ist nur die potenzierte Unvernunft. Die können zwar in den arabischen Staaten einen Aufruhr verursachen aber keine Ziele vorgeben. Dass die Leute dort für Demokratie demonstrieren, ist pures Wunschdenken der Europäer!

Antworten Antworten Gerald
19.06.2011 20:21
3 0

Re: Re: Munter werden

Vollkommen richtig. Wer sich nur auf Ratingagenturen verlässt, der ist verlassen. Denn die Ratingagenturen haben meist das Rating erst gesenkt, als es die Spatzen eh schon von den Dächern pfiffen. Griechenland erhielt z.B. erst diese Woche sein CCC-Rating, das Griechenland de facto pleite ist, weiß man aber schon seit Mai letzten Jahres. Dem Verkünder der schlechten Botschaft die Schuld an der Botschaft zu geben und nicht dem Verursacher ist wahrlich originell.

Gast: Gockeline
19.06.2011 14:23
0 0

Die Eurokrise zeigt uns die unfähige EU an.

Die EU ist das Problem.Sie kauft wertlose Staatsanleihen und macht sich zur Badbank.Die EU ist nicht in der Lage eigene Ratingagenturen zu schaffen,weil sie dachte das braucht es nicht.Das zeigt, die EU hat nicht verstanden, was Ratings machen.Sie sind das Stuerruder des Kapitals und der Märkte..Die EU hätte niemals alle selben Fehler wie Amerikaner machen dürfen.Nicht auf Niedrigzinssatz gehen.Nicht Kredite verteilen.In die Schuldenländer hätten Leute(IWF+EU) gehen müßen,um diesen Ländern zu helfen (lehren), wie man ein Land wirtschaftlich und politisch führt.Die EU ist ein überteuertes Beamtengebilde, das zu viel kostet.Keine Führungsqualität hat.So stürzt die EU ganz Europa in den Krisensumpf.

periskop
19.06.2011 10:09
4 1

Die krampfhafte Fortsetzung der Schuldenpolitik muss am Ende zur Katastrophe führen!

Stephan Schulmeister (der nicht mit seinem Bruder Paul verwechselt werden darf) will hier den Pleitestaaten noch mehr Kredite - und das zu einem Zinssatz, der unter der Inflationsrate liegt - zuschanzen! Das ist keine Lösung, sondern führt nur noch zu immer mehr Schulden, die niemals getilgt werden können!
Die Pleitestaaten würden nicht einmal diese Mini-Zinsen zahlen und das geliehene Geld wäre sowieso verloren!
Auch kann die EZB nicht beliebig viel "Geld aus dem Nichts schaffen". Das verliehene Geld müssten die noch kreditwürdigen EU-Staaten, wie z. B. Österreich, am Kapitalmarkt zu viel höheren Zinsen beschaffen müssen, was sie selbst in den Staatsbankrott treiben würde!
Stephan Schulmeisters Rezept wäre nur etwas für Lemminge, die sich ja freiwillig gemeinsam in den tödlichen Abgrund stürzen!

Antworten WM
19.06.2011 20:28
0 1

Re: Die krampfhafte Fortsetzung der Schuldenpolitik muss am Ende zur Katastrophe führen!

Wenn Sie den Schuldner ruinieren, dann haben Sie zwar ein schönes Gefühl der Rache, aber Sie werden Ihr Geld nicht wiedersehen. Griechenland kann nur dann seine Schulden zurückzahlen, wenn die Wirtschaft floriert, diese Sparpakete haben aber den gegenteiligen Effekt

Antworten Antworten Gerald
20.06.2011 10:00
3 0

Re: Re: Die krampfhafte Fortsetzung der Schuldenpolitik muss am Ende zur Katastrophe führen!

Das stimmt natürlich. Nur gibt es eben den Punkt an dem der Schuldner ohnehin seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann (Zahlungsunfähigkeit), egal wie sehr man sich das wünschen mag.
An diesem Punkt ist Griechenland angelangt und das Letzte was man da tun sollte, ist weiteres gutes Geld dem schlechten hinterher werfen. Denn wenn der Schuldner schon die ursprünglichen Schulden nicht mehr bedienen konnte, dann wird er die neuen erst recht nicht mehr bedienen können.

Antworten Antworten Antworten WM
20.06.2011 13:28
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Re: Re: Re: Die krampfhafte Fortsetzung der Schuldenpolitik muss am Ende zur Katastrophe führen!

Selbst wenn Griechenland seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann, muss geholfen werden, es wieder ökonomisch fit zu machen, schon aus Gründen der Selbsterhaltung, denn das würde zuerst auf dem Balkan und dann in ganz Europa Schwierigkeiten bringen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gerald
20.06.2011 19:37
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Re: Re: Re: Re: Die krampfhafte Fortsetzung der Schuldenpolitik muss am Ende zur Katastrophe führen!

Der einzige Weg Griechenland "ökonomisch fit" zu machen, ist ein teilweiser Schuldenerlass (Haircut), Wiedereinführung der Drachme und kräftige Abwertung um die Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen. Zusätzlich werden auch noch ein paar andere Reformen notwendig sein.

Definitiv kein Weg ein bankrottes Land ökonomisch fit zu machen, ist hingegen es als Dauersubventionsempfänger durchzufüttern.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten WM
21.06.2011 10:43
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Re: Re: Re: Re: Re: Die krampfhafte Fortsetzung der Schuldenpolitik muss am Ende zur Katastrophe führen!

Was Griechenland braucht ist eine Strukturreform - das Land besitzt nicht einmal ein Grundkataster - wenn dies eingeführt wird, dann können beträchtliche Steuermittel eingehoben werden. Desgleichen die strukturellen Steuerhinterziehungen. Es wäre doch interessant, einmal das (geschätzte) Vermögen der reichen Griechen und deren Steuerleistung zu veröffentlichen!

 
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