Werte wie damals

Jeffrey Eugenides' Roman „Die Liebeshandlung“ kommt wie eine Literaturvorlesung daher und offenbart das Leben und Leiden einer Studentin aus der amerikanischen Mittelschicht. Ein Buch über Bücher. Nicht des Professors beste Leistung.

Nein, „Die Liebeshandlung“, „der lang erwartete neue Roman von Jeffrey Eugenides“, um den Verlag zu zitieren, handelt nicht – und erst recht nicht von der Liebe. Das Buch spricht. Von Büchern. Über Bücher. Es zitiert aus Büchern ungewöhnlich lange Passagen und referiert darüber, was diese zu bedeuten haben. Mit diesem Buch betritt der Leser einen Seminarraum, und wenn er unglücklicherweise selbst Literaturwissenschaft, Philosophie oder ähnlich exotische Wissenschaften studiert hat, und das möglicherweise auch noch Anfang der 1980er-Jahre, dann schallt ihm ein Echo entgegen, das er in- und auswendig kennt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.10.2011)

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