Die Schule der Dilettanten

Die „Wissensgesellschaft“ ist zur Spielwiese der Pfuscher geworden: wie unsere Bildungspolitik es versteht, den Dilettantismus in Lehr- und Studienplänen zu verankern.

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(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Solange sich die Bildung der besonderen Wertschätzung einer Gesellschaft erfreut, genießt sie auch den Respekt derer, die über dieses Kulturgut weniger verfügen. Die Prachtbauten, die das aufstrebende Bürgertum der Bildung errichtete, die stolzen Bibliothekspaläste, die herrschaftlichen Universitätsgebäude, die Museen und Galerien, sie weckten auch das Bildungsinteresse der Arbeiterschaft. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts expandierten die im Vormärz entstandenen Arbeiterbildungsvereine;in den 1920er-Jahren erlebte das Volkshochschulwesen einen rasanten Aufschwung. Einem totalitären, dem nationalsozialistischenSystem sollte es vorbehalten bleiben, diese Bildungsbewegung zu zerschlagen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.01.2012)