Ein Offizier namens Nadeschda

Wer hat je behauptet, dass bei Kriegen und Kämpfen nur Männer unter den Rüstungen und Schutzanzügen stecken? Tatsächlich gibt es zuweilen Überraschungen, lüpft man so manchen Helm.

Im Jahr 2012 jährt sich zum 200. Mal der Russlandfeldzug Napoleons. Am 7. September fand an der Straße von Smolensk nach Moskau, bei Borodino, eine große Schlacht zwischen russischen und französischen Truppen statt, literarisch später von Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi in seinem Roman „Krieg und Frieden“ verewigt. Eine Viertelmillion Soldaten kämpfte gegeneinander, fast 100.000 von ihnen sollten diesen Tag nicht überleben. Der berühmte Schlachtenmaler Albrecht Adam (1786–1862) schrieb später, das Feld wäre mit Leichen bedeckt gewesen – an manchen Stellen türmten sie sich so hoch, dass man nicht darübersehen konnte. Napoleon blieb bei Borodino zwar siegreich, doch gestaltete sich sein Einzug in Moskau wenige Tage später bekanntlich zum Pyrrhussieg – der Feldzug der „Grande Armée“ in Russland wurde zum vernichtenden Debakel und leitete das Ende der Herrschaft des großen Korsen ein.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.01.2012)

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