Leb wohl!

Winnetous Mord und Winnetous Tod. Im Karl-May-Jahr: paraphrasiert nach der Reiseerzählung „Winnetou III“.

Durch das Fernrohr sah OldShatterhand, dass die Gesichter der Indianer rot und blau bemalt waren, die Lanzenspitzen blank geschliffen, in ihren Köchern vergiftete Pfeile steckten. Es waren Comanchen vom Stamme der Racurroh, die sich auf Kriegspfad gegen die Apachen befanden und die immer näher kamen. Old Shatterhand und Sam Hawkins hielten ihren Pferden die Nüstern zu, denn die Pferde beginnen laut zu schnauben, sobald Indianer in die Nähe kommen. Old Shatterhand sprangvon seiner Hatatitla und band sie an einen Strauch. In dem Moment, als er tief in den Busch eindringen wollte, stand mit erhobenem Tomahawk ein Indianerhäuptling mit schulterlangem, schwarzem Haar vor ihm. „Winnetou?!“, schrie Old Shatterhand, „will der große Häuptling der Apachen seinen Bruder töten?“ Winnetou, der schon zum tödlichen Schlag ausgeholt hatte, ließ erleichtert seinen Arm sinken, steckte den Tomahawk in seinen Gürtel, rief „Schar-lih!“ und umarmte Old Shatterhand.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.03.2012)

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