Lange Schatten auf roter Erde

Das Hochplateau von Wollo liegt bronzefarben da. Ankunft in Lalibela. Nichts deutet in dieser von Wellblech- und Rundhütten übersäten Siedlung im Nordosten Äthiopiens auf das achte Weltwunder hin, nichts auf Spuren des „Neuen Jerusalems“. Eine Visite.

Die Staubfontäne senkt sich. Der schrottreife Bus verschwindet hinter einem mit wilden Olivenbäumen und Agaven bewachsenen Hügel. Das von 3000 Meter hohen Bergen umsäumte Hochplateau von Wollo liegt bronzefarben da: Ankunft in Lalibela. Weltvergessen und abgeschirmt – ein idealer Zufluchtsort. Nichts deutet in dieser von Wellblech- und Rundhütten übersäten Siedlung im Nordosten Äthiopiens auf das achte Weltwunder hin, nichts auf Spuren des vor etwa 760 Jahren erbauten „Neuen Jerusalems“.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.05.2012)

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