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Schluss mit der Lüge!

25.05.2012 | 18:39 |  Von Peter Paul Kaspar (Die Presse)

Biblisch nicht zu begründen, im Kirchenvolk missachtet, zuletzt dramatisiert durch zahlreiche Vorfälle klerikaler Pädophilie: Der Zwangszölibat für Priester isteine katholische Katastrophe. Welche Selbstschädigungsneurose treibt die Kirche in eine derartige Megakrise?

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Seit den Tagen des Zweiten Vatikanischen Konzils ist der Priesterzölibat der römisch-katholischen Kirche nicht mehr aus der Diskussion gekommen. Schon damals umstritten und als Entscheidung dem Papst vorbehalten, seither unter den Betroffenen und im Kirchenvolk häufig kritisiert, zunehmend öffentlich missachtet durch Pfarrer in Lebensgemeinschaften und solidarischen Gemeinden, zugespitzt durch den beinahe versiegenden Priesternachwuchs, zuletzt international dramatisiert durch zahlreiche Vorfälle klerikaler Pädophilie: Insgesamt signalisiert der Zölibat eine katholische Kirchenkatastrophe. Während sämtliche Untersuchungen belegen, dass immer mehr Gläubige den Geistlichen Ehe und Familie zugestehen, ja auch Frauen und Mütter im Pfarrerberuf akzeptieren würden, stellt sich die Hierarchie in dieser brennenden Frage tot. Biblisch ist der Pflichtzölibat nicht zu begründen, in den Anfängen und über mehrere Jahrhunderte waren sogar die Päpste verheiratet. Welche Selbstschädigungsneurose, möchte man fragen, treibt die katholische Kirche in eine derartige Megakrise?

Zuerst die notorisch vorgebrachte Falschmeldung, die Evangelischen hätten ohneZölibat einen ähnlichen Pfarrermangel: Das Gegenteil ist der Fall. Die Protestanten in Deutschland haben ein Überangebot an Seelsorgern – männlich und weiblich. Jobsharing ist keine Seltenheit mehr, arbeitslose Pfarramtsanwärter weichen in verwandte Berufe aus. Die kleine evangelische Kirche in Österreich holt sich einen Teil des Personals aus den Nachbarländern. Die altkatholische Kirche rekrutiert ihr Personal zu guten Teilen aus verheirateten, vormals katholischen Geistlichen – so auch die beiden österreichischen Bischöfe der jüngeren Zeit. Ganz anders die katholische Bilanz: Nach der Zölibatsenzyklika von 1967 – zwei Jahre nach Konzilsende – hat ein Fünftel der Priester das Amt verlassen, um zu heiraten, weltweit etwa 100.000 (in Worten: hunderttausend), allein in Österreich fast 1000. Seither stagniert bei uns der Nachwuchs auf niedrigstem Niveau. Unter den verbleibenden Geistlichen wirddas Zölibatsgesetz in steigender Quote übertreten – inzwischen keineswegs mehr heimlich. Die Gläubigen zeigen in vielen Fällen Verständnis und Solidarität.

Die Diskussion bringt nichts Neues, die Argumente sind gesagt und publiziert. Was den Priesternachwuchs betrifft, besteht vor allem in Europa und Nordamerika extremer Notstand. Hier ist es ja auch kein sozialer Aufstieg mehr, Priester zu werden. Es entstehen Monsterpfarren im städtischen Bereich, auf dem Land ist der Mehrfachpfarrer die Regel. Seelsorge gelingt den überlasteten Seelsorgern nur mehr selten – eine neue Umfrage spricht von 15 Prozent der Arbeitszeit. Der Adventspruch des Pfarrers „Ich hetze von Stille zu Stille“ lautet wohl im realen Alltag: Er hetzt von Termin zu Termin.

Die Argumentation ist erschöpft, dieüberwältigende Mehrheit des Kirchenvolks wünscht dringend Änderung. Der Pflichtzölibat der Weltpriester, den es ja in den katholischen Ostkirchen gar nicht gibt, hat weitgehend seine Glaubwürdigkeit verloren. (Das ehelose Leben in Ordensgemeinschaften hat andere Gründe, ist eigentlich kein Zölibat, sondern als Gelübde in der „Ordensfamilie“ begründet und daher von dieser Argumentation nicht direkt betroffen.) Die Erkenntnis mag überraschend sein: Der Weltpriesterzölibat in der römisch-katholischen Kirche als innerlich verpflichtende Ehelosigkeit und sexuelle Enthaltsamkeit ist seit Jahrzehnten am Erlöschen. Er besteht noch im geltenden Kirchenrecht, jedoch immer weniger im Gewissen der Betroffenen. Er teilt dieses Schicksal mit etlichen anderen verblassenden Kirchenregeln: der vorehelichen Enthaltsamkeit, der Unmöglichkeit der Ehescheidung, der verpönten Homosexualität, den Regeln der Empfängnisverhütung, der Sonntagspflicht, dem hierarchischen Gehorsam...

Kein Bischof würde es wagen, alle Priester, die den Zölibat nicht mehr einhalten, zu kündigen. Das hat auch theologische Gründe. Wenn nämlich das gebildete und geprüfte Gewissen ein Gebot als unrecht und unbegründet erkannt hat, verpflichtet es nicht mehr. In der Lebenswirklichkeit vieler katholischer Geistlicher hat das Zölibatsgesetz seine Gültigkeit verloren. Eine rigorose und nicht biblisch begründete Sondermoral für Priester wird negiert. Immer mehr Priester wissen, dass Freiheit nicht gewährt werden muss – man nimmt sie sich. Sie fühlen sich nicht mehr sündig, wenn sie mit einer Partnerin – ja, auch mit einem Partner – in einer Liebesbeziehung oder einer Lebensgemeinschaft verbunden sind. Und sie sehen es als Gewissenspflicht, mit dem Menschen, den sie lieben, verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll umzugehen. Um es auf eine Maxime zuzuspitzen: Ein Christ soll sein Lebensglück nicht mit dem Unglück anderer Menschen erkaufen – vor allem nicht mit dem Wohlbefinden und dem inneren Frieden derer, die man liebt.

Hier setzt ein Exkurs über Priesterfrauen und Priesterkinder an: Die Gemeinden sind vielfach damit einverstanden, wenn ihre Geistlichen in einer Beziehung leben. Siewollen lieber einen ausgeglichenen undfröhlichen Seelsorger als einen von Einsamkeit und Depression gezeichneten. Deshalb können sie auch akzeptieren, wenn sich Nachwuchs einstellt. Die Bedingungen solchhalb öffentlichen „Familienlebens“ sind nicht problemlos. Bischöfe mischen sichkaum mehr ein – außer sie werden dazu gedrängt. Aber auch dann nicht konsequent oder gar strafend. Die schrumpfende und überalterte Priesterschaft pflegt eine verschämte Toleranz – samt all den Unehrlichkeiten solcher Arrangements. Dazu das unausrottbare Gerücht, die Diözese würde für Priesterkinder Alimente zahlen. (Das stimmtin gewisser Analogie nur bei Ordenspriestern, die ja durch das Armutsgelübde über kein Eigentum verfügen.)

So fügt sich auch die konkrete Realität des Priesterzölibats in die bereits erwähnte Reihe verblassender Kirchenregeln. Die gesammelten „Lebenslügen der Kirche“, allesamt abgefedert durch freundliche Toleranz der Gläubigen angesichts der allgemeinen Priesternot, fördern nicht gerade die Glaubwürdigkeit einer Kirche, deren Grundkapital der Glaube und das Engagement ihrer Mitglieder sind. Diese bröckelnde Glaub-würdigkeit wird bei der nachwachsenden Generation – vielleicht auch nur intuitiv – erkannt: Sie bleibt weg. Man fragt sich manchmal, welche Verantwortung jene auf sich laden, die den derzeitigen Zustand des katholischen Klerus durch die verweigerte Reform verursachen. Denn sämtliche Umfragen unter den – noch immer zahlreichen – Theologie Studierenden zeigen hohe Bereitschaft, das Priesteramt anzustreben: allerdings ohne Zölibat, und natürlich auch unter Frauen.

Doch das steht nicht auf der römischen Agenda. Wie gelähmt blicken die Bischöfe auf den Papst und sein unbeirrtes Festhalten am Zölibat – und verteidigen es oft auch gegen besseres Wissen. Wer mit Bischöfen privat ins Gespräch kommt, weiß davon. Den Bischöfen ist – von wenigen Ausnahmen abgesehen – der Vorwurf zu machen, dass sie einseitig den Papst beim Kirchenvolk vertreten, jedoch nicht umgekehrt: Hier gilt die Feigheit vor dem Freund. Der geradezu sakrale Nimbus des Papstamtes verbietet jeden Widerspruch. Würden alle Bischöfe sich freimütig und öffentlich zu einer Reform des Priesterzölibats bekennen, diedas privat und in einem kleinen Kreis für spätere Zeiten in Aussicht stellen, würde sich die mutlose Kirchenszene gewaltig ändern. Dem Kirchenvolks-Begehren von1995 könnte ein Bischofs-Begehren folgen, der Pfarrer-Initiative eine Bischofs-Initiative. Doch Zivilcourage ist keine katholische Tugend. „Mut zeiget auch der Mameluck, Gehorsam ist des Christen Schmuck.“ (Schillers Wort als bischöfliche Maxime.)

Kardinal Schönborns beharrliches Insistieren auf dem Gehorsam mag ein versöhnliches Ende gefunden haben, seit er selbst einen hoch engagierten jungen Mann, mit höchster Stimmenzahl gewählt – trotz eingetragener gleichgeschlechtlicher Partnerschaft –, zum Pfarrgemeinderat zugelassen hat. Manche haben darin ein Zeichen des Aufbruchs aus der tristen Kirchenszene gesehen. Doch die ist gegenwärtig durchwegs depressiv, hoffnungsarm und ohne Perspektive. Dasstärkste Symptom: Den Kirchenleuten ist das Lachen vergangen. Humor war vorgestern. Die Anekdoten des fröhlichen Konzilspapstes sind Kirchengeschichte. Der Spruch von der „ecclesia semper reformanda“ verstaubt im Depot verflossener Kirchenrhetorik.

Die Kluft zwischen der Mehrheit der Gläubigen, der Priester und der vorherrschenden Lehre an theologischen Fakultäten einerseits und der römischen Kurie andrerseits wird immer größer. In dieser „horizontalen Kirchenspaltung“ werden die Dissonanzen vertuscht, indem man den wachsenden Ungehorsam weithin toleriert. Kein Schisma im kirchenrechtlichen Sinn, jedoch eine zunehmende Kluft zwischen den römischen Hierarchen und der Weltkirche – wenn man mit Kirche die Gläubigen meint. Und eine weitere Kluft zwischen dem, was gelehrt, und dem, was gelebt wird. Eine kollektive Gewissenserforschung ist angebracht, wieweit eine Kirche noch Glaubwürdigkeit beanspruchen kann, die sich von ihren eigenen Maximen stillschweigend verabschiedet.

Einer Lebens- und Liebesbeziehung für katholische Priester steht theologisch nichts im Weg. Das Menschenrecht der freien Eheschließung kann dem Klerus nicht mehr verweigert werden. Beobachter wundern sich gelegentlich, warum eine so alte und große, seit zwei Jahrtausenden erfolgreiche und durch vielerlei Metamorphosen gewandelte und international bestens vernetzte Glaubensgemeinschaft sich an einem unwesentlichenDetail derart festbeißen und in ihrer Glaubwürdigkeit beschädigen kann. ■

Geboren 1942 in Wien. 1966 Priesterweihe.Kirchenrektor der Ursulinenkirche in Linz. Organist und Cembalist. Akademiker- und Künstlerseelsorger der Diözese Linz. Mitglied des Vorstands der Pfarrer-Initiative. Mitautor des „Aufrufs zum Ungehorsam“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.05.2012)

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13 Kommentare
Gast: Günter Arzl
29.05.2012 13:33
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Lüge-Hetze-Wahrheit?

Grüß Gott!

Welcher selbstschädigende Zwang treibt katholische Priester und Gläubige dazu, die über zwei Jahrtausende erfolgreiche Kirche der Lügen und Krisen zu bezichtigen, etwa um den Balken ihrer Verkehrtheit mit dem Splitter im Auge der Getreuen zu rechtfertigen?

Führwahr, es gibt Menschen die wissen nicht was sie tun, aber auch solche, welche sehr wohl wissen was sie tun und wollen, von ihrem Hochmut geblendet, gebären und nähren sie Initiativen welche schlechte Früchte tragen.

Es ist ihnen eigen viel zu reden, doch sie sagen ihren Mitmenschen nur wenig. Das Wenige was sie sagen ist meist unnütz oder für das Seelenheil gläubiger Katholiken gar schädlich.

Wahrheit, was ist Wahrheit?

In Selbstherrlichkeit wendet der feige Richter diese Frage an Jesu Gottheit, die Antwort nimmt er dem Vorgeführten hinweg, ein Schauprozess, an dem wir auch heute innerhalb der katholischen Kirche noch immer teilnhemen müssen.

Manche bleiben auf der Suche nach dieser einen Wahrheit immerzu glaubensverwässernde Suchende, sie finden in ihrem Lebenskram scheinbar alles, nur nicht den Weg, die Wahrheit und das Leben, welches ist der Herr.

Vermeintlich geistliche "Würdenträger", Gelehrte und Betagte rufen bezeichnenderweise unter dem Deckmantel der Seelsorge zum Ungehorsam gegen die heilige hatholische Kirche, den Papst, sein universelles Lehramt und seiner Getreuen auf.

"Non serviam" ich will nicht dienen oder "Ecce ancilla Domini" ich bin Magd/Diener des Herrn.


Antworten Gast: HLR
31.05.2012 13:07
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Re: Lüge-Hetze-Wahrheit?

Bei aller Wertschätzung für die zahlreichen Kleriker, die guten Willens sind, ihr Amt für die ihnen anempfohlenen Gläubigen positiv auszuüben - aber informieren Sie sich gelegentlich bei Karlheinz Deschner z.B. über "Das Kreuz mit der Kirche" und andere seiner Werke!

Dann werden Sie manches anders sehen...

Re: Lüge-Hetze-Wahrheit?

Danke für den Beitrag - gibt einen guten Einblick in die Mentalität der Zölibatsbefürworter.

Gast: Nepomuk
27.05.2012 21:05
0 0

Schluß mit der Lüge!

Danke für die Wahrheit am Krankenbett!

Gast: Gerne nur Gast
27.05.2012 16:54
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An den Priester Kaspar:

1.) Ich fage mich, warum sind sie Priester geworden? Um das Schiff zu versenken, das sie aufgenommen hat?
Niemand, nicht Gott kein Mensch, will, dass sie unglücklich leben. Wenn sie Ehe/Sex/Affairen wollen, warum geben sie nicht ihre Berufung auf und verlassen das Haus, in dem sie sich nicht wohlfühlen und dessen Ordnung sie deshalb angreifen?
2.) FALSCH 01:
"Die Gemeinden .. wollen lieber einen ausgeglichenen und fröhlichen Seelsorger als einen von Einsamkeit und Depression gezeichneten."
Sie behaupten, nur ein Priester, der sein Gelübde bricht und mit einer Frau zusammen lebt, sei glücklich und jeder echte Priester sei das nicht? Selten so etwas SCHÄBIGES und UNWAHRES gelesen.
3.) FALSCH 03:
"Die Kluft zwischen der Mehrheit der Gläubigen .. und der römischen Kurie andrerseits wird immer größer."
Das ist schicht und einfach eine LÜGE, wüste DESINFORMATION ohne jede Grundlage. Machen wir eine URABSTIMMUNG unter allen Katholiken. Sie und ihresgleichen: ihr SEID NICHT DIE MEHRHEIT. Bei den krichenfeindlichen medien seid ihr gern gesehen, bei den Gläubigen nicht!

Die Presse zu Pfingsten

Eigentlich schade, dass der Presse keine anderes Thema einfällt als das Thema des "Pflicht"zölibats wieder aufzuwärmen.... Wenn das so weitergeht, sollten wir dann auch von der "Pflicht"ehe sprechen? Den Lebensstand wählt man freiwillig! (allerdings gibt es Leute, die meinen, es gebe keine Willensfreiheit - aber das wäre dann ein anderes Thema).

Gast: popowanowitz
26.05.2012 12:30
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Was gibt man auf?

Nachgerade wäre es egal, wenn die Pfarrer kinderwagenschiebend im Supermarkt die verschiedenen Sorten von Babybrei prüfen, nachdem sie über eine Plattform für Kontakte ihren Lebensmenschen gefunden haben. Aber dann bitte keine auratischen Selbstdefinitionen mehr und überirdischen Riten - von wegen "Gottesmann", "Geweihter" undsoweiter. Hinein in die Hutschenschleuder des familiären Alltags mit guter Aussicht auf baldige Scheidung.

Gast: Günter Arzl
25.05.2012 20:02
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Schluss mit der Hetze!

Grüß Gott!

Des Volkes Ausspruch,
Vox populi vox Dei..., kann ihrem Kommentar jedenfalls nicht angemessen werden.

Wenn Sie jemals auch katholischer Priester in Ihrem Herzen waren, was ich bezweifle, dann bleibt eigentlich nur noch das Eine zu sagen:

Nie würde ich Ihnen meine Seele anvertrauen, noch würde ich je einem Mitmenschen dazu raten.

Kann man einem katholischen Priester denn noch Schlimmerers sagen, nein, mag sein daß Ihr geschwollenes wie unrichtiges Geschwafel einem entschwindend geringen und angeblich intellektuellen Haüflein gefallen mag, Menschen aber, deren Herz und Seele sich noch dort befindet, wo Gott es ihnen hingepflanzt hat, sind von solchem ansinnend abtrünnigen Palaver nur noch widerlich angetan, Sie werden auch dieses Wirken verantworten, wie all die Saaten die von ihnen ausgingen, welche Sie in diesen Absichten aussandten und aufgingen.

Der heilige Pfarrer von Ars, ach welch Geringer aus der Sicht von Menschen, wie Sie es sind, doch welche Größe aus der Sicht von Menschen, die Gottes sind.

Große Sünder nannte er große Hechte, welchen Titel -damit Sie noch einen mehr verzeichnen und sich und den Menschen aufzählen können- hätte er wohl für Sie gehabt?

Ich will`s Ihnen ersparen, Sie könnten es ja doch nicht fassen, er wird Sie früher erhaschen, als Sie es glauben...

Antworten Gast: EGS
27.05.2012 22:36
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Re: Schluss mit der Hetze!

Eine lebendige Kirche ist eine Gemeinschaft Suchender, die gemeinsam auf dem Weg sind, die einander stärken, stützen, trösten und verzeihen, die nach dem Vorbild Christi einander nicht herabwürdigen oder verurteilen und niemanden ausschließen. Wer sucht, darf und soll nachdenken, diskutieren, in Frage stellen, ausprobieren, verwerfen, um neue, lebenspendende Wege zu finden. Wer sucht, überwindet die Furcht vor Veränderungen, hat keine Angst davor, Neues in sein Leben aufzunehmen, sieht keinen Schrecken darin, Überkommenes auf seine Sinnhaftigkeit im Heute zu überprüfen. Wir müssen unser Leben nicht in Angst vor unseren eigenen Fehlern oder denen anderer verbringen, wir sind frei, ein Leben lang zu fragen, zu suchen, zu lieben.

Antworten Gast: Gerne nur Gast
27.05.2012 16:42
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Re: Schluss mit der Hetze!


Glückwunsch, danke, gut gesprochen!

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Re: Schluss mit der Hetze!

Das Zölibat hat sich in der Westkirche erst ab dem 12. Jahrhundert (von oben dekretiert am 2. Laterankonzil 1136 aus wirtschaftlichen Gründen) durchzusetzen begonnen! In den mit Rom unierten Kirchen gilt weiterhin die vom Konzil bzw. Synode von Konstantinopel 691 verabschiedete Regelung, dass eine vor den höheren Weihen eingegangene Ehe erlaubt ist. Paulus, Tim. 3,2-12: " "Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?"

Antworten Antworten Gast: vergilius
26.05.2012 22:33
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Re: Re: Schluss mit der Hetze!

wie sie richtig sagen - er hat sich durchzusetzen begonnen. oder wollen sie das rad der geschichte zurück drehen. wollen sie gar HINTER das 2. laterankonzil zurück?

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Re: Re: Re: Schluss mit der Hetze!

Was heisst zurückdrehen? Das ist doch kruder linearer Fortschrittsglaube. Das Zölibat ist in einer historischen Situation entstanden und kann in einer anderen wieder verschwinden!

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