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Paralympics: Nach 200-m-Finale tobt Prothesen-Streit

03.09.2012 | 13:39 |   (DiePresse.com)

Der südafrikanische Sprintstar Pistorius sorgt nach seiner Niederlage im 200-Meter-Finale für Aufsehen. Er stellt die Prothesen des Siegers in Frage.

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Es war nicht das 200-Meter-Finale, wie es sich Südafrikas beidseitig unterschenkelamputierter Sprintstar Oscar Pistorius vorgestellt hatte. Pistorius, der als erster Sportler sowohl bei den Olympischen Spielen als auch bei den Paralympischen Spielen antritt, verpasste am Sonntag die von ihm erhoffte Goldmedaille. Sein brasilianischer Bezwinger Alan Fonteles Cardoso Oliveira war um sieben Hunderstel schneller. Oliveira, der zunächst weit zurücklag, legte auf den 60 Metern einen beeindruckenden Sprint hin und überholte den Favoriten kurz vor dem Ziel.

Unmittelbar nach der Niederlage am Sonntag in London erwies sich Pistorius als schlechter Verlierer. In einem Fernsehinterview beschwerte er sich, dass der Brasilianer sehr lange Unterschenkel-Prothesen benutzt und sich so einen Vorteil verschafft habe. "Ich kann mit seiner Schrittlänge einfach nicht mithalten", sagte Pistorius. Er sprach von einem unfairen Rennen. "Das ist lächerlich." Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) erklärte aber umgehend, Oliveira habe keine der bestehenden Regeln gebrochen.

Pistorius beharrt auf Kritik

"Ich wollte niemals den Moment des Triumphes eines anderen Athleten schmälern", sagte Pistorius in einem Statement, das er am Montag über die britische Nachrichtenagentur PA veröffentlichte. "Das war die Stunde von Alan und ich möchte deutlich machen, welchen Respekt ich vor ihm habe", sagte er über den Goldmedaillen-Gewinner über 200 Meter.

Pistorius erklärte aber, er glaube weiterhin, dass die Länge der Prothesen ein Thema ist und er würde sich über eine Möglichkeit freuen, dies mit dem IPC generell zu diskutieren. Auch der sechstplatzierte Schweizer Christoph Bausch und der Deutsche David Behre stimmten in die Kritik des Südafrikaners ein. "Da gibt es einige Dinge, die extrem fragwürdig sind - lange Unterschenkel, lange Feder", sagte Behre.

Pistorius und das "Techno-Doping"

Pistorius selbst musste sich jahrelang gegen den Vorwurf des "Techno-Dopings" wehren, wie auch "Die Presse" berichtete. Durch die hochmodernen Prothesen, sagen einige Mediziner, laufe er geschmeidiger. Der Vorwurf: Sie verursachten beim Sprint weniger Reibung als echte Beine - die Karbon-Prothesen seien ein Hilfsmittel.

2008 entschied allerdings der internationale Sportgerichtshof CAS zu seinen Gunsten. Seitdem darf er sich offiziell mit den schnellsten Sprintern der Welt messen.

(APA/dpa)

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8 Kommentare

Man kann zwar ohne Beine,...

...sollte aber nie ohne Hirn laufen!

6 3

jedenfalls ist dasdas Verhalten eines Cyborg,

und sowas sollte nicht in den olypischen Spielen auftreten.

Jedenfalls ist das Auftreten bei beiden Spielen unfair und unsportlich.

Entweder gesund und ein vergleich mit gesunden, oder versehrt und ein Vergleich mit Behinderten.

Aber ein bisschen behindert ist wie ein bisschen schwanger.

Re: jedenfalls ist dasdas Verhalten eines Cyborg,

Man müßte eben auch bei den technischen Hilfmitteln für die Versehrtensportler zu ähnllichen Standards gelangen wie etwa in der Formel 1 und im alpinen Schisport. Dann käme es wohl nicht zu solchen neidvollen Auseinandersetzungen wie zwischen den beiden Ausnahmeathleten Olivera und Pastorius. Denn diese hat das wirklich schöne und harmonische Gesamtbild dieser tollen Veranstaltung doch ziemlich gestört...

Gast: b745
03.09.2012 19:44
6 1

leider auch hier die selbe kranke entwicklung wie im spitzensport

statt sich zu freuen welche leirstungen sie bringen können verfallen sie dem leistungswahn des immer mehr und mehr

Gast: phj
03.09.2012 14:46
13 4

Paralympic im TV

ZDF:
Heute von 10 Uhr bis 16 Uhr
ORF:
Im eigenem Sportsender_ 0 Minuten
Auf ORF1 20 Minuten


Antworten Gast: speibender regenbogen
03.09.2012 16:40
7 13

Re: Paralympic im TV

ja und? interessiert doch eh keine sau! schon die normalen spiele waren beim seheranteil stark unterrepräsentiert, während der orf jeden schaß gezeigt hat!

die winterspiele sind hierzulande wesentlich beliebter, weil wir da auch jede menge an athleten haben, die medaillien holen. aber bei den sommerspielen? nix für ungut, aber das is nix für unser land.

Re: Re: Paralympic im TV

leider hat der ORF nicht jeden Schaß der Sommerspiele gezeigt. Ich hätte gerne ein paar Bewerbe gesehen, aber das geht nie über Österr. Sender.

Re: Re: Re: Paralympic im TV

Der ORF hatte auf gleich ZWEI Sendern die Olympischen Sommerspiele übertragen: ORFeins und ORF-Sport+! Um wirklich ALLE Bewerbe zu sehen, hätte man freilich die Übertragungen des zweiten Senders auf Video aufnehmen müssen!