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Real Madrid: Ronaldo, eine „Prinzessin“, ist traurig

04.09.2012 | 16:16 |   (Die Presse)

Cristiano Ronaldo ist „unglücklich“ und soll mit Abschied von Real Madrid drohen. Für Medien ist es jedoch nur Folge seiner verletzten Eitelkeit und eine billige Kopie der „Mourinho-Taktik“.

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Madrid/FINNE. „Ich bin nicht glücklich.“ Kaum hatte Cristiano Ronaldo diesen Satz ausgesprochen, wurden Spaniens Gazetten hellhörig und bescherten Florentino Perez, dem Klubpräsidenten von Real Madrid, unerwartete Medienpräsenz. Zwar drängt der mächtige Magnat stets ins Rampenlicht, um sich mit Erfolgen des „Weißen Balletts“ zu schmücken, doch geht es darum, Gerüchte um seinen Superstar zu dementieren, wird der Bauherr schnell missmutig: „Lasst mich damit doch in Ruhe.“

Das Aufsehen um den teuersten Fußballer der Welt, Manchester United verkaufte ihn in der Saison 2009 um 94 Millionen Euro, kennt in Madrid kaum Grenzen. Der 27-jährige Portugiese wird als Gegenpol zu Barcelona-Star Messi gepriesen und mit dem Gewinn der Meisterschaft und des Supercups wähnten ihn seine Anhänger im Vergleich mit dem Argentinier endgültig im Vorteil. Doch Reals Meisterschaftsstart verlief holprig, nach drei Runden steht ein Sieg zu Buche. Auch die verlorene Wahl zu Europas Fußballer des Jahres dürfte dem eitlen Sportler auf den Magen geschlagen haben. Barcelona-Spieler Andres Iniesta wurde von Fachjournalisten und der Uefa zum „besten Spieler“ bestimmt, und nicht er.

Ronaldo ist unglücklich und „die Verantwortlichen im Klub wissen, warum“. Darum feiere er seine Tore nicht mehr so ausgelassen wie früher, sagt der Portugiese, der bei Real mit elf Millionen Euro pro Jahr entlohnt wird. Diese seltene Form von „Traurigkeit“ regt zu vielen Spekulationen an.

Ego, Machtkampf und Geldgier

Für „El Pais“ steht fest, dass Ronaldo nur das Salär aufzubessern versuche, denn seit dem 31. August ist die Transferperiode beendet, ein Wechsel vorerst also ausgeschlossen. Bei Manchester United sei ihm das mit dieser Vorgangsweise in sechs Jahren fünfmal gelungen.

Sein Verhalten erinnere an die Taktik von Trainer José Mourinho, berichtet „Marca“. Mit Drohungen erwirkte er im Vorjahr die Entlassung seines Kritikers Jorge Valdano und stieg zum Alleinherrscher im Bernabeu-Stadion auf. Diesen Status wünsche sich Ronaldo nun auf dem Spielfeld. „Marca“: „Er will erreichen, dass ihn seine Mitspieler als unumstrittene Führerfigur anerkennen und sich auch dafür einsetzen, dass er zum Weltfußballer gekrönt wird. Bei Barcelona ist die Rollenverteilung klar: erst Messi, dann alle anderen.“

Bei Real Madrid herrscht teamintern aber ein rauer Umgangston. Oft wurde über Grabenkämpfe zwischen Spaniern und Portugiesen berichtet. Sergio Ramos und Torhüter Iker Casillas scheinen nicht gewillt, Ronaldo das Feld zu überlassen – einem Spieler, der in der Halbzeitpause immer seine Frisur neu stylen muss. Für „El Mundo“ sei alles nur seinem Ego geschuldet: „Die Prinzessin ist traurig.“

Letztlich bleibt noch eine Option: Ronaldo will Real Madrid verlassen. Manchester City und Paris sollen laut englischen Medien bereits die jeweiligen Schatzmeister in Abu Dhabi bzw. Katar kontaktiert haben. Unter 100 Mio Euro läuft dieser Transfer aber nicht ab, Ronaldo ist bis 30. Juni 2015 bei Real unter Vertrag. Sein Wehklagen beginnt früh. Oder der Poker.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.09.2012)

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16 Kommentare
Gast: LaLiga
04.09.2012 21:02
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Blödsinn

Ronaldos Kommenta: "That I am feeling sad and have expressed this sadness has created a huge stir. I am accused of wanting more money, but one day it will be shown that this is not the case. At this point, I just want to guarantee to the Real Madrid fans that my motivation, dedication, commitment and desire to win all competitions will not be affected. I have too much respect for myself and for Real Madrid to ever give less to the club than all I am capable of. Abrazos to all madridistas"

Traurig, dass auch die Presse auf diese Gerüchte anspringt! Er ist ein Vollblut Profi und einer der professionellsten Spieler überhaupt.

Antworten Gast: 5742
05.09.2012 10:53
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Re: Blödsinn

Sie werden doch nicht wirklich erwarten, dass sich die lächerliche Presse Sportabteilung die Mühe macht in dieser Sache wirklich zu recherchieren.

Ein paar unüberprüfte Meldungen und auf den Zug der "dieser eitle und gierige Gockel" Basher auzuspringen ist ja viel einfacher.

Was gibt es einfacheres und schöneres als mit dem Boulevard ein gemeinsames Lied zu singen.
Zu Ihrem letzten Satz kann ich Ihnen nur Recht geben und zu 100% zustimmen.
Leider hatte Ronaldo in den letzten Jahren, im Gegensatz zu Messi, keinen Xavi und Iniesta hinter und neben ihm.
Hat sich jetzt eh schon geändert dank Transfers wie di Maria, Özil, Modric.

Was Messi ohne die beiden genialen Spanier bewegen kann sieht man immer wieder in der Argentinischen Nationalmannschaft.
Dort ist er dann "die Hälfte wert", was noch immer ein enormes Potential, Können und Zaubern bedeutet, jedoch nicht Barcelona Stil.

"Ronaldo droht mit Wechsel"

Hoffentlich ist der gedeckt!

Gast: Brummer
04.09.2012 17:27
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Diagnose:

Anfall von Größenwahn.
Gegenmittel:
5 Spiele auf der Reservebank sitzen lassen!

Antworten Gast: Leutz
05.09.2012 10:41
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Re: Diagnose:

Ronaldo fühlte sich nach dem Spiel traurig, da sich der Todestag seines Vaters zum 7en Mal jährt und er eigentlich nicht spielen wollte.

Wenn man in so jungen Jahren den wichtigsten Menschen seines Lebens verliert, dann kann man sich schon traurig fühlen, oder?....

steuern

das ist wohl die oberfrechheit.. ich zahl mehr % an steuern als er (und sicher viele andre fussballer genießen den selben steuervorteil)

ich bin traurig, weil mir nach abzug meiner fixkosten (miete, kleines auto, inet, handy, strom, heizung) bei einem 40h job als akademiker noch ca 400€ zum leben bleiben.

ihr lieben fussballer aufgepasst - eure brot

Antworten Gast: austria wien
05.09.2012 11:04
0 0

Re: steuern

hättens was anderes gelernt, herr akademiker - haben sie neidkomplexe ?

Häst...

...wos gleant!

Gast: hansibua
04.09.2012 17:08
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das liebe geld

dem gehts doch nur ums geld - der kanns nicht ertragen, dass ein ausgemusteter altstar wie etoo in russland das doppelte an "schmerzensgeld" kriegt wie er in spanien ;-)

Gast: SinusP
04.09.2012 16:19
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CR7

Cristiano Ronaldo ist der beste Fußballer der Welt.


Re: CR7

ja aber nach Messi

Antworten Antworten Gast: SinusP
05.09.2012 10:39
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Re: Re: CR7

"der beste Fußballer der Welt" ist ein Maximum.. das heißt es gibt keine Steigerung ;)

Antworten Antworten Antworten Gast: bcntriomf
05.09.2012 13:21
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Re: Re: Re: CR7

Doch: Messi. Barcelona triomfant!

Lächerlich

Diese Witzfigur ist menschlich das Lächerlichste, was so über den Fernseher läuft. Inklusive aller IT-Girls und Lugners.
Wie er sich (vor allem nach dem ersten Tor) extra beherrscht hat, um demonstrativ nicht zu jubeln, um nachher ja danach gefragt zu werden.
Wie er nichts Konkretes sagt, um ja nur noch mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.
Wie er von Ehrgeiz, Neid und Missgunst zerfressen nicht akzeptieren kann, dass er ein großartiger Fußballer ist, aber in einer Zeit lebt, wo es noch Größere gibt, die ihre Größere weniger aus der Athletik beziehen, sondern aus ihrem Wert für das Team, für das sie spielen.

Ein großartiger Fußballer ist nicht nur ein guter Techniker und Athlet, sondern vor allem kein selbstverliebter Selbstdarsteller. Ein Teamplayer halt.

Das Video mit der Reaktion und dem Gesichtsausdruck von Ronaldo sagt alles: http://youtu.be/QE60Oifc7Dw

Antworten Gast: ganau
05.09.2012 13:22
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Re: Lächerlich

Genau: ein TEAMPLAYER.

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schluchz

der arme Bube. na hoffentlich gibt's keine Depressionen.als Komiker wäre der Heini sicher auch recht gut.