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Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Subventionsbetrug

17.03.2010 | 20:23 |  Wolfgang Wiederstein (Die Presse)

Das ÖOC bestätigt die Existenz eines Geheimkontos. Der 54-jährige Vorstands-Vorsitzende der Sparkasse Bregenz Peter Mennel übernimmt das Amt des ÖOC-Generalsekretärs.

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Wien. „Es handelt sich um ein dunkles Kapitel“, erklärte Karl Stoss, der Präsident des Österreichischen Olympischen Comités. „Aber wir werden die Sache restlos aufklären.“ Im Haus der Lotterien bestätigte Stoss einen „Presse“-Bericht über die jahrelange Existenz einer schwarzen Kassa. Die von ihm eingesetzte unabhängige Überprüfungskommission präsentierte nun erste Ergebnisse. Die Erhebungen deuten auf Subventionsbetrug hin, das ÖOC erstattet Anzeige, übermittelt umgehend alle Unterlagen der Staatsanwaltschaft.

„Es gibt Verdachtsmomente“, erklärte Professor Marhold am Mittwoch nach der ÖOC-Vorstandssitzung. „Und die sind aufklärungsbedürftig.“ Geprüft hat man erstmals die gesamte Geschäftsgebarung, dabei ist man auf ein „geheimes Konto“ und ein ominöses Sparbuch gestoßen. Abgewickelt wurden seltsame Geschäfte über ein Kitzbühler Reisebüro, an dem auch der ehemalige Generalsekretär Heinz Jungwirth und Hans Holdhaus beteiligt waren. Geprüft hat man alle Transaktionen bis zum Jahr 2005, das „geheime Konto“ wurde 2001 eingerichtet, im Februar 2009 gelöscht.

Verstoß gegen Vereinsgesetz

„Wir haben kein Zwangsmittel, schalten daher die Justiz ein“, sagte Marhold. Die Ermittlungsergebnisse reichen jedenfalls, um Jungwirths Stellvertreterin Manuela Kovarik fristlos zu kündigen. Professor Marhold ergänzte, dass obendrein mehrmals das Vereinsgesetz (Bilanzlegung, Gewinn-Verlust-Rechnung, Buchhaltung) gebrochen wurde.

Bestellt wurde ein neuer Generalsekretär, es handelt sich um den 54-jährigen Vorarlberger Peter Mennel, zuletzt bei der Sparkasse Bregenz Vorstandsvorsitzender, früher auch Finanzreferent des ÖSV. Mennel ist – wie Karl Stoss – passionierter Bergsteiger, Fallschirmspringer und Hubschrauberpilot. Beim ÖOC tritt er sein Amt am 1. Juni an.

("Die Presse" Printausgabe vom 18. März 2010)

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9 Kommentare
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Jetzt hat der Skiverband das Ruder im ÖC übernommen

stoss&schöcksnadel heißt das neue traumduo
im öoc und der neue generalsäkretär ist ein handlanger der beiden. ob das gut geht bei der lobby -da wird man sich wieder alles richten und die kontrolle wird wieder ausgeschaltet. und der sport orf wird sich da hüten irgend einen kritischen kommentar dazu abzugeben weil die reporter ja auch in dem freunderlsystem unterwegs sind.
"man kennt sich und hift sich " !

Gast: Krug
18.03.2010 10:54
1 0

Sündenbock

Eine unbedeutende Sekretärin muss als medialer Sündenbock herhalten und aus den Medien von ihrer Kündigung erfahren.
Wahrscheinlich weiß die Dame zu viel von den Machenschaften eines Stoss und Schröcksnadel.
Hoffentlich wehrt die sich entsprechend und macht den Mund auf,was dann wohl das Ende von Stoss und Co. sein dürfte.
So etwas gibt es ja nur in Österreich,das ein unter Anklge stehender Mensch(Schröcksnadel),eine Ministerin mit Ehemann(Kallat),ein Minister der seine eigenen Interessen(Darabos)verfolgt und von Hass getriebene Menschen(Theurer,Hübel) das Leben einer Person richten und zerstören.

citoyen
18.03.2010 10:19
0 0

Gsi-Berger im Vormarsch, oder?

Wetten, daß die Ära des neuen ÖOC Präsidenten auch mit einigem Lärm enden wird? In Vancouver hat ja Geld bekanntlich keine Rolle gespielt, wenn es beispielsweise um einen bekannten Edel-Caterer ging, dazu noch einige Fälle, wo eine (zu) enge Bekanntschaft Geschäftsbasis war.

Vordringlich war, auch einem anderen Gsi-Berger, der sich als ständig dicke Zigarren pofelnder ORF Mann überwichtig macht, ordentlich im Österreich haus zu bewirten. Die Medien haben jedenfalls ausgiebig berichtet. Dieser ORF-ler liebt jedenfalls feinsten VIP Service, wie ja allgemein bekannt ist.

Jetzt holt er einen anderen Gsi-Berger auf einen wichtigen Posten. Ein 54 jähriges Vorstandsmitglied eines großen Kreditinstitutes wird GS? Was soll das alles eigentlich? Schon komisch, oder?


Gast: Amicus
18.03.2010 01:03
1 0

Fremdübernahme des Sports

Ein möglicher Sumpf wird trockengelegt, aber mit den Neuen wird die Kompetenz des Sports untergraben, lauter Fremde, den Sport nur benutzend sind nun am Schalthebel des ÖOC. Ein Präsident, den der Sport so wichtig ist, wie sein Umgang mit Menschen, einige Lotterien-Mitarbeiter, die glauben die Allwissenden zu sein, eine Agentur namens Hofherr, die nun glaubt mit Freunderlwirtschaft auch den Sport zu erobern, schlußendlich ein neuer Generalsekretär, der noch kurz vor seiner Pension eine der wichtigsten Funktionen im nationalen und internationalen Sport ausüben darf.... Und der österreichische Sport schaut zu, wie die Kompetenz der erfahrenen und gut ausgebildeten Angestellten immer mehr untergraben wird.... zur Info: nichts schlägt so stark, wie das Herz eines Freiwilligen, der Sport in Österreich ist so gewachsen und wird nun von Selbstdarstellern auseinander genommen....

Antworten Gast: Skifahrer
18.03.2010 07:35
0 1

Re: Fremdübernahme des Sports

bitte schreiben sie keinen Unsinn (um nicht zu sagen: Blödsinn): "kurz vor seiner Pension"?
Peter Mennel ist 54, also nicht kurz vor seiner Pension!
Ich habe aber einen anderen Verdacht (es gilt die Unschuldsvermutung): könnte es sein, dass auch bei weiteren Mitarbeitern im Zuge der Sanierung Unregelmässigkeiten festgestellt werden? Das wäre für die "erfahrenen und gut Ausgebildeten" ein schwerer Schlad?
UND: der Herr Mennel wird sicher nicht deren Arbeit tun!

Antworten Antworten Gast: Amicus
18.03.2010 09:29
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Re: Re: Fremdübernahme des Sports

Lieber Skifahrer, es ist interessant, dass Sie meinen Kommentar mit Unsinn und Blödsinn beurteilen. Es zeigt wiedereinmal, wie mit anderen Meinungen und Personen (nicht nur im Sport und es wird immer dazu geschrieben - es gilt die Unschuldvermutung) derzeit umgegangen wird. Aber wenn Sie erlauben einen anderen Gedanken: Frau Manuela Kovarik wurde gestern im Zuge der PK "öffentlich hingerichtet", "nur" weil es den Verdacht gibt, dass sie als Zeichnungsberechtigte etwas Unrechtes getan hat, ohne Ihr bisher etwas nachweisen zu können und auch ohne Sie vorher zu informieren. Wenn ich mir anschaue, was in den letzten zwei Jahren alles so geldmäßig weltweit schiefgegangen ist und niemand wurde persönlich so dargestellt, aber eine Mitarbeiterin des ÖOC wird öffentlich so denunziert. Man hätte ja auch sagen können, wir haben uns von einer Mitarbeiterin getrennt.... Frage des Stils!!!

Gast: semmerl
17.03.2010 22:00
0 0

ÖSI-SUMPF

Ösi-Land ist ein einziger SUMPF!

Gast: "Den Dummen erscheint die Mutter Gottes."
17.03.2010 19:43
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Vorstands-Vorsitzender der Sparkasse Bregenz

Sucht man da jetzt gezielt Personen mit Schweiznähe, die genau wissen wie man oder wie man nicht?
Einem Casinomenschen würde ich nie und nimmer die Hand geben, nicht einmal wenn ich der "Baummensch" wäre!

megadoc
17.03.2010 18:49
2 0

Bauernopfer

Wer glaubt, dass nur Frau Kovarik mit dem Geheimkonto befasst war, ist reichlich naiv.