Mit Meister Salzburg, Sturm Graz, Wacker Innsbruck und Admira Wacker Mödling sind am Freitag die ersten vier Bundesligisten in die zweite Runde des ÖFB-Cups eingezogen. Während sich die Admira mit einem 3:0-Sieg beim Regionalligisten Parndorf keine Blöße gab, mussten die Grazer bei der WSG Wattens lange Zittern. Der Cupsieger von 2010 und Meister von 2011 setzte sich in Tirol dank eines Tores von Jürgen Säumel (62.) mit 1:0 durch. Wacker Innsbruck schrammte hauchdünn am Aus vorbei. Der Tabellen-Siebente der vergangenen Saison setzte sich gegen den Regionalligisten Gratkorn nach 120 torlosen Minuten mit 5:4 im Elfmeterschießen durch. Ohne zu glänzen kam Titelverteidiger Red Bull Salzburg mit 2:0 gegen den Wiener Sportklub weiter.
Der engagiert auftretende Traditionsverein aus Wien deutete mehrmals seine Gefährlichkeit an, die Salzburger hatten aber mehr vom Spiel. Für das Führungstor musste allerdings eine Standardsituation herhalten: Sekagya lenkte den Ball nach einer Freistoßflanke von Jakob Jantscher und Kopfball von Neo-Kapitän David Mendes mit der Brust ins Tor. Zwei weitere Treffer wurden kurz vor der Pause wegen Foulspiels von Sturmtank Stefan Maierhofer bzw. wegen Abseits nicht anerkannt. Für die Entscheidung sorgte Cristiano mit einer guten Einzelleistung. Der 25-jährige Mittelfeldspieler setzte sich auf der linken Seite durch, traf mit einem scharfen Schuss von der Strafraumgrenze ins kurze Eck.
Sturm vergibt Elfmeter
Sturm tat sich beim ersatzgeschwächten Meister der Regionalliga West lange Zeit sehr schwer. Eine erste Torchance ließ Neuzugang Richard Sukuta-Pasu bereits nach 40 Sekunden aus, danach wurden die Grazer aber lange nicht mehr gefährlich. Erst nach Seitenwechsel bekam Sturm die Partie besser in den Griff, Darko Bodul scheiterte aber mit einem Foulelfmeter an Wattens-Goalie Fabian Schumacher. Der Deutsche Sukuta-Pasu war zuvor gefoult worden.
Das Goldtor erzielte Säumel. Der Ex-Teamspieler umkurvte nach Vorarbeit von Christoph Kröpfl und Sukuta-Pasu den gegnerischen Torhüter. Sturm hatte danach noch bei zwei Situationen Glück. Der vermeintliche Ausgleich von Simon Zangerl wurde wegen knappem Abseits nicht anerkannt (85.).
Admira in Bestbesetzung
Admira-Trainer Dietmar Kühbauer ließ sich zum Saisonauftakt auf keine Experimente ein und schickte sein Team quasi in Bestbesetzung auf den Rasen in Parndorf. Die Admira war vor 900 Zuschauern von Beginn an drückend überlegen, traf durch Philipp Hosiner (34., 50.) sowie Benjamin Sulimani (71./Elfmeter) und vergab noch zahlreiche Chancen auf weitere Tore.
Die Kühbauer-Truppe legte damit eine gelungene Generalprobe fürs Zweitrunden-Hinspiel der Europa-League-Qualifikation am Donnerstag in Litauen gegen Schalgiris Vilnius hin. "Es war ein großer Qualitätsunterschied zu sehen. Parndorf wollte zunächst mit Härte dagegenhalten, wir hatten aber im Endeffekt keine Probleme", resümierte Kühbauer.
Mit dem SV Horn erwischte es einen Zweitligisten. Der Aufsteiger aus Niederösterreich unterlag beim ambitionierten Regionalligisten Austria Klagenfurt nach 2:0-Führung noch 2:3.
(APA)

