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ÖFB-Cup: Austria nach Anlaufproblemen souverän

14.07.2012 | 20:26 |   (DiePresse.com)

Austria besiegt unter Neo-Trainer Peter Stöger den Regionalligisten SV Oberwart mit 3:1. Bundesliga-Aufsteiger WAC feierte einen Kantersieg, auch Mattersburg blieb siegreich.

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Die Austria hat am Samstag die Auftakthürde im österreichischen Fußball-Cup recht deutlich übersprungen. Der Rekord-Cupsieger aus Wien setzte sich im Burgenland gegen den tapferen Regionalligisten SV Oberwart 3:1 (1:0) durch. Nach kleineren Anlaufproblemen sorgten Treffer von Tomas Jun (45+1., 58.) und Marko Stankovic (60.) noch für klare Verhältnisse, für die Hausherren traf im Finish Daniel Seper (87.).

Beim Pflichtspieldebüt von Neo-Trainer Peter Stöger stand Pascal Grünwald im Tor. Ob er oder Heinz Lindner kommende Woche beim Bundesliga-Auftakt die Nummer eins ist, ist aber noch offen. Bei strömendem Regen in Oberwart tat sich die Austria fast eine Spielhälfte lang schwer, entscheidende Akzente zu setzen.

Erst das Führungstor durch Jun nach Querpass von Markus Suttner sorgte für Erleichterung beim 27-fachen Cup-Triumphator. Das 2:0 (58.) war eine Kopie des ersten Tores, nach Hereingabe von Suttner war Jun zur Stelle. Der eingewechselte Stankovic stellte mit einem schönen Volleyschuss aus 16 Metern auf 3:0 (60.) und machte endgültig alles klar. Im Finish traf Seper aus kurzer Distanz zum Ehrentreffer für Oberwart (87.).

Einen 8:1-(5:0)-Kantersieg feierte Bundesliga-Aufsteiger WAC in Wien gegen SC Ostbahn XI. Eine Woche vor dem Oberhaus-Debüt fegten die Kärntner über den Regionalligisten hinweg und zeigten sich gut in Schuss. Mehr Mühe hatte Mattersburg. Der Bundesligist feierte beim Regionalliga-Club DSV Leoben einen 3:1-(1:0)-Sieg, fixierte das Weiterkommen aber erst spät.

Beim Stand von 0:1 - Patrick Bürger traf per Freistoß (38.) - schöpften die Hausherren nach dem Gelb-Rot-Ausschluss für den Mattersburger Manuel Prietl (48.) wieder Hoffnung. Gleich mit dem folgenden Angriff erzielten die Burgenländer aber durch Alois Höller das 2:0 (50.).

Mit einem Mann mehr gelang den immer offensiver werdenden Steirern dann nach einem schönen Konter und einem satten Schuss des jungen Neuzugangs Mario Giermair aber doch der Anschlusstreffer (64.) zum 1:2. In der Folge waren die Hausherren dank einiger sehr guter Chancen, darunter einem Stangenschuss von Markus Briza, dem Ausgleich näher als die Mattersburger der Entscheidung. Erst durch einen Konter und einen Treffer des eingewechselten Michael Mörz (90.) gelang dem Favoriten dann das dritte Tor.

Der SKN St. Pölten reiste nach Bad Vöslau, um seine schwarze Cup-Serie zu beenden. Stattdessen setzte es für den Erste-Liga-Club mit einem 0:1 (0:1) gegen den Landesligisten die nächste Blamage. Seit 2009 ist die Truppe aus der Landeshauptstadt somit schon zum vierten Mal in Serie gleich in Runde eins gescheitert. Einem 2:3 gegen BW Linz (Regionalliga Mitte), 0:1 gegen Vorwärts Steyr (OÖ Landesliga) und 2:3 gegen Götzendorf (NÖ Landesliga) folgte nun das Scheitern in Bad Vöslau.

Die Überraschung perfekt machte Armin Paradeisz mit seinem Goldtor in der 28. Minute. Nach einem 35-Meter-Freistoß von Christian Wittmann an die Latte war Paradeisz per Kopf zur Stelle. St. Pölten musste vor 250 Zuschauern ab der 52. Minute in Unterzahl spielen, da Tormann Christoph Riegler nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah.

Bei Bad Vöslau freute sich ein cuperfahrener Trainer über die Überraschung. Die Gelb-Blauen werden von Wilhelm Kreuz betreut, unter dem 1991 der Zweitligist Stockerau sensationell das Finale gegen Rapid 2:1 gewann. Vor St. Pölten hatten sich mit Horn, Blau-Weiß Linz und der Vienna am Freitag bereits drei Erstligisten gleich in der Auftaktrunde aus dem Cup verabschiedet.

 

(APA)

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1 Kommentare

Pascal Grünwald als permanente Gefahrenquelle!

Zum Glück für die Violetten stand Pascal Grünwald "nur" gegen einen Neo-Regionalklub im Tor der Austria. Seine permanenten Schwächen bei hohen Bällen in den Strafraum sind inzwischen womöglich noch eklatanter geworden seit seiner langen Verletzungspause. Für mich kann es überhaupt keine Frage geben, ob der Tiroler oder Heinz Lindner die Nr. 1 im Gehäuse am Beginn der neuen Meisterschaftssaison sein soll! Lindner hatte nicht nur eine starke Frühjahrssaison gespielt, auch als Debütant im Nationalteam gegen die Ukraine war ihm kein Fehler unterlaufen!

Zudem ist er größer als sein Konkurrent und deshalb beim Abfangen hoher Bälle sicherer. Auf der Linie sind beide gleich stark, aber der "komplettere Keeper" ist für mich Heinz Lindner! Grünwalds Probleme bei hohen Bällen basieren offensichtlich tatsächlich auf seinen für einen Klasse-Tormann fehlenden Zenitmeter! Sie sind dafür verantwortlich, daß er oft orientierungslos durch den Strafraum irrt, hohe Bälle nur kurz wegboxt, statt sie ordentlich aus dem Gefahrenbereich zu bringen, den Ball sogar Gegnern vor die Füße lenkt oder einfach auf der Linie picken bleibt und hofft, daß ein Verteidiger im Sprung das Schlimmste verhindern kann.

Also: Wenn die Austria wirklich die internationale Bühne als höchstes sportliches Ziel formuliert, dann muß ein absolut verläßlicher Mann zwischen den Pfosten stehen: Für mich kann das nur Heinz Lindner sein. Denn Pascal Grünwald hat heute, wenn auch unfreiwillig, für "klare Verhältnisse" gesorgt...