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Eine Frage der Ehre: Salzburg nach Blamage gefordert

18.07.2012 | 18:38 |  CHRISTOPH GASTINGER (Die Presse)

Champions League: Salzburg ließ beim 0:1 in Luxemburg keinerlei Königsklasse erkennen. Trainer Roger Schmidt hofft, dass der Warnschuss bei allen Spielern angekommen ist.

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Wien. Roger Schmidt erkannte diese Mannschaft nicht wieder. Das waren wirklich nicht „seine“ Salzburger, die sich am Dienstag in Luxemburg so bitter blamierten. „Nein, dieses Gesicht kannte ich bisher noch nicht“, sagte der Trainer nach der 0:1-Niederlage bei F91 Düdelingen.

Die Vorbereitung der Salzburger unter dem Deutschen Schmidt, der erst vor wenigen Wochen Ricardo Moniz beerbte, war verheißungsvoll verlaufen. Testspiel-Siege, unter anderem gegen namhafte Klubs wie RSC Anderlecht, schürten Hoffnung. Das erstmalige Erreichen der Champions-League-Gruppenphase in der Ära Red Bull sollte nicht länger Illusion bleiben. Düdelingen könne doch kein Stolperstein sein.

 

„Nicht zu akzeptieren“

Bei den vier bisherigen Versuchen, die Königsklasse zu erreichen, scheiterte Salzburg stets in der letzten Qualifikationsrunde. 2012 droht man diese sogar zu verpassen. „Wir haben nicht die richtigen Entscheidungen getroffen, einfache Fehler gemacht“, haderte Schmidt, der die Leistung seiner Elf nicht akzeptieren will. „Es gibt nichts zu beschönigen. Wir haben schlecht ins Spiel gefunden, und es wurde noch schlechter.“

Die klar favorisierten Gäste ließen nicht nur spielerische Klasse vermissen, sondern auch den Kampfgeist. Nach Joachims Treffer zum 1:0 in der 75. Minute machten die Salzburger kaum Anstalten, das Ergebnis zu korrigieren. Auf dem Platz fehlte der „Lautsprecher“. Einer, der die zehn Spieler rund um sich wachrüttelte, den Ernst der Lage illustrierte. So verfiel die Mannschaft in Lethargie, fügte sich seinem Schicksal. „Das Aufbäumen hat gefehlt“, stellte Schmidt – nach dem Abpfiff – fest.

 

Niederlage mit bitteren Ausfällen

Das 0:1 beim Fußballzwerg aus Luxemburg ist eine Blamage, die ihren Weg in die Geschichtsbücher gefunden hat und auf dem gleichen Level wie das 0:1 des Nationalteams gegen die Färöer einzustufen ist. Zu toppen wäre das nur, sollte Salzburg am kommenden Dienstag im Rückspiel nicht doch noch den Aufstieg fixieren. Geht man konzentriert und mit vollem Elan an diese Aufgabe heran, kann nur Österreichs Double-Gewinner als Sieger aus diesem eigentlich ungleichen Duell hervorgehen.

Schmidt hofft, dass der Warnschuss bei allen Spielern angekommen ist. „Wenn wir es bisher nicht gewusst haben, so ist jetzt klar, dass wir das Rückspiel außerordentlich ernst nehmen müssen. Wir können das Ganze noch ausbessern. Das ist das einzig Positive.“ Zwei Spieler werden dabei definitiv nicht mitwirken. Stürmer Soriano sah für eine Schwalbe in der 90. Minute Gelb-Rot und ist gesperrt. Schlimmer wiegt aber der Ausfall von Dušan Švento. Der Slowake musste nach einem Zweikampf schon in den Anfangsminuten ausgewechselt werden. Der 26–Jährige erlitt einen Kreuzbandriss und einen Seitenbandeinriss.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.07.2012)

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40 Kommentare
 
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Gast: 9uq
18.07.2012 20:46
1 0

Trainer Roger Schmid hofft, dass der Warnschuss bei allen Spielern angekommen ist.

Ein guter Trainer hofft nicht, er weiss.....

Oder er weiss nicht, dann gehört er weg.

Wenn Herr Mateschitz bei der Auswahl des Personals bei RedBull genauso stümperhaft vorgehen würde, dann wäre RedBull weltberühmt in Fuschl und Umgebung.

2 0

immer das Selbe

die blamieren unser Land mit ihren zusammengekauften Söldnern regelmäßig
es bleibt nur Red Bull zu boykotieren, anders kann man sich nicht wehren

Antworten Gast: Beantworter
19.07.2012 08:33
0 1

Re: immer das Selbe

Blamieren??

Eine mit 6 Siegen überstandene Gruppenphase der Europa-League, 2mal die Gruppenphase derselben überstanden, PSG geschlagen (da schau her - dort spielt in Zukunft ein gewisser Herr Ibrahimovic) .. usw.

Ich denke von einer regelmäßigen Blamage kann man definitiv nicht sprechen.

Die Lobgesänge spare ich mir, dennoch bitte ich um etwas Realismus. Die erfolgreichste österreichische Mannschaft der letzten Jahre hat zwar so ihre Fehler - doch aus denen lernt man bekanntlich!

Friede nach Wien :)

düdelingen

also für diese halbamateurtruppe kann man sich mitfreuen, gekämpft, gewonnen und das alles ohne redbull millionen. respekt !!!!

Gast: ökono-mist
18.07.2012 16:25
0 0

In der "Presse"- Sportberichterstattung ist man wenigstens korrekt!


In anderen Leitmedien zieht Salzburg jedoch fast immer den Kürzeren:

Gewinnt dieser spezielle FC, posaunt man lautstark und vielstimmig (in technisch hochgeregelter "Adi Niederkorn-Lautstärke") mit der künstlichen (Hyper-)Aufgeregtheit des Sportreporters: "Die Bullen haben gewonnen!!!"

Verliert er, heißt's einsilbig: "Salzburg hat verloren. Blamage (!) für Salzburg!"

Ein Imagegewinn wird also medial "den Bullen" zugewiesen.

Ein Imageschaden hingegen wird immer der Stadt (und damit auch dem Land) Salzburg umgehängt! ("Schaden" heißt bezeichnenderweise ein Bürgermeister in dieser Region...)

P. S.: In der heimischen TV-"Berichterstattung" über die Formel 1 läuft's ebenfalls nach diesem Muster (manchmal sogar noch etwas ärger...) ab...

Daß das alles nichts mit einer Korrumpierbarkeit des Journalismus in unserer "Erst-kommt-die -Werbung, -und-dann-kommt-der-'Zaubertrank' "-Oligarchie zu tun hat, mag man nicht so recht glauben...

Schon gar nicht dann, wenn man bedenkt, daß man (nicht zu verwechseln mit jedermann) bereits ganze Komplementärfarben "okkupieren" kann...

Angesichts solcher klammheimlichen, lautlosen, frühestens auf den zweiten Blick ersichtlichen medialen "Demokratie-Adaptierungen" mittels "Eigen-/Fremdkapital" ("Forza Italia II.") verliert ja selbst das von politschen Konkurrenzneidern lautstark an die Wand gemalte "Oligarchen-Gespenst Onkel Frank" seinen Schrecken - weil dieses zumindest etwas Kommunikatives und Volkstümliches an sich hat?

Antworten Gast: ökono-mist
18.07.2012 16:58
0 2

Re: In der "Presse"- Sportberichterstattung ist man wenigstens korrekt!


(Das obligate) Korrekturerl:
Hinter das Wort "Journalismus" im vorvorletzten Absatz gehört noch ein "Apostropherl"

Gast: NixPassiert
18.07.2012 16:11
1 0

also ganz so schlimm...

schon arg, dass salzburg gegen die verliert. noch dazu auf diese weise...

aber nichtsdestoweniger muss man gegen villareal, bilbao, psg und konsorten erst einmal bestehen - so wie die bullen in den letzten jahren. also erstmal abwarten! nicht jetzt alles verteufeln und dann später jubeln, weil man "hat's ja eh schon immer gwusst", dass die das schaffen.

schlimmster Feind

Österreich und Fußball ist wie Teufel und Weihwasser!!!

Antworten Gast: JRSA
24.07.2012 21:39
0 0

Re: schlimmster Feind

Zuerst soll Jahn Regensburg aufsteigen, dann reden wir weiter.

Werte Redaktion!

Sie haben einen Vertipper in "Luxemburg", nämlich "Luxenburg".
Beste Grüße,
P.

Antworten Gast: hudro45
18.07.2012 13:23
2 0

Re: Werte Redaktion!

Wurde angeblich auch schon der Medienbehörde gemeldet.

Keine Sorge Herr Oberlehrer,der für den Vertipper zuständige Angestellte wurde schon den Ermittlungsbehörden übergeben.

Gast: kdoli
18.07.2012 09:13
3 0

Salzburg in der Champions League


Um solche peinliche Situationen in Zukunft zu vermeiden, sollten österreichische Fussballklubs einfach nicht mehr in internationalen Bewerben antreten.
Dasselbe gilt auch für die Nationalmannschaft. Die Kosten die dabei eingespart werden, könnten karritative Vereinigungen dringend gebrauchen,

Antworten Gast: awnb
24.07.2012 21:38
0 0

Re: Salzburg in der Champions League

Aufgegeben werden nur Briefe.

Gast: hansibua
18.07.2012 08:24
0 0

soriano

soriano ist im winter noch als top-transfer vom großartigen fc barcelona angepriesen worden - im frühjahr hat er glaub ich ein 1 tor erzielt, der ausschluss ist jetzt das 2. mal, dass er irgendjemanden auffällt ... das paradebeispiel für die salzburger fußballmentalität - bin gespannt wann DM einsieht, dass er da nur ein paar seelenlosen saisonarbeitern ein vermögen nachwirft, mit dem sie ihr leben lang ausgesorgt haben...

verbot

ich trete für ein verbot der teilnahme österr. vereine an internationalen bewerben ein, da dadurch das ansehen österreichs nachhaltig geschädigt wird

Antworten Gast: Propellix
18.07.2012 09:12
0 0

Re: verbot

Das fordere ich seit Jahren!
Die sind sowas von UNFÄHIG, das gibt´s nicht.
Die "Sportdirektoren", die diese Mannschaft zusammengekauft haben, gehören nachträglich noch füsiliert.
Frage mich nur, wieviel die Sportdirektoren an solchen Transfers mitschneiden. Eine einzige Schande...

Antworten Antworten Gast: naiin
24.07.2012 21:37
0 0

Re: Re: verbot

Aufgegeben werden nur Briefe.

Ohne Seele, ohne Hirn alles wieder mal verdaddelt!

Red Bull war und ist offenbar ein wirklich hoffnungsloser Fall! Da pumpt Didi Mateschitz Unsummen in einen von ihm künstlich geschaffenen Verein; der Kader wurde zu einem personellen Durchhaus und besaß daher nie wirklich eine Identifizierung mit dem Verein. Engagiert wurden neue Leute offenbar nach dem Zufallsprinzip. Echte Kämpfer waren jedenfalls selten dabei. Da gab es in kritischen Spielsituationen kein Aufbäumen; kein Versuch, wenigstens über den Kampf das Blatt zu wenden. Gerade, daß die Herren Stars nicht während des Matches eingeschlafen sind. So wurscht war es ihnen, ob sie gewinnen oder verlieren. Das war ein Scheitern auf der ganzen Linie: Spieler, Trainer und Sportdirektoren hatten allesamt eine kurze Ablaufzeit.

Sogar die Hoffnungen auf das Rückmatch in der nächsten Woche in Salzburg würde ich nicht überbewerten. Bisher waren die Roten Bullen nämlich in der CL-Quali daheim NOCH NIE als Sieger vom Platz gegangen. Gewonnen wurde nur auswärts; diesmal nicht einmal das! Man hat eben nur eine Schönwettertruppe auf dem Platz. Wenn´s einmal im Match kritisch wird, ist man verlassen, sofern man sich auf sie verläßt.

Und auch keiner der Betreuer fährt in solchen Fällen energisch dazwischen. Statt harter Kritik hört man nur ein Wischiwaschi-Gesäusel, bei dem sich die frustrierten Fans verhöhnt vorkommen müssen. Und alles nur, weil Mateschitz ein gutmütiges Medium für jede Form von fußballerischen Scharlatanen ist, die in ihn einen dummen Geldesel sehen und ausnehmen...

Antworten Gast: fan12
19.07.2012 13:06
0 0

Re: Ohne Seele, ohne Hirn alles wieder mal verdaddelt!

Sie sind vermutlich auch einer der nur zur Neidgenossenschaft gehört, die meistens im Osten Österreichs zuhause ist.
Die Siege in der Gruppenphase gegen Paris SG und das Unentschieden gegen Bilbao wurden mit der gleichen, von ihnen beschimpften Mannschaft, erreicht.
Außerdem ist ihre Behauptung, das RB
NOCH NIE zuhause gewonnen hat völlig
falsch; war letzte Saison so, vorher wurden sehrwohl Heimsiege gefeiert - also besser recherieren, dann schreiben !!!

Antworten Antworten Gast: mochwodwüst
24.07.2012 21:33
0 0

Re: Re: Ohne Seele, ohne Hirn alles wieder mal verdaddelt!

Sie können so viel textlich schreien wie Sie wollen, es bleibt aber dabei, dass ihr gegen F91 Dudelange aus Luxemburg vorloren habt. Da heißt es jetzt nicht zurückschreien, sondern Probleme finden und LÖSEN.

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Re: Ohne Seele, ohne Hirn alles wieder mal verdaddelt!

klar kann Geld gewinnen! Chelsea, barca, real,....! das mit der Tradition ist überbewertet!!

Antworten Antworten Gast: austria wien
18.07.2012 07:39
3 0

Re: Re: Ohne Seele, ohne Hirn alles wieder mal verdaddelt!

du ahnungsloser - bei barca spielen 7 eigenbauspieler - zuerst informieren, dann schreiben

Re: Re: Re: Ohne Seele, ohne Hirn alles wieder mal verdaddelt!

yepp!
und die verdienen auch nix, gell ;))

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: austria wien
18.07.2012 11:34
1 0

Re: Re: Re: Re: Ohne Seele, ohne Hirn alles wieder mal verdaddelt!

aber gewinnen tuns auch - gel

Re: Re: Re: Re: Re: Ohne Seele, ohne Hirn alles wieder mal verdaddelt!

jo, so wie die Austria
wo spielen die heuer, im NÖ-Cup??

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: austria wien
18.07.2012 13:13
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ohne Seele, ohne Hirn alles wieder mal verdaddelt!

geht nicht - austria wien ist ein wiener verein - daher ist eine teilnahme in nö nicht möglich.

 
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