[WIEN/SB] Schon in Novi Sad war es Deni Alar, der die Hoffnung aufrecht erhalten hatte. In der Nachspielzeit hatte er mit dem 1:2 das wichtige Auswärtstor erzielt. Und auch im Rückspiel war es der 22-Jährige, der Rapid rettete. Sein verwandelter Elfer in der Nachspielzeit legte den Grundstein zum 2:0-Sieg, der zum Aufstieg ins Play-off der Fußball-Europa-League reichte. Schiedsrichter Malek hatte den Strafstoß verhängt, weil Trajkovic den Arm gegen Terrence Boyd ausgefahren hatte – ein Elfer, den wohl nur wenige Unparteiische pfeifen.
Alars Tor überdeckte die 90 zähen Minuten, die die 15.800 Fans im Hanappi-Stadion vorgesetzt bekamen. Nur Steffen Hofmann war anzumerken, dass er unbedingt ins Play-off einziehen wollte. Der Rapid-Kapitän mühte sich, seinen Elfer-Fehlschuss in Serbien vergessen zu machen. Alle gefährlichen Aktionen der Grünweißen gingen von ihm aus. Viele waren es nicht: Einen Fernschuss von Hofmann konnte Torwart Supic parieren, ebenso einen Kopfball von Terrence Boyd nach Hofmann-Maßflanke.
Da schrieb man bereits die 53. Minute, zur Pause hatte es Pfiffe der Rapid-Fans gegeben. Aber erst zu Beginn der „Rapid-Viertelstunde“ gab es die nächste Chance: Mario Sonnleitner traf nach Hofmann-Freistoß per Rücken die Stange. Näher sollte Rapid dem 1:0 nicht kommen – bis die Nachspielzeit anbrach. Als Novi Sad alles nach vorn geworfen hatte, legte Boyd noch das 2:0 nach.
Der nächste Gegner der Grünweißen wird am Freitag ausgelost.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2012)

