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Fußball: Schiedsrichter k.o. - Spielabbruch in Düsseldorf

11.08.2012 | 18:12 |   (DiePresse.com)

Als Referee Christian Fischer im Testspiel zwischen Düsseldorf und Benfica gerade einen Benfica-Spieler ausschließen wollte, bekam er vom Benfica-Kapitän einen Bodycheck verpasst.

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Zum zweiten Mal binnen weniger Monate ist Düsseldorf der Schauplatz eines Fußball-Skandals. Im Gegensatz zum Platzsturm in der Relegation gegen Hertha konnten die Fortuna-Fans diesmal aber nichts dafür, es waren die Gäste von Benfica Lissabon, die sich nicht benehmen konnten.

Man schrieb die 43. Minute: Schiedsrichter Christian Fischer wollte eben Benfica-Spieler Javi Garcia mit Gelb-Rot ausschließen, da brannten bei Garcias Teamkollegen Luisao die Sicherungen durch. Der Kapitän der Portugiesen verpasste dem Referee einen Bodycheck, Fischer ging bewusstlos zu Boden. "Wenn so ein Schrank auf den Schiedsrichter zugelaufen kommt und ihn checkt, ist klar, wie das ausgeht", meinte Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz.

Nach langer Behandlungspause, in der der Schiedsrichter in der Kabine behandelt wurde, brach Fischer schließlich die Partie ab. Die Fortuna-Offiziellen kündigten das Einschalten der Uefa und Regressansprüche gegen Benfica an. "Das ist das Schlimmste, was ich je im Fußball erlebt habe. Es ist deprimierend, mit sowas in Verbindung gebracht zu werden", sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth nach dem Abbruch. Die Entscheidung, das Spiel nicht fortzusetzen, wurde Frymuth von Fischer im Kabinentrakt mitgeteilt. Der Unparteiische hatte sich zunächst vom Düsseldorfer Teamarzt behandeln lassen. Wie der Fernsehsender Sport1 mitteilte, habe Fischer über Kopfschmerzen geklagt.

Um das Publikum nicht zu verärgern, teilte Fortuna-Trainer Norbert Meier seinen Kader in zwei Mannschaften auf und ließ ein Testspiel austragen. "Unsere Generalprobe wurde außer Kraft gesetzt, das stört unsere Vorbereitung extrem", schimpfte Meier.

>>> Zum Video des Vorfalls bei YouTube

(Red.)

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