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Scharner: "Ich wollte nur den Crash provozieren"

17.08.2012 | 12:05 |  Christoph Gastinger (DiePresse.com)

Paul Scharner spricht im Interview mit DiePresse.com über seine unrühmliche Rolle als "Schwarzer Peter", mögliche Reue und einen notwendigen Crash. Der ÖFB erklärte seine Team-Karriere für beendet.

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Herr Scharner, wie ist Ihre Befindlichkeit?

Paul Scharner: "Es ist hart. Es ist eine absolut harte Zeit. Belastend, weil sich alles unrühmlich entwickelt hat und nicht der Wahrheit entspricht."

Was entspricht nicht der Wahrheit?

"Mich stört die Darstellung, wonach ich aus dem ÖFB-Camp abgereist sein soll. Das stimmt absolut nicht. Ich bin rausgeschmissen worden. Ich habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, würde nie wieder aus dem Nationalteam zurücktreten, das möchte ich ein für alle Mal klarstellen. Sonst machen wir einen Pressetisch, der Koller und ich."

Sie haben Teamchef Marcel Koller Respektlosigkeit vorgeworfen. Was genau kritisieren Sie?

"Seine Begründung, warum ich nicht gegen die Türkei spiele. Koller meinte, er wolle erst meine Entwicklung beim Hamburger SV abwarten, weil ich die letzten eineinhalb Jahre nicht auf der Innenverteidigerposition gespielt habe. Dabei habe ich 180 bis 200 Erstliga-Spiele auf dieser Position absolviert. Da braucht man mir nicht mehr erklären, wie man als Innenverteidiger spielt. Außerdem gab es andere Anzeichen für die fehlende Wertschätzung wie etwa die Nominierung für den Spielerrat. Ich sollte ein Backup sein. Ein Gute-Laune-Spieler, der die Kollegen pusht."

Gab es denn keine Möglichkeit, sich konstruktiv mit dem Teamchef über diese Themen auszutauschen?

"In jedem Betrieb gibt es einmal einen Crash, wenn Personen unterschiedlicher Meinung sind. Dann setzt man sich zusammen und spricht darüber, um diesen Crash wieder zu beseitigen. Mit Koller war kein Gespräch möglich. Im Endeffekt war ich der Schwarze Peter, der abgereist ist und nicht mehr wollte."

Sie schließen einerseits eine Rückkehr im Nationalteam nicht aus, weil Sie ja von sich aus nicht zurückgetreten sind. Andererseits haben Sie im Magazin "News" Teamchef Koller scharf kritisiert. Was wollten Sie damit bezwecken?

"Ich wollte nur den Crash provozieren. In dieser WM-Qualifikation ist eine außergewöhnliche Leistung notwendig, wirklich alles muss in die richtige Richtung zeigen. Ich habe es nicht darauf ausgelegt, dass ich rausgeworfen werde."

Bereuen Sie dennoch Ihre Wortwahl?

"Die nächste Tage wird sich abzeichnen, in welche Richtung es geht, ob das richtig oder falsch war."

 

Nachsatz: Das ÖFB-Präsidium hat in seiner Sitzung vom 16. August einstimmig zugesichert, Marcel Koller in seiner Entscheidung hinsichtlich der Causa Scharner vollinhaltlich zu unterstützen.

Darüber hinaus hat das Präsidium den einstimmigen Beschluss gefasst, dass der Spieler Paul Scharner, unabhängig von der Person des Teamchefs, künftig in keine österreichische Nationalmannschaft mehr einberufen wird.

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109 Kommentare
 
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Re: Und ich dachte immer der Maierhofer sei der Depp der Nation.

Fußballer ist er keiner, aber dafür hat er es bei diesem Sport sehr weit gebracht, von daher würde ich ihn nicht als Depp bezeichnen ;)

Trainer

wofür brauchen wir einen schweizer Teamtrainer?...

Re: Trainer

damit du Hirsch was zum sudern hast...

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Re: Re: Trainer

Weil es die österreichischen Teamchefs in der Vergangenheit nicht drauf hatten, oder möchten Sie einen Herrn Prohaska oder Krankl als Teamchef? Die haben hinlänglich bewiesen, dass sie's nicht drauf haben - außer kluge Sprüche! Was soll das, ist doch egal ob er Schweizer oder sonst eine Nationalität hat!

Antworten Antworten Gast: Kaiser Chef
17.08.2012 13:46
4 0

Re: Re: Trainer

ich würd sie gerne für das posting des jahres nominieren...!

Antworten Gast: baum233
17.08.2012 01:31
17 0

Re: Trainer

Die Resultate dieses Jahr und die Entwicklung des Teams unter Koller passen absolut.

Verglichen mit Didi Constantini eine 200% Steigerung!

Dafür brauchen wir einen Schweizer Teamchef

Antworten Antworten Gast: bvbv
17.08.2012 17:14
0 0

Re: Re: Trainer

Blöder Vergleich. Mit dem Krankl oder dem Hicke muss er (Koller) sich eher vergleichen.

Hätten das österreichische Nationalteam in Ulan-Bator gespielt, dann wäre Herr Scharner...

...bestimmt nicht vorzeitig abgereist.

Re: Hätten das österreichische Nationalteam in Ulan-Bator gespielt, dann wäre Herr Scharner.../vain inc.

:o)))!!!

Scharner Parodie Video

schaut doch einmal da rein ;-))
http://www.youtube.com/watch?v=jQGwMZ7vbYA

Gast: Gast677
16.08.2012 21:42
14 0

Mit 30+ wird es auch für einen

Fussballer Zeit erwachsen zu werden und nicht wie ein Kleinkind bei jeder Kleinigkeit beleidigt und trotzig zu sein!


Die Scharners laufen dutzendweise herum...

An guten Tagen kann Scharner ein wirklich guter Defensivspieler sein. Aber er ist halt doch mehr ein braver Kämpfer und Rackerer und kein echter "Spielgestalter". Er war, is tund bleibt ein verläßlicher "Knappe"; die "Ritter" sehen anders aus! Insofern kompensiert er seine fußballerische Durchschnittlichkeit aber bisher recht geschickt mit einer Außerdarstellung wie ein echter Superstar, was ihm bei diversen Vertragsverhandlungen zu gut dotierten Job verhalf. Doch nun war eben das endgültige Ende dieser "Kletterstange" erreicht; zumindest in der Nationalmannschaft. Denn dort stehen dem Teamchef mehrere personelle Alternativen zur Verfügung.

Wenn Scharner nun von "mangelndem Respekt" seitens Marcel Kollers faselt, ergibt das einfach keinen Sinn! Gerade WEIL Koller viel von Scharner hält, hat er ihn einfach deshalb für das Team nominiert, um ihm zu zeigen: Du hast in Hamburg weder trainiert noch ein einziges Match bestritten, aber Du gehörst zu uns; zum Team. Monentan setze ich Dich noch nicht ein, aber im Herbst, in der WM-Quali können wir Dich noch gut brauchen, denn dann stehst Du ja auch schon in Hamburg voll in Saft und Kraft!

Noch mehr Entgegenkommen konnte und durfte Scharner einfach nicht erwarten. Und so, wie er jetzt sein Gespräch mit Koller darstellt, macht es erst recht keinen Sinn: SO kann es einfach nicht abgelaufen sein! Zwar mag es sein, daß es tatsächlich so gelaufen ist; aber bloß in Scharners eigener Fantasie! Der HSV kann sich jedenfalls "freuen"...

Antworten Gast: theonlygoodnewsisbadnews
17.08.2012 17:19
0 0

Re: Die Scharners laufen dutzendweise herum...

Bis zum vorletzten Absatz Ihres Postings dürfte der Scharner nicht gedacht haben...

Antworten Gast: brandwashedscharner
17.08.2012 17:16
0 0

Re: Die Scharners laufen dutzendweise herum...

Sieht so aus, als hätte der Scharner 'Brandwashing' von martin Lindstrom gelesen, und sein Experiment nachgemacht! Da ging es um eine stinknormale Mitarbeiterin von einem amerikanischem Fernsehsender, den er versucht hat, als Star aufzubauen. Es funktionierte! Binnen 1 Stunde!

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kein Kommentar...

....... -.-

na und

ein depp weniger, zwei sind noch da

Gast: Johann S
16.08.2012 19:09
0 0

Der Lotse

geht von Bord.
So glaubt er halt der Gute.

Ist sicher nicht so.

Re: Der Lotse

Stell Dir vor, Paul Scharner geht von Bord und dennoch siegt das Team zum ersten Mal nach 24 Jahren gegen die Türkei! Ob ihn das zum Nachdenken bringt? Schön wäre es ja, denn dann bestünde für diesen Egomanen noch ein Fünkchen Hoffnung. Aber mit 32 Jahren fällt ihm vermutlich jede Umstellung schwer. Ein echter "Teamplayer" wird er wohl niemals mehr! Zum Glück haben die Hamburger seinen 20 Punkte-Katalog bei den Vertragsverhandlungen akzeptiert. Sonst rennt er auch den Bundesliga-Dinos (seit 50 Jahren niemals abgestiegen) noch vor Saisonbeginn davon...

Antworten Antworten Gast: frechhheit
17.08.2012 17:20
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Re: Re: Der Lotse

Der Freche hat auch noch einen 20-Punkte-Katalog den HSVlern vorgelegt?

selbstdarsteller

... und genau wegen solchen Selbstdarstellern war das gestern nur eine zufällige Ausnahme - oder gerade deswegen war es ein Erfolg, weil sich Koller von solchen Typen trennt.

Bei solchen "Persönlichkeiten"

... wundert das bisherige schlechte Abschneiden in Pflichtspielen keineswegs!


auch Olli Kahn machte den Ersatztorhüter!

und der ist auch nicht als selbstlos bekannt, wohl aber als bester torhüter (oder einer der besten) seiner zeit!

scharner kann ... gehen, 200 Premier League spiele hin oder her!

die neue Frisur...

... konnte ja nichts gutes verheißen

niemand redet mehr über

das tapfer erkämpfte 2:0 über die türkei.
dabei fragte im zdf die deutsche sportmoderatorin den olli kahn, wer den nun die besten in der wm-qualifikationsgruppe sind (schweden, deutschland, irland verloren deutlich), "österreich?" olli kahn: " äh, ah, äh, ich weiss es nicht....)".

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Re: niemand redet mehr über

Die Iren haben unentschieden gespielt!

Re: Re: niemand redet mehr über

stimmt, gegen die foröer....

Re: Re: Re: niemand redet mehr über

gegen die Serben

Gast: gast:1
16.08.2012 16:16
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wozu Nationalteam?

ganz allgemein betrachtet: wozu sollte ein Profispieler im Nationalteam spielen wollen?

Kollidiert mit den Klub-Interessen, bringt wenig Ruhm, wenig Geld, und ist nur manchmal während Klub das ganze Jahr ist.

Ich hätte auch kein Interesse daran, zu GrossEreignissen mit irgendwelchen anderen Spielern, mit denen ich vielleicht nicht gut zusammenspielen kann, mir den guten Ruf versauen zu lassen.

Beispiel: Messi.
Bei Barca ein Gott,
im Nationalteam eher unauffällig (man erinnere sich an die WM in Südafika)

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Re: wozu Nationalteam?

Frage: welches "Großereignis" könnten Sie meinen? Wann hat Österreich bei einem Fußballgroßereignis eine Rolle gespielt, bzw. sich dafür qualifiziert?

Ääähhhhh, sehr sehr lange her.


Re: wozu Nationalteam?

stimmt und es hat auch noch nie Nationalspieler gegeben, die nach einem Großereignis einen dreimal so hochdotierten Vertrag wie vorher bekommen haben...
angesehen davon sollte es eine Ehre sein, das eigene Land vertreten zu dürfen...

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Scharners Verlust der Realität

Ursache für seine fehlende Selbsteinschätzung ist die Tatsache, dass ihm zu oft das Hirn geHOBELt wurde. Man muss solche Leute ignorieren, um ihnen wirklich weh zu tun.

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es reicht

diesem Kasperl tagelang eine Bühne zu geben ist für die Presse unwürdig

Antworten Gast: achwietoll
17.08.2012 17:23
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Re: es reicht

Stimmt: es reicht. Der geilt sich auch nur wegen dem Theater auf und zeigt allen seinen Freunden, wie toll er ist, weil er in allen Medien vorkommt.

 
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