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Juventus kämpft gegen Sperre von Trainer Conte an

23.08.2012 | 17:57 |   (DiePresse.com)

Der Klub will eine Aussetzung der Sperre bis zum letztinstanzlichen Urteil beantragen. "Das ist eine Schande", kommentierte der Conte seine Sperre.

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Juventus Turin will für seinen Coach Antonio Conte eine Aussetzung der Sperre bis zum letztinstanzlichen Urteil beantragen. Dies würde dem Coach ermöglichen, zum Meisterschaftsstart am Wochenende auf der Trainerbank zu sitzen, berichtete Contes Anwalt Luigi Chiappero bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Turin. Ein Gericht des italienischen Fußballverbandes (FIGC) hatte die am 10. August verhängte Sperre von zehn Monaten wegen der Verwicklung in den Wettskandal am Mittwoch bestätigt.

Conte protestierte am Donnerstag heftig gegen die Sperre. "Was geschehen ist, ist eine Schande, ich habe mich stets korrekt verhalten", sagte der 43-Jährige. Conte betonte, er sei von einem Profi, Filippo Carobbio, belastet worden, der keinerlei Glaubwürdigkeit habe. "Ich habe in meinem Leben nie gewettet und bin weniger glaubwürdig als Carobbio, der Spiele manipuliert hat", klagte der Trainer.

Juve-Präsident spricht von "Hexenjagd"

Harte Worte kamen auch von Andrea Agnelli, der den Prozess gegen Conte als "Hexenjagd" bezeichnete und die Sportgerichte des FIGC "barbarischer Methoden" bezichtigte. "Das System muss von Grund auf reformiert werden", forderte der Juventus-Präsident. Conte sei ohne stichhaltige Beweise verurteilt worden. Das Strafmaß von zehn Monaten sei viel zu hoch.

Conte soll 2011 als Trainer des AC Siena über Spielabsprachen informiert gewesen sein und seine Kenntnisse nicht gemeldet haben. Er wurde jedoch vom Verdacht des Sportbetrugs entlastet. Conte hat stets alle Vorwürfe bestritten. Wie Juventus mitteilte, wird Conte in den nächsten Monaten von Jugendtrainer Massimo Carrera vertreten. Conte wird nun das Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitees als letzte Instanz anrufen, das sich Anfang September mit dem Fall befassen wird.

(ag)

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