Wien/AG. Der VfB Stuttgart will als erstes Team den Sprung aus dem Play-off in die Gruppenphase der Europa League schaffen. Im vorgezogenen Rückspiel der vierten Qualifikationsrunde gehen die Schwaben am Dienstag (18 Uhr/live Kabel1) in Moskau mit einem 2:0-Vorsprung gegen Dynamo ins Aufstiegsrennen. Auch der Rückschlag beim Liga-Saisonauftakt, dem 0:1 gegen Wolfsburg, soll Stuttgart gegen den Tabellenletzten aus Russland nicht beirren. „Wir haben gar keine Zeit für einen Knacks“, versicherte Bruno Labbadia. Der VfB-Trainer wird auch in Moskau wieder auf Martin Harnik vertrauen, obwohl er diesen im Hinspiel nach einer Stunde vom Platz nahm. Harnik habe den Gegner müde gespielt, lobte Labbadia den ÖFB-Internationalen. Der Flügelspieler dürfte in der russischen Hauptstadt einziger österreichischer Beitrag bleiben. Der seit Montag 19-jährige Kevin Stöger sowie der gleichaltrige Raphael Holzhauser standen bei Stuttgart zuletzt nicht im Aufgebot.
In der Champions League stehen am Dienstag ebenso Rückspiele auf dem Programm. Malaga steht nach einem 2:0 gegen Panathinaikos vor dem Antreten in Athen ebenso vor dem Sprung in die Gruppenphase wie der weißrussische Vertreter Bate Borissow, der bei Hapoel Kirjat Schmona ebenfalls einen 2:0-Vorsprung verteidigt. Anderlecht muss gegen Limassol in Brüssel ein 1:2 drehen, auch Dinamo Zagreb tritt in Maribor mit einem 2:1-Vorsprung an. Zwischen Udinese und Braga steht es vor der Retourpartie im Friaul 1:1.
Am Mittwoch kämpfen mit Aleksandar Dragovic und Martin Stranzl zwei Österreicher gegen das Aus im Rennen um den Einzug in die Königsklasse. Stranzl hat mit Gladbach nach einem 1:3 gegen Dynamo Kiew den Aufstieg fast schon ad acta gelegt. Dragovic gab sich vor der Reise des FC Basel nach Cluj hingegen kämpferisch. Die Schweizer müssen ein 1:2 aufholen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.08.2012)

