23.05.2013 02:49 Merkliste 0

"Heißer Abend": Polizei auf Rapid - Paok vorbereitet

28.08.2012 | 10:13 |   (DiePresse.com)

Am Donnerstag steigt das Europa-League-Rückspiel. Im Hanappi-Stadion herrschen größere Sicherheitsvorkehrungen als bei einem Wiener Derby.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Wiener Polizei richtet sich auf einen "heißen Abend" ein, wenn Rapid am Donnerstag (20.45 Uhr) im Hanappi-Stadion im Rückspiel der Europa-League-Qualifikation auf PAOK Saloniki trifft. Die Hauptsorge dabei: Die Anhänger der griechischen Mannschaft sicher ins Stadion zu geleiten und wieder hinaus. Dass von griechischer Seite der Teil der Fans kommt, der sich mit den Schlachtenbummlern Rapids am vergangenen Donnerstag heftige Auseinandersetzungen geliefert hat, wird aus wirtschaftlichen Gründen eher bezweifelt.

"Das wird ein heißer Abend", meinte ein Beamter am Montag zur APA. Die Sicherheitsvorkehrungen werden wohl noch größer als bei einem Derby zwischen Rapid und Austria. Allerdings muss die Exekutive für konkrete Planungen abwarten, welche Sanktionen die UEFA gegen die Mannschaften verhängen wird. Vonseiten der Griechen erwarten die Sicherheitskräfte, dass vor allem die Familienfans kommen werden. Nach Informationen der APA war bis Montag lediglich ein Bus aus Saloniki angekündigt. Allerdings bliebt auch abzuwarten, ob Fans von Partizan Belgrad zu dem Spiel nach Wien kommen. Bei PAOK Saloniki besteht eine Fanfreundschaft mit den Serben.

Unterdessen haben Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) und Bürgermeister Michael Häupl (S) einmal mehr die Gewalt am Fußballplatz massiv verurteilt. Für Vandalismus und Radau gebe es "null Toleranz", sagte die Innenministerin am Montag zur APA. Es müsse ein "Familienfest" bleiben. Nicht zuletzt deshalb habe man ein Fünf-Punkte-Programm mit ÖFB und Bundesliga installiert. Wichtig sei aber, dass die Vereine mitziehen.

Häupl nahm zur Diskussion in Deutschland Stellung, wo über eine Verteuerung der Kartenpreise bzw. über reine Sitzplatzstadien nachgedacht wird. Eine Verteuerung der Karten "will ich nicht", sagte der Bürgermeister und bekennende Austria-Fan. Er lehne Zustände wie in England ab, wo sich nur mehr eine kleine Gruppe die Stadionbesuche leisten kann. Es sei aber klar, dass man entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen müsse. Wobei für den Bürgermeister der Wille der Verein erkennbar sei. Vor allem die Videoüberwachung in den Stadien sei ein wesentlicher Schritt gewesen. "Das Entscheidende ist, sich zusammenzusetzen, gemeinsam Maßnahmen zu beschließen und die umzusetzen. Und zu den Maßnahmen stehen - es kann nicht sein, dass morgen nicht mehr gilt, was heute beschlossen wurde."

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

5 Kommentare

Zahlt Rapid den Polizeieinsatz ?


Gast: NPM
28.08.2012 16:44
3 0

Blauäugigkeit oder Kalkül?

Ich verstehe die Aussagen der Wiener Polizei gar nicht. Entweder sind die total ahnungslos und blauäugig oder es sind nur Aussagen um die potentielle Zuschauer im Stadion zu beruhigen.

Da heißt es: "Dass von griechischer Seite der Teil der Fans kommt, der sich mit den Schlachtenbummlern Rapids am vergangenen Donnerstag heftige Auseinandersetzungen geliefert hat, wird aus wirtschaftlichen Gründen eher bezweifelt."
Im Gegenteil. Wer den griechischen Fußball kennt und speziell die PAOK Fans weiß, dass die Hardcores - ob mittellos oder nicht - mit Bussen meilenweit reisen. Selbst eine Fahrt nach Donezk mit dem Bus (2 Tagen Dauerfahrt) schrecken nicht ab und ist finanziell sehr günstig. Häufig sind diese Fahrten auch noch subventioniert, so dass man für Umme fährt. Gerade nach den Vorfällen in Saloniki und dem für PAOK Fans total ungerechten harten Strafen, sollte schon mit Gewaltfans gerechnet werden - gerade die die mit den Rapidlern Leuchtkörper und Plastiksitze "austauschten".

Des Weiteren heißt es, dass vor allem Familienfans kommen sollten. Blödsinn! Bei Auswärtsfahrten von PAOK gibt es kaum Frauen und noch weniger Kinder. Das wäre zu gefährlich - auch wenn in den letzten Jahren die Auswärtsspiele friedlich blieben.

Und zu letzt die Aussage von einem Bus kann auch nur unernst sein... 800 Tickets sind verkauft, viele davon auch zu den vielen PAOK-Fan-Clubs in Deutschland. Es werden mindestens 15 Busse sein und dazu noch Individualreisende mit PKW und Auto.

Viel Spaß!

Es müsse ein "Familienfest" bleiben.

wer zu diesem Spiel sein Kind mitschleppt, muß schon gewaltig einen an der Waffel haben.....

6 0

Härteres Durchgreifen

Bevor also die Tickets teurer werden, lassen wir lieber den massiven Sicherheitsaufwand vom Steuerzahler begleichen. Macht ja nichts, wenn Hütteldorf regelmäßig wie ein Kriegsgebiet anmutet.

Was spricht eigentlich gegen eine Zero Tolerance Policy und längeres Stadionverbot für die Idioten, die Probleme machen?

frage zu paok

gibt es medienberichte bzw aussagen der uefa, welche sanktionen paok zu fürchten hat?
bitte mit links :)