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Rapid: Im Wiederholungsfall – Ausschluss

28.08.2012 | 17:01 |   (Die Presse)

Rapid wurde nach den Vorfällen beim Play-off-Spiel der Europa League in Saloniki von der Uefa zu einem „Geisterspiel“ und zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro verurteilt. Mit einer Bewährung von drei Jahren.

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Wien/AG/WIE. Man hat es geahnt, dennoch ist man bei Rapid zerknirscht. Denn die Strafe für den österreichischen Rekordmeister ist hart ausgefallen. Dass die Ausschreitungen beim Play-off-Spiel der Europa League in Saloniki ein Nachspiel haben, war den Verantwortlichen klar. Die Europäische Fußballunion (Uefa) hat bereits am Sonntag die Vereine über das ihnen blühende Strafausmaß informiert, Saloniki und Rapid haben am Dienstag die schlimmsten Strafen in der ersten Instanz ausgefasst.

Die Hütteldorfer wurden zu einem Europacup-Heimspiel ohne Zuschauer sowie zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro verdonnert. Für die Griechen fiel das Urteil noch härter aus. Saloniki wurden drei „Geisterspiele“ verordnet und muss 150.000 Euro berappen.

Die Kontroll- und Disziplinarkommission der Uefa hat Wort gehalten, sie hatte bereits in einem Schreiben angekündigt, empfindliche Strafen zu verhängen. Sowohl Rapid als auch Paok drohen des Weiteren nun ein Ausschluss aus einem internationalen Uefa-Bewerb, für den man sich in den nächsten fünf Jahren sportlich qualifiziert, sollte es erneut zu Ausschreitungen kommen. Diese Strafe wurde mit einer Bewährung von drei Jahren ausgesprochen.

Das Rückspiel am Donnerstag dürfen die Hütteldorfer noch im Hanappi-Stadion vor ausverkaufter Kulisse bestreiten. Der Zuschauerausschluss würde damit erst in der Europa-League-Gruppenphase bzw. im Fall eines Ausscheidens erst im Zuge einer zukünftigen Europacup-Teilnahme schlagend werden.

Damit verhängte der Uefa-Ausschuss die vom Chefankläger Jean Samuel Lauba in dieser Causa geforderten Höchststrafen. Sowohl Rapid als auch Paok kündigten Einspruch gegen die erstinstanzlichen Urteile innerhalb der nächsten drei Tage an. Somit muss sich nun der Uefa-Berufungssenat mit diesem Fall befassen. Im Gegensatz zur erstinstanzlichen Entscheidung besteht im Verfahren der zweiten Instanz die Möglichkeit, persönlich Stellung zu nehmen. Die Entscheidung des Berufungssenates ist verbandsintern endgültig, sie kann in weiterer Folge nur noch beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne beeinsprucht werden.

800 Paok-Fans in Wien erwartet

Sieben Rapid-Anhänger waren am vergangenen Donnerstagabend nach den schweren Ausschreitungen im Toumba-Stadion in Thessaloniki vorübergehend festgenommen worden. Aus dem Gästesektor hatten Schlachtenbummler rund 20 Minuten vor Spielbeginn Leuchtraketen auf den Paok-Sektor abgefeuert, woraufhin Saloniki-Fans zum Gegenangriff übergingen, auf den Platz stürmten und pyrotechnische Gegenstände auf die Rapid-Anhänger schossen.

Bereits vor dem Stadion war es zu Randalen gekommen. Um die Paok-Fans vor den Toren des Rapid-Sektors halbwegs zu bändigen und Zusammenstöße beider Gruppierungen wie bereits am Nachmittag in der Innenstadt zu vermeiden, hatte die in zu geringer Personenzahl aufmarschierte Polizei sogar Tränengas eingesetzt.

Die Kontroll- und Disziplinarkommission der Uefa führte „Zuschauerausschreitungen (Artikel 6 der Rechtspflegeordnung/RPO), Sachbeschädigungen (Art. 11, 2 der RPO) sowie vor allem das „Zünden und Werfen von Gegenständen und Feuerwerkskörpern“ als Verfehlungen des Rapid-Anhangs an. Österreichs Rekordmeister teilte in einer ersten Reaktion mit, dass ein Geisterspiel „aufgrund von Verfehlungen eines Teils der mitgereisten Fans bei einem Auswärtsspiel nicht verhältnismäßig“ sei und deshalb Einspruch gegen das Urteil eingelegt werde.
Zum Rückspiel in Wien werden rund 800 Paok-Fans erwartet. Die Sicherheitsvorkehrungen der Polizei werden größer als bei einem Wiener Derby sein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)

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20 Kommentare
Gast: du mich auch
29.08.2012 12:24
0 1

primitiv

..und wieder zeigt sich das Fußballanhänger "DAS" primitivste Volk sind...
der Bodensatz der Menschheit

Re: primitiv

Das ist doch nicht wahr, z.B. in Serbien ist es erst vor kurzem uzu Krawallen bei einem Basketballspiel gekommen, wo im übrigen in der Halle Bengalenfeuer entzündet und geworfen wurden.

Es ist nun einmal so, dass es Menschen gibt, die sich beim Sport abreagieren, manche als Akteure und der große Rest als Zuschauer :-/

Wann

wird es Österreich endlich verstehen und Gesetze einführen wie es in England der Fall ist.
Für diese "Fans" ist mittlerweile der Fußball in den Hintergrund gerückt, alles was zählt ist die Feindschaft mit dem Rivalen.

traurig

Gast: today
29.08.2012 09:17
0 0

Dumm gelaufen

Die Strafe ist sicherlich gerechtfertigt!

Das einzige über das man meiner Meinung nach streiten könnte ist, warum es die Fans überhaupt schon wieder geschafft haben solch ein Zeug ins Stadion zu schmuggeln! Dies ist eigentlich das Versäumnis des Gastgebers und dessen Kontrollen! In diesem Falle eines Auswärtsspieles den Verein zu belangen ist vielleicht fragwürdig!

Gast: andi marek
29.08.2012 09:14
1 2

schuld

ich andi marek (waldvierter bauerntrottel) gebe bekannt, dass die austria anhänger schuld waren. sie sind verkleidet in saloniki gewesen und haben dort mit feuerwerkskörper geschossen.

Gast: tc_t
29.08.2012 08:46
1 0

das tut mir aber leid....


Toleranz

meiner Meinung nach ist die Strafe viel zu milde. Wenn ein ehrliches Anliegen dahinter stehen würde, die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen, dann wäre das mit den heutigen technischen Möglichkeiten kein Problem. Diese Randalierer sind so grenzenlos dumm und vermiesen vielen Menschen den Gang ins Stadion. Hier ist jegliche Toleranz fehl am Platze! Lediglich härtestes Durchgreifen und maximale Konsequenz wären die beste Antwort.

Gast: Konservativer
28.08.2012 21:41
7 7

Strafe viel zu mild.

Jeder Fußballverein, dessen Fans Ausschreitungen machen, gehört als kriminelle Organisation verboten, jeder Spieler dieses Vereins lebenslänglich gesperrt, das Stadion, in dem der Verein trainiert, abgerissen und durch ein Einkaufszentrum ersetzt und alle Fans kollektiv mit Gefängnis bestraft.

Das wäre halbwegs angemessen.

Gegen Fußballrowdies hilft nur knallharte, drakonische Law&Order-Politik.

Und

Und kein wort davon dass vor dem match molotov cocktails auf die rapidler geflogen sind, dass die soieler bedroht und angespuckt wurden, dass es den ganzen tag dort keine getränke zu kaufen gab obwohl es mehr als 30 grad hatte, und dass ein rapidler mit stichverletzungen im krankenhaus liegt weil die fangruppen mit kebapmessern überfallen wurden.

Aber recherche ist ja offenbar nicht mehr in, man schreibt nur noch agenturmeldungen ab.

2 0

Re: Und

Das eine rechtfertigt nicht das andere!!!!

Re: Re: Und

ich finde vor allem skandalös, dass die öffentliche Hand das riesige Polizeiaufgebot bezahlen muss!!

Re: Re: Re: Und

Soweit mir bekannt ist, tragen die Clubs sehr wohl einen Anteil an den Kosten.

Re: Re: Re: Re: Und

aber eben nur einen Anteil...

Randalieren

aber es passt sehr gut zur sozialistischen Gesellschaftspolitik. Wenn ein Passant von Rouwdies zusammengeschlagen wird, ist ja auch das Opfer schuld, warum muß er gerade dort sein, wenn sich die Jungs abreagieren wollen.

Re: Randalieren

absolut richtig! Die Vereine können ja nichts dafür. Diese Randalierer, die sich als FANS ausgeben, sollten bestraft werden!! Solche Aktionen entziehen sich absolut jedes Verständnisses und Schaden den Vereinen noch mehr.

Dieses Gesindel hat sich der Verein selbst gezüchtet

Bravo, die Strafe ist noch zu gering.

Re: Dieses Gesindel hat sich der Verein selbst gezüchtet

Wie der Herr,so das Gscherr !Rapid war schon immer ein Proleten-Verein wie sein Präsident einer ist.

Anscheinend...

...lernen es die österreichischen Vereine nicht anders.

Vorerst einmal ist die "Reaktion" der Paok-Irren indiskutabel.

Jetzt zum eigentlichen Punkt. Die österreichischen Vereine lernen es anscheinend nicht anders. Da es für Randalierer keine Konsequenzene gibt, hat diese jetzt Rapid zu tragen. Wenn die Vereine es nicht schaffe gegen Leute, die Pyrotechnik in ein Stadion bringen und damit andere gefährden und verletzen, ein lebenslanges Stadionverbot auszusprechen, sollen sie zahlen und sich immer artig bei ihren Fans bedanken. Dann heißts wieder: "Das sind ein paar die es nie lernen." Die Vereine lernen es nie. Sie wissen großteils, wer diese Leute sind und schauen denen zu, weil es sich um "treue Fans" handelt. Ist klar! ;-)

Genosse Edlinger führt Rapid wie sein Freund Häupl eben in Wien herrscht !

Ohne jegliche Selbstkritik, ja nicht einmal Einsicht.

Beim Rückspiel gegen die Griechen in Wien wird es wieder eine Randale geben, das ist so sicher, wie das Amen im Gebet. Und dann kann sich der famose "Herr" Päsident jegliches Nachdenken über internationale Bewerbe ohnehin ersparen.....

Gast: Carlos Shmuky
28.08.2012 17:23
25 5

Rapid Ultra-Was...??

Der Schaden ist enorm. Rapid ist selber schuld. Es gab die Randale am Westbahnhof und anderswo, es gab einen Platzsturm im Hanappistadion... Rapid hat daraus nichts gelernt, und nennt die Randalierer immer noch "Fans".

Aber: Welcher vernünftige Mensch würde jene Typen, die den Verein fortlaufend massiv schädigen, "Fans" nennen??