21.05.2013 03:42 Merkliste 0

Europa League: Ein Sieg für den Sport und für Rapid - 3:0

30.08.2012 | 22:39 |  Von WOLFGANG WIEDERSTEIN (DiePresse.com)

Die Hütteldorfer gewinnen das Heimspiel gegen Paok Saloniki dank Toren von Alar, Boyd und Hofmann mit 3:0 und erreichen damit die Gruppenphase.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

WIEN Die Anspannung war groß, so groß wie schon lange nicht. Nicht nur bei der Mannschaft, sondern auch bei den Veranstaltern und bei der Exekutive. Das Hanappistadion glich vor dem Playoff-Rückspiel der Europa League einem Hochsicherheitstrakt, die Ausschreitungen in Griechenland vor einer Woche wurden schließlich von der Europäischen Fußball-Union nicht nur scharf verurteilt, sondern es hat auch schwerwiegende Strafen gehagelt. Über Rapid hing das Damoklesschwert, im Fall von weiteren Verfehlungen stand ein Ausschluss von internationalen Bewerben im Raum. Die Atmosphäre musste daher als mehr als knisternd bezeichnet werden. Auf den Rängen aber siegte diesmal die Vernunft.

Für Rapid stand viel auf dem Spiel, nicht nur sportlich gesehen. Für Österreichs Klubfußball ging es aber auch darum, nach dem vorzeitigen Scheitern von Salzburg, Admira und Ried nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Unter den Fans, die den Hütteldorfern die Daumen drückten, befand sich auch Teamchef Marcel Koller. Auch er weiß, dass internationale Erfahrung unbezahlbar ist.

Auf dem Rasen begann die Partie ein wenig hektisch, Rapid-Trainer Peter Schöttel hatte „kontrollierte Offensive“ als Rezept ausgegeben. Wobei die Gastgeber mit Boyd als vorderste Spitze agierten, dahinter sorgten Burgstaller, Hofmann und Alar für Impulse.

Boyd verhindert Rückstand

Das Geheimnis hieß der Mannschaft von Trainer Schöttel hieß Ballbesitz, die Hütteldorfer waren nach der 1:2-Niederlage in Saloniki zum Handeln gezwungen, wobei es sich anfänglich als schwierig erwies, die Abwehr der Griechen in Bedrängnis zu bringen. Es dauerte bis zur 16. Minute, ehe Boyd die Gelegenheit zu einem ersten Warnschuss vorfand. Der US-Spieler aber traf den Ball nicht so, wie er das wollte. Dafür glänzte Boyd später im eigenen Strafraum, er konnte einen Paok-Angriff vereiteln, als er vor der Linie per Kopf rettete.

Rapid ließ sich nicht verunsichern, das Spiel schnell machte entscheidend Torhüter Königshofer. Burgstaller reagierte richtig, er machte Meter, seine Maßflanke fand bei Alar einen Abnehmer. Der 22-Jährige machte sich klein genug, setzte den Kopfball richtig, um das 1:0 zu fixieren (33.). Damit hatte Grünweiß dank Alar, der auch gegen Novi Sad und vor einer Woche in Saloniki getroffen hat, den Rückstand vom Hinspiel wettgemacht. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte der aus Kapfenberg geholte Torjäger die Chance aufs 2:0 vor dem Fuß.

Kaum war die Partie wieder angepfiffen, da gab es für die Rapid-Fans erneut Grund zum Jubel. Boyd schraubte sich nach einem Freistoß in die Höhe und köpfelte zum 2:0 (48.) ein. Damit stand es im Gesamtscore 3:2 für Grünweiß.

Aber es sollten noch bange Minuten für die Gastgeber werden, denn die Griechen gaben sich nicht geschlagen, hatten allerdings im Abschluss kein Glück. Rapid bewies in dieser Phase Reife, vor allem dank Hofmanns Übersicht, der in der 93. Minute mit einem Schlenzer von der Mittelinie den Torhüter düpierte und den 3:0-Endstand erzielte. Grünweiß erreichte zum dritten Mal nach 2009 und 2010 die Gruppenphase der Europa League (Fixum 1,3 Mio Euro). Dort wartet nun allerdings ein „Geisterspiel“.

Die Angst war groß

Vor dem Anpfiff waren die Befürchtungen ob einer Wiederholung der Ausschreitungen beim Hinspiel in Saloniki groß. Doch die Anreise der 800 griechischen Fans ins Hanappi-Stadion verlief ruhig, In der U-Bahn gab es bis auf einen gezündeten Böller keine Vorkommnisse. Auch die Versammlung der Griechen am Schwedenplatz war friedlich verlaufen. Nur eine kleine Auswahl der Griechen hatte sich „verlaufen“. Sie wollten ausgerechnet beim West-Sektor das Stadion betreten . . .

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

27 Kommentare
 
12

Noten!

Hofmann - I+ - ohne ihn, seine Übersicht und Intelligenz,scheints, ginge gar nichts!
Burgstaller, Alar, Boyd - 1+
Sonnleitner - 5, nur große Klappe!

Gast: 5742
31.08.2012 12:46
1 7

Juhuuu der Pöbelverein reist wiedermal durch Europa


Re: Juhuuu der Pöbelverein reist wiedermal durch Europa

Sie haben recht, leicht Kritik und der Pöbel meldet sich. Na ja, ist nach Mittag, der Rausch dürfte ausgeschlafen sein.

Gast: Unparteiischer
31.08.2012 12:14
5 1

saloniki strafen

ich verstehe eigentlich nicht, warum rapid bestraft wurde, da das stadion ja in saloniki war und die angereisten fans sich gegenseitig beschossen. für die sicherheit sind ja die stadionkräfte verantwortlich und die hätten eben besser kontrollieren müssen. rapid hat ja keinen einfluss auf die sicherheit in einem fremden stadion?

Nicht vergessen

Obwohl ich Rapidanhänger bin, hat hier der Einäugige den Blinden besiegt, so ist es nun mal.

Antworten Gast: Green Lantern
31.08.2012 11:01
5 1

Re: Nicht vergessen

Grün bist Du Höchstens vor Neid!!!

Re: Re: Nicht vergessen

Es gibt auch Grüne mit Hirn, noch nichts davon gehört, gelle.

Re: Nicht vergessen

Der einzig Blinde hier bist Du! Bist wohl eher ein Veilchen oder Dosen Fan, der sich hier als "Rapidanhänger" aufspielt!

Re: Re: Nicht vergessen

Wie oben steht, anscheinend gibt es nur mehr grünen Pöbel.

Antworten Antworten Antworten Gast: Rapidfan seit 1964
31.08.2012 13:37
2 0

Re: Re: Re: Nicht vergessen

Also dieses posting entlarvt sie endgültig als Provokateur, der mit Rapid nichts am Hut hat. Von "grünen Pöbel" würde ein wahrer Rapidfan nie schreiben, als Antwort auf die harmlosen postings von Green Lantern und Ton Elvers.

9 0

Re: Nicht vergessen

wenn sie saloniki zu den blinden rechnen,empfehle ich ihn sich deren ergebnisse der letzten jahre in der euroliga anzusehen.

Re: Nicht vergessen

Nun wenn sie als "Rapidanhänger" die Leistung von Rapid hier kleinschreiben, dann möchte ich sie schon darauf hinweisen, dass PAOK letztes Jahr nicht nur die Qualifikation zur Gruppenphase geschafft hat, sondern auch kein einziges Gruppenspiel verloren hat und z.Bsp. Tottenham besiegt hat.

Re: Re: Nicht vergessen

Vergessen sie was war, in den letzten beiden Spielen war davon nichts zu sehen.

Re: Re: Re: Nicht vergessen

Ja nörgeln und sudern ist leider eine Paradedisziplin mancher "Fussballfans"

Re: Re: Re: Re: Nicht vergessen

Die Paradedisziplin ist eher "Realitätsverweigerer".

Re: Re: Re: Re: Re: Nicht vergessen

Die Realität ist ein 3:0 Sieg, kein Tor von PAOK und ein Aufstieg in der regulären Spielzeit!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Nicht vergessen

Sinnlos .....

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Nicht vergessen

ich sags ihnen ganz österreichisch: wurscht!

Gast: AlterKämpfer
31.08.2012 07:27
8 0

Rapid, Rapid...

Was für ein Tag!

Gast: sepperldepperl
31.08.2012 07:19
5 12

Eh kloar

Wenn's ums Geld geht, dann können wir aufeinmal spielen, Gelle..........

Trotzdem Österreichischer Fussball ist Öde und fad.
Wenn ihr keine aus der 2ten Genreration hättets, dann wäre Rapid ein 3t Divisionär.

Ebenso wie der restliche Sport in Ö.

Re: Eh kloar

Sie bringen es auf den Punkt.

nomen est omen!


Sicherheit

Ein Lob an die Exekutive und den Sicherheitspersonal vor Ort!Danke -MfG

Erinnerung an Mitte der 80er Jahre

So kannte ich Rapid unter Otto Baric!MfG-alte Garde

Nicht nur auf dem Spielfeld

auch bei den Sicherheitsvorkehrungen im Stadion hat man 3:0 gegen die Griechen gewonnen! Ich hoffe die UEFA wird dies bei der Berufungsentscheidung brücksichtigen! Schwachköpfe im Publikum kann kein Fussballteam verhindern aber man kann deren Handlungsmöglichkeiten erheblich einschränken!

Re: Nicht nur auf dem Spielfeld

In England gibt es nicht einmal Zäune, die haben ihre Hausaufgaben gemacht. Also kann man Schwachköpfe sehr wohl hindern.

 
12