Nach dem Jubiläumssieg gegen die Färöer haben der deutsche Fußball-Teamchef Joachim Löw und Kapitän Philipp Lahm den Blick sofort auf die ungleich schwerere Aufgabe gegen Österreich am Dienstag in Wien gerichtet. "Wir können hier nur wenig mitnehmen. Weil die Mannschaft ganz anders gespielt hat als der nächste Gegner", sagte Lahm nach dem 3:0 gegen den krassen Außenseiter am Freitag in Hannover.
Auch Löw wollte den Auftakterfolg in der WM-Qualifikation und 500. Sieg in der DFB-Geschichte nicht überbewerten. "Es wird ein anderes Spiel vor einer anderen Kulisse", sagte der DFB-Chefcoach vor dem Duell im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion.
"Die Österreicher sind im Moment so stark wie seit Jahren nicht mehr", warnte Löw. Am Samstag bittet Löw seine Ersatzspieler zu einer Trainingseinheit in Barsinghausen. Am Sonntag steht eine Übungseinheit für das ganze Team in der dortigen Sportschule an. Einen Tag später bricht der DFB-Tross nach Wien auf.
"Österreich will gewinnen"
Die offensive DFB-Aufstellung gegen die Färöer wird am Dienstag gegen Österreich wieder der gewohnten 4-2-3-1-Formation weichen, neben Sami Khedira wird ein weiterer zentraler defensiverer Mittelfeldspieler eingebaut. Da Bastian Schweinsteiger, der in München an seiner Fitness arbeitet, noch fehlt, kommen zuerst der Leverkusener Lars Bender und auch der Dortmunder Ilkay Gündogan für diese Rolle infrage. "Österreich will gewinnen. Da werden nicht mehr zehn Spieler um den Sechzehner stehen wie gegen die Färöer", sagte Löw.
Am Samstag begann in Barsinghausen mit einem leichten Training die Vorbereitung auf Teil zwei des Quali-Doppelpacks. Am Sonntag steht eine Übungseinheit für das ganze Team in der dortigen Sportschule an. "Klar ist, dass wir oben bleiben wollen, ganz vorne bleiben wollen. Und da zählen nur drei Punkte", formulierte Kapitän Lahm den Anspruch des Teams.
Kahn: "Stimmung immer großartig"
Ex-DFB-Teamgoalie Oliver Kahn warnt allerdings vor zu großem Optimismus. "Die Spiele gegen Österreich sind immer extrem brisant. Viele unserer Gegner spielen in der Bundesliga. Die Stimmung in Österreich ist immer großartig. Da musst du dich erst einmal durchsetzen."
(APA)

