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Fußball: Italien mit 2:2 in Sofia gut bedient

08.09.2012 | 14:29 |   (DiePresse.com)

Teamchef Prandelli kritisiert seine Spieler, der Auftritt gegen Bulagrien erzürnte den Betreuer schwer: "Wir brauchen eine andere Mentalität!"

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Sofia. In einem von Favoritensiegen geprägten Auftakt zur europäischen WM-Qualifikation hat einzig Italien ausgelassen. Der Vize-Europameister musste sich in Bulgarien mit einem am Ende sogar schmeichelhaften 2:2 zufriedengeben. "Wir hätten das Spiel auch gut und gern verlieren können", gab Kapitän Gianluigi Buffon zu. Der Torhüter rettete die Squadra im Finish mit einem sehenswerten Reflex vor einer Pleite.

Ohne die beiden Exzentriker Mario Balotelli (Augen-OP) und Antonio Cassano (Trainingsrückstand) hatte Italien in Sofia von Anfang an Probleme. Nachdem die Bulgaren durch Stanislaw Manolew nach einer halben Stunde verdientermaßen voran lagen, brachte der gebürtige Argentinier Pablo Osvaldo (36., 40.) Italien nur vermeintlich auf Kurs. Georgi Milanow (66.) glich aus, ehe Manolew aus kurzer Distanz noch an Buffon scheiterte.

"Ich bin enttäuscht", gab Italiens Trainer Cesare Prandelli unumwunden zu. Er suchte gar nicht nach Ausreden und las seinen Spielern die Leviten: "Wir brauchen eine andere Mentalität. Die Bulgaren waren mehr Mannschaft als wir." Auch habe man die Osteuropäer möglicherweise unterschätzt. "Ich habe nicht erwartet, dass sie so auftreten", meinte Prandelli. Sein Gegenüber Luboslaw Penew sah sein Team vom englischen Referee Martin Atkinson bei strittigen Situationen im italienischen Strafraum sogar um den einen oder anderen nicht gegebenen Elfmeter betrogen.

"Hässliches Italien" titelte nach dem Auftritt "Tuttosport", "Wo ist das schöne Spiel hin?", fragte die "Gazzetta dello Sport". Zu allem Überfluss verloren die Italiener auch noch Mittelfeldspieler Daniele de Rossi. Der Roma-Profi schied in der 80. Minute mit einer Oberschenkelverletzung aus. Die letzten Minuten musste Italien wie im verlorenen EM-Finale gegen Spanien daraufhin in Unterzahl spielen, da Prandelli bereits dreimal gewechselt hatte.

Für die Squadra steht nun am Dienstag eine Pflichtaufgabe auf dem Programm. Alles andere als ein klarer Sieg im zweiten Spiel der Gruppe B gegen Malta wäre ein Debakel.

 

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