24.05.2013 20:23 Merkliste 0

Rapid: Das "Geisterspiel" wird Wirklichkeit

14.09.2012 | 18:46 |   (Die Presse)

Rapid Wien blitzte mit der Berufung gegen das Uefa-Urteil ab, der Europa-League-Auftakt gegen Rosenborg Trondheim erfolgt vor leeren Rängen. Bereits gekaufte Tickets gelten nur als Gutscheine.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Genf/Wien/Ag. 75.000 Euro Geldstrafe und ein „Geisterspiel“ in der Europa League – Rapid ist am Freitag mit der Berufung gegen das Uefa-Urteil nach den Vorfällen in Saloniki abgeblitzt. Der Berufungssenat bestätigte nach zweieinhalb Stunden das Urteil der Kontroll- und Disziplinarkammer in erster Instanz. Neben den Zuschauerausschreitungen und Sachbeschädigungen wurde vor allem das Zünden und Werfen von Gegenständen und Feuerwerkskörpern verurteilt. Damit findet das Auftaktspiel der Europa League am Donnerstag gegen Rosenborg Trondheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Grünweiß denkt an eine Übertragung für die Fans im Hanappistadion.

Rapid hätte die Möglichkeit gehabt, den Sportgerichtshof CAS in Lausanne anzurufen, verzichtet aber nach internen Beratungen und der Konsultierung zahlreicher externer Experten auf weitere Rechtsmittel. Der Grund: Hohe Kosten und keinerlei Aussichten auf eine Abänderung des Urteils.

 

Hartes Los, harte Ticketpolitik

„Die Entscheidung ist ein schwerer Schlag für uns“, sagt Klubpräsident Rudolf Edlinger, dabei habe man alles versucht, eine Abmilderung zu erreichen und drei reguläre Europacup-Heimspiele zu bestreiten.

Im Gegensatz zur ersten Instanz, in der nur eine schriftliche Stellungnahme zugelassen war, durften Rapids Vertreter am Freitag vor Ort argumentieren. Dazu setzten die Grün-Weißen auf umfassendes Video- und Bildmaterial von den Vorfällen in und um das Toumba-Stadion, die die eigenen Fans beim Hinspiel gegen Paok Saloniki am 23. August mitausgelöst hatten. Edlinger: „Es ist für uns eine harte Entscheidung. Aber die Uefa kennt beim Missbrauch von Pyrotechnik keine Gnade und hat wegen des Gefährdungspotenzials in vollem Ausmaß gestraft.“

Unmut herrscht nicht nur in der Chefetage, sondern auch bei einigen Fans. Das „Geisterspiel“ gegen Rosenborg ist Realität – aber bereits gekaufte Eintrittskarten gelten nur als „Gutschein“, der im Fanshop oder für Tickets für ein Heimspiel verwendet werden können. Bis Mittwoch hatte Rapid 20.700 Dreier-Abos abgesetzt. Die weiteren Heimpartien folgen am 25. Oktober gegen Leverkusen und am 6. Dezember gegen Charkiw.

Peter Schöttel versucht diese Ereignisse vor dem heutigen Heimspiel gegen Admira tunlichst auszublenden. „Wir haben in den nächsten drei Wochen sieben Pflichtspiele, da gilt es mit allen Kräften und der Konzentration hauszuhalten“, sagt Rapids Trainer. Leere Ränge sind bei diesem Bundesligaduell gegen Didi Kühbauer jedenfalls nicht zu befürchten. 15.000 Tickets wurden bereits verkauft.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

6 Kommentare
0 0

Gute Wahl des Fotos...

hat irgendwie eine Doppelbödigkeit. Da freut sich offensichtlich jemand.

Ein schwerer Schlag

Wie wär's dann endlich einmal bei den sogenannten Fans mit dem Ausmisten zu beginnen?

das foto zum artikel

scheint ein liga-spiel des 2.wiener vereins zu sein.

Re: das foto zum artikel

fail

Re: das foto zum artikel

Ja, eignet sich aber in diesem Zusammenhang gut als Symbolfoto, da die häufiger vor leeren Rängen spielen.

1 0

Re: Re: das foto zum artikel

wird das Spiel nicht im TV gezeigt?