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Bulgariens Premier: Regierungsjet für sein Fußballteam

24.09.2012 | 15:30 |   (DiePresse.com)

Bojko Borissow ließ ein unterklassiges Team, dem er selbst angehört, mit dem Regierungsjet an das Schwarze Meer fliegen. Die Opposition wirft dem Premier "Dokumentenfälschung" und "Vertuschung" vor.

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Die bulgarische Opposition wirft dem bulgarischen Premierminister Bojko Borissow Dokumentenfälschung vor. Das Bündnis "Bulgarien der Bürger" von Ex-EU-Kommissarin Meglena Kunewa erklärte, Borissow habe vertuschen wollen, dass er das unterklassige Fußball-Team "Tiger von Bistriza", dem er selbst angehört, mit dem Regierungsjet an das Schwarze Meer habe fliegen lassen. Der Kabinettchef räumte zwar inzwischen die Reise seiner "Tiger" offiziell ein, sah aber die Kritik gelassen.

"Bulgarien der Bürger" prangerte an, dass nach offiziellen Angaben der Flug der Regierungsmaschine am 28. Juli zuerst als "passagierlos" eingetragen worden war. Erst später wurde er auf Passagierflug korrigiert. Erst drei Tage später ist auch eine vom Premier selbst signierte Genehmigung für einen Antrag seitens des Vorsitzenden des Bulgarischen Fußballbundes BFS, Borisslaw Michajlow, ausgestellt worden . In diesem war der Antrag für einen Flug des Drittligisten "Tiger von Bistriza" gestellt worden.

Laut der Bewegung "Bulgarien der Bürger" soll die Sache nun von dem neu gegründeten Parlaments-Untersuchungsausschuss für Korruptionsfälle untersucht werden. Offenbar sollte der Flug letztlich vom Fußball-Verband bezahlt werden. Der Premier selbst argumentierte, dass seit Jahren viele Sport-Teams oder andere Delegationen die Regierungsmaschine gegen Entgelt nutzten, weil sie zu teuer sei, um nur für den Premier und den Präsidenten auf dem Flugplatz zu stehen.

Borissow konterte weiter, dass er wegen seiner Vorliebe zum Sport und seinem Verein seitens der Opposition attackiert werde, weil man ihm keine anderen Mankos nachweisen könne. Borissow war früher Karate-Leistungssportler und ist momentan begeisterter Fußball-Amateur. 2011 wollte er sogar an der Wahl zu Bulgariens "Fußballer des Jahres" teilnehmen. Nach Spott und Protesten zog er seine Kandidatur aber zurück.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: JT
26.09.2012 09:53
0 0

falsch recharchiert

Borissov hatte sich nicht "beworben", vielmehr wurde er ungefragt vorgeschlagen. Er hat seine Teilnahme an der Wahl verweigert.