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Fußball: Salzburg feiert späten Sieg über Sturm

30.09.2012 | 17:59 |  von Wolfgang Wiederstein (Die Presse)

Salzburg feierte gegen Sturm Graz einen 3:2-Sieg, der 20-jährige Senegalese Mane steuerte zwei Treffer bei. Der Tabellenführer heißt Rapid.

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[WIEN] Es gibt sie, diese Angstgegner im Fußball. Für Sturm Graz sind die Salzburger so ein Ungetüm, dem sie am liebsten aus dem Weg gehen würden. Vor allem in der Höhle des Löwen, in Wals-Siezenheim, kamen die Steirer mit den Bullen in der Vergangenheit traditionell nicht zurecht. Seit über zehn Jahren gab es für Sturm in Salzburg keinen Sieg mehr zu bejubeln, im gestrigen Spitzenspiel der Runde aber wurden die Karten neu gemischt. Aber eben nur fast.

Salzburg gegen Sturm, das war ein Duell zweier Offensivmannschaften, das sich mehr als 11.000 Zuschauer verdient hätte. Wobei die Gastgeber zunächst einen kleinen Schock zu verdauen hatten. Zunächst hätte Soriano eigentlich den Führungstreffer besorgen müssen, dann patzte auch noch die gesamte Hintermannschaft. Nutznießer war Rubin Okotie, der nach Vorarbeit von Szabics und Hölzl trotz schwarzer Gesichtsmaske furchtlos per Kopf zur Stelle war (36.). Unmittelbar vor der Pause aber schlugen die Salzburger zurück. Zunächst traf Berisha zum 1:1 (43.), nur zwei Minuten später folgte der große Auftritt des jungen Senegalesen Mane. Sein Treffer zum 2:1 (durch die Beine von Gratzei) verdiente das Prädikat sehenswert. In der Abwehr aber agiert man etwas leichtsinnig. Wie beim 2:2 durch Kainz (66.). Wer jedoch einen Mane im Team hat, der kann einen Sieg auch noch in der 89. Minute einfahren. Der 20-Jährige war nach Ulmer-Freistoß per Kopf zur Stelle.

So beeindruckend die Salzburger in der Fremde (zuletzt bei der Wiener Austria), so schwer tun sie sich im eigenen Stadion. Was der neuformierten Mannschaft noch fehlt, das ist Konstanz. Beständigkeit, die vor allem ein Konkurrent beweist. Rapid befindet sich im Vormarsch, die Hütteldorfer stürmten bereits am Samstag an die Tabellenführung. Grünweiß hat sieben der bisher zehn Bundesligaspiele gewonnen, im September nicht ein einziges Gegentor erhalten. Einziger Wermutstropfen - das Heimspiel in der Europa League gegen Rosenborg Trondheim. Zum zweiten Gruppenspiel am Donnerstag in der Ukraine gegen Metalist Charkiw kann man mit einer breiten Brust anreisen. Aber auch das wird an der Ausgangssituation nicht viel ändern, Rapid bleibt gegen die „Neureichen" Außenseiter.

Wacker Innsbruck war für die Hütteldorfer kein wirklicher Gegner, der Tabellenletzte fängt sich einfach nicht, die Mannschaft scheint für die Liga zu schwach. Auch die finanziellen Rahmenbedingungen passen nicht. Die Tiroler halten nun bei sechs Niederlagen in Serie, in den vergangenen fünf Spielen gelang nicht einmal ein Torerfolg. Der letzte Treffer gelang vor 484 Liga-Minuten, das sind mehr als acht Stunden. „Aber wir dürfen nicht die Geduld verlieren und ja nicht verzweifeln", sagt Roman Wallner, der eigentlich als Goalgetter geholt wurde. Aber auch dem Ex-Teamstürmer klebt das Pech an den Fersen. Nur im Cup konnte er zeigen, dass er Klasse hat - beim Regionalliga-Klub Sollenau.

Rapid ist nicht Sollenau, die Hütteldorfer haben ganz andere Ziele. „Für unsere Fans ist der Blick auf die Tabelle natürlich sehr angenehm", sagt Trainer Peter Schöttel. „Eine schöne Motivation für unsere kommenden Aufgaben."

In Charkiw erwartet Rapid eine europäische Klassemannschaft. Die zuletzt in Leverkusen gegen die Bayer-Elf ein 0:0 erreicht hat. Der Respekt vor der Südamerika-Auswahl, die vergangene Saison bereits die Austria (2:1, 4:1) und Salzburg (4:0, 4:1) abgefertigt hat, ist groß. „Das wird richtig schwer." Vor allem dann, wenn die Stürmer nicht treffen.

("Die Presse", Printausgabe vom 1. Oktober 2012)

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4 Kommentare

Wie viel Hilfe braucht Salzburg

Das Spiel gekauft schaut mal auf das Konto vom Schiedsrichter bin kein Fehn will nur gutes Fußball sehen aber so offensichtlich das kann nur schlecht für den Österreich Fußball sein.

Antworten Gast: Jens Huber
01.10.2012 15:44
0 0

Re: Wie viel Hilfe braucht Salzburg

also der Norweger bei Salzburg spricht um einiges besser Deutsch, als du schreibst.

Re: Wie viel Hilfe braucht Salzburg

Versuche mal als Anfang der deutschen Sprache mächtig zu werden!

Re: Re: Wie viel Hilfe braucht Salzburg

kann er aber sicher besser als die meisten spieler bei den dosen