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Mourinho: "Ich hasse es, kein normaler Vater zu sein"

02.10.2012 | 11:51 |   (DiePresse.com)

Startrainer Jose Mourinho beklagte in einem Interview die Schattenseiten seiner Bekanntheit und betonte nach England zurückkehren zu wollen.

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In einem exklusiven Interview mit dem amerkanischen TV-Sender CNN beklagte Real Madrids Trainer Jose Mourinho die Auswirkungen seines Stardaseins auf sein Privatleben. „Ich hasse es, kein normaler Vater zu sein, der seinem Sohn bei einem Fußballmatch zuschauen kann. Wenn ich hinkomme, dann müssen die Leute Fotos machen oder Autogramme holen. Manche beleidigen mich natürlich auch, andere glauben sogar meinen zwölfjährigen Sohn beschimpfen zu müssen.“

Mourinho, der als einziger Trainer bislang in den Topligen Englands, Spaniens und Italiens den Meistertitel holte, fühlt sich in seinem Image falsch verstanden. „Die Leute glauben, sie kennen mich, aber das tun sie nicht. Sie kennen nur den Trainer, besonders während der 90 Minuten. Und in dieser Zeit gibt es einfach keinen Spaß. Ich bin hier, um meinen Job zu erledigen, das heißt, zu gewinnen. Deshalb fiebere ich jedes Match mit meinem Team mit, als ob es das letzte meiner Karriere wäre“, sagte der Portugiese.

Mourinho: "Privat bin ich ganz anders"

„Natürlich würde ich mit meiner Familie auf der Straße als ganz normaler Mensch wahrgenommen werden, doch das geht nicht. Privat bin ich aber jedenfalls ganz anders, aber das zeige ich nur engen Freunden“, erzählte Mourinho, der demnächst seinen 50. Geburtstag feiert, aber noch nicht an ein Karriereende denkt. „Ich möchte noch bis 70 oder 75 arbeiten und hoffe, danach noch ein paar Jahre als ganz normale Person zu haben.“

Abschließend betonte Mourinho noch einmal, dass seine nächste Station ihn wieder zurück nach England führen werde. Der Portugiese besitzt noch immer ein Haus in London und pflegt weiterhin engen Kontakt mit Chelsea-Mäzen Roman Abramowitsch. "Nach dem Projekt Real Madrid, werde ich aus vielen Gründen nach England zurückkehren, allerdings weiß ich noch nicht, wann das sein wird“, sagte Mourinho und ergänzte: „Darüber habe ich jetzt auch noch nicht nachgedacht, denn ich bin momentan sehr glücklich, als Trainer beim besten Klub der Welt zu arbeiten.“

 

(red)

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