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Fußball: Alaba vor Rückkehr zu blamierten Bayern

03.10.2012 | 11:28 |   (DiePresse.com)

Für den deutschen Rekordmeister gab es nach der 1:3-Blamage bei Bate Borisow auch eine gute Nachricht: David Alaba steht vor der Rückkehr in den Kader. Carles Puyol verpasst indes den "Clascio".

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In Deutschland fegen die Bayern wie ein Wirbelwind durch die Bundesliga und halten nach sechs Spielen beim Maximum von 18 Punkten. International dagegen scheint der Wurm drin zu sein. Nach dem wenig überzeugenden 2:1-Heimsieg über Valencia setzte es in der Champions League bei Bate Borisow nun sogar eine Blamage. 1:3 verloren die Bayern sensationell beim weißrussischen Meister.

Die Bayern waren in Minsk vor der Pause drückend überlegen. Kroos spielte Bate-Goalie Gorbunow aus, scheiterte danach aber an der Stange (13.). Die Hausherren waren allerdings im Konter brandgefährlich und kamen auch durch Pawlow zum Erfolg (23.). Auf der anderen Seite konnte sich Gorbunow bei einem wuchtigen Müller-Kopfball mit einer Glanzparade auszeichnen (25.). Nach dem Seitenwechsel hatten die Bayern neuerlich mehr vom Spiel, waren mit ihrem Latein aber zumeist in Strafraumnähe am Ende.

Die Weißrussen boten in der Defensive eine Meisterleistung und setzten auch in der Offensive immer wieder Nadelstiche. Pawlow setzte zwar eine hundertprozentige Chance stümperhaft drüber (65.), dafür machte Rodionow nach schönem Doppelpass mit dem 2:0 vermeintlich den Sack zu (78.). Ribery konnte nur mehr auf 1:2 verkürzen (91.), den Schlusspunkt setzten aber wieder die nun seit 17 Pflichtspielen unbesiegten Kicker aus Borisow in Person von Bressan (94.).

"Können daraus lernen"

"Wir haben neun Spiele in Folge gewonnen, sehr überzeugend gespielt. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir uns durch diese eine Niederlage jetzt nicht aus der Bahn werfen lassen", erklärte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Ich denke, dass es vielleicht gar nicht so tragisch ist, wenn es die Mannschaft versteht, im nächsten Bundesligaspiel zu reagieren", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der neuerlich rotiert hatte. "Aus solch einem Spiel können wir lernen." Am Samstag wartet auf die Münchner das Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim, wo der siebente Meisterschaftssieg in Folge angepeilt wird.

Die Mannschaft war sich bewusst, dass es am Wochenende einer Leistungssteigerung bedarf. "Bei den Kontern müssen wir zusammen kompakt alle zurück und das war heute nicht der Fall", meinte etwa Verteidiger Holger Badstuber. Und Offensivspieler Thomas Müller riet, die Lehren aus dem Spiel zu ziehen, aufmerksam zu werden und aufzuwachen.

Ein Blick auf die Chempions-League-Tabelle zeigt den Ernst der Lage. Die Münchner sind aktuell nur Dritter und damit hinter einem Aufstiegsplatz zurück. "Diese Niederlage tut uns weh. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir noch vier Spiele vor uns haben, in denen wir die Dinge korrigieren können", betonte Rummenigge. Die ersten Chancen bieten sich in den beiden anstehenden Duellen mit dem punktlosen Schlusslicht Lille.

Die als klarer Gruppe-F-Außenseiter gestartete Borisow-Truppe darf nach dem Sensationsstart mit zwei Siegen und einem Torverhältnis von 6:2 jetzt gar vom Aufstieg träumen. "Wir werden ein bisschen feiern, müssen aber jetzt weiter hart arbeiten. An der Favoritenstellung der Bayern in der Gruppe ändert sich aber nichts", blieb Borisows Star Aleksandr Hleb nach dem ersten CL-Heimsieg überhaupt, den Alexandr Pawlow (23.), Witali Rodionow (78.) und Renan Bressan (94.) fixierten, bodenständig.

Alaba fehlen noch ein paar Prozent

David Alaba durfte wegen seiner Verletzung weiter nur zuschauen, doch für den Österreicher gibt es einen dicken Silberstreifen am Horizont. Zweieinhalb Monate nach seinem Ermüdungsbruch im linken Fuß kehrte Österreichs Fußballer des Jahres vor einigen Tagen wieder auf den Trainingsplatz zurück und absolvierte zuletzt mit seinen Bayern-Kollegen zwei volle Trainingseinheiten. "Alles ist völlig problemlos verlaufen, der Fuß hat danach keinerlei Reaktion gezeigt", berichtete Alaba.

Trotzdem ist der Wiener noch nicht in jenem Top-Zustand, in dem er im Frühjahr den Sprung zum Aufsteiger des Jahres in der deutschen Bundesliga schaffte. "Es fehlen noch 10 bis 20 Prozent, was zum Beispiel die Spritzigkeit oder das Ballgefühl betrifft. Aber das wird mit jedem Training besser werden."

Selbst ein Leistungsvermögen von knapp 90 Prozent könnte für Alaba reichen, um am Samstag daheim gegen seinen Ex-Klub Hoffenheim erstmals in dieser Saison in einem Bewerbsmatch im Bayern-Kader zu stehen. "Ich denke schon, dass ich bereit bin. Aber im Endeffekt liegt es am Trainer", betonte der 20-Jährige.

Der 19-fache ÖFB-Internationale ist auf einen harten Kampf um einen Platz in der Anfangsformation eingestellt. "Ich werde alles dafür tun, um wieder in die Mannschaft zu kommen. Im Training gebe ich immer mein Bestes und versuche, mich so gut wie möglich zu präsentieren. Doch bei den Bayern hat niemand einen Anspruch auf einen Stammplatz, jeder muss sich jede Woche neu beweisen", sagte Alaba.

Keine Sorgen um seinen Status muss sich der Bayern-Linksverteidiger im österreichischen Nationalteam machen. Spätestens am 14. November in Linz gegen die Elfenbeinküste ist der Wiener bei Marcel Koller im Mittelfeld wohl wieder gesetzt, das Auswärtsspiel am 8. Oktober gegen Kasachstan hingegen muss Alaba noch vor dem TV-Gerät mitverfolgen. Immerhin ist vier Tage später im Heimspiel gegen die Kasachen ein Comeback in der ÖFB-Auswahl möglich, sofern Koller den Linksfuß von der Abrufliste in den Kader hochzieht. "Das wäre für mich eine große Sache, weil es für mich eine riesige Ehre ist, für Österreich zu spielen."

Am 11. September musste Alaba auf der Tribüne im Happel-Stadion mitansehen, wie seine ÖFB-Kollegen gegen Deutschland eine unglückliche 1:2-Niederlage kassierten. "Das war extrem bitter, weil wir sehr, sehr gut gespielt haben. Wenigstens war es von der Leistung her ein guter Start in die WM-Qualifikation." Die aktuelle Nationalmannschaft sei zu großen Erfolgen fähig, so Alaba. "Dieses Team kann viel erreichen, wir haben eine gute Mischung gefunden. Jetzt werden wir hoffentlich das ernten, wofür wir lange gearbeitet haben", meinte der 20-Jährige.

Puyol fällt nun zwei Monate aus

Die unschönste Szene des Champions-League-Spieltages spielte sich in Lissabon ab. Beim 2:0-Sieg von Barcelona bei Benfica kugelte sich der eben erst von einer Knieverletzung genesene Carles Puyol den Ellbogen aus. Sichtlich geschockt meinte Abwehrkollege Dani Alves: "Die ganze Situation betrübt uns sehr." Puyol fällt zwei Monate aus, verpasst auch den "Clasico" am Sonntag im Nou Camp gegen Real Madrid. "Danke für die Unterstützung, ich werde bald wieder zurück sein", twitterte der Abwehrspieler aus dem Krankenhaus.

>>> Nur für Hartgesottene: Video von Puyols Verletzung bei YouTube

(APA/Red.)

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1 Kommentare
Gast: dsfgdsfgdfsgsdfg
03.10.2012 12:21
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gdfsgsfdgdf

Wenig überzeugendes 2:1 gegen Valencia? Vielleicht sollte man ein Spiel vorher anschauen, bevor man darüber schreibt.