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Fußball: Umstrittenes Remis zwischen Sturm und Austria

07.10.2012 | 17:58 |   (DiePresse.com)

Nach dem 1:1 bei Sturm Graz haderte Austria Wien nach zwei fragwürdigen Entscheidungen für die Hausherren mit dem Schweizer Schiedsrichter.

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Sturm Graz und Austria Wien haben sich am Sonntag in der 11. Runde der Fußball-Bundesliga 1:1 (1:1) getrennt. Die gefährlicheren Wiener gingen durch Hosiner in Führung (7.), den Steirern gelang per Foul-Elfmeter durch Florian Kainz der Ausgleich (15.). Die Austria hat somit in den jüngsten drei Partien lediglich zwei Punkte gesammelt, bei einem Heimsieg oder Remis von Rapid gegen Wiener Neustadt (18.30 Uhr) droht der Rückfall auf Rang drei.

Zudem ist die blitzsaubere Auswärtsbilanz der Violetten dahin, nach fünf Siegen gab es den ersten Punkteverlust in der Fremde. Für Sturm endete nach drei Siegen die Erfolgsserie in der heimischen UPC Arena.

Sturm-Trainer Hyballa zog bei der Nominierung seiner Startelf eine große Überraschung aus dem Hut. Stammgoalie Gratzei wurde zum Reservisten degradiert, für den 31-Jährigen rückte der um neun Jahre jüngere Focher ins Tor. Focher war im vergangenen Sommer vom deutschen Meister Dortmund zu den Grazern gewechselt. Anstelle von Szabics und Weber kamen Tobias und Florian Kainz zum Zug.

Die neu zusammengewürfelte Truppe wurde von den Wienern kalt erwischt. Nach weitem Pass von Suttner enteilte Hosiner Vujadinovic und schoss zum 1:0 (7.) ein. Debütant Focher berührte den Schuss noch, der Ball landete jedoch im linken Eck. Bereits in der 15. Minute gelang den Grazern der Ausgleich. Nach einer Attacke von Suttner an Hölzl entschied der schweizerische Unparteiische Bieri auf Elfmeter, Florian Kainz verwertete den fragwürdigen Strafstoß souverän ins linke Eck (15.).

Nach der turbulenten Anfangsphase beruhigte sich das Geschehen. Die Austria war leicht spielbestimmend, bei einigen gefährlichen Flanken der Wiener zeigte sich Focher kompromisslos und sicher. Bei Schüssen von Mader(32.) und Jun (45.) hatte Sturms neue Nummer eins keine Mühe (32.), ein Gorgon-Freistoß strich knapp an seinem Tor vorbei (37.). Austria-Goalie Lindner musste sich vor der Pause lediglich bei einem Schuss von Sukuta-Pasu auszeichnen (42.).

Ähnlich wie in der ersten Spielhälfte war auch die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten höchst unterhaltsam. Bei den Grazern verfehlte Okotie knapp das lange Eck (49.), einen Schuss von Tobias Kainz fischte Lindner mit einer Glanzparade aus dem linken Kreuzeck (52.). Eine Austria-Chance von Jun wurde von Focher entschärft (51.), bei einem weiteren Versuch von Jun zeigte der junge Deutsche neuerlich einen starken Reflex (65.). Bei einem gefühlvollen Weitschuss von Mader hatte Focher Glück, dass der Ball das Tor knapp verfehlte (59.).

Das Glück stand den Grazern auch im Finish zur Seite: ein Kopfball-Treffer des eingewechselten Austrianers Rotpuller wurde wegen angeblichen Fouls gegen Vujadinovic aberkannt (86.), ein Mader-Schuss von der Strafraumgrenze verfehlte das Sturm-Tor um wenige Zentimeter (91.).

Austria-Torwart Heinz Lindner fand nach dem Spiel klare Worte: "Wir sind benachteiligt worden", meinte er vor den TV-Kameras. Trainer Peter Stöger stieß ins selbe Horn: "Jeder hat gesehen, dass wir dem Sieg näher waren. Ich war mit der Mannschaftsleistung top zufrieden, vor allem nach der Pause hatte Sturm nichts dagegenzusetzen. Für mich ist es ganz klar: der Zweikampf zwischen Suttner und Hölzl war kein Elfer, und beim Tor von Rotpuller hat es kein Foul gegeben. Wir nehmen das zur Kenntnis und sind mit der Leistung der Mannschaft zufrieden."

Sturm-Trainer Peter Hyballa war mit dem 1:1 zufrieden: "Man muss ehrlich zugeben, dass die Austria das Spiel gemacht hat und einen Tick stärker war. Die Austria kann auf engem Raum sehr gut Fußball spielen, sie sind bärenstark. Kurz vor der Schluss war es wohl kein Foul von Rotpuller, da kann ich mich nicht beschweren."

(APA/Red.)

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3 Kommentare
0 0

eine geschobene Partie

diesmal ein Schweizer Schiri, der von der Wettmafia bestochen wurde
Solange die Bundesliga das ignoriert, können die ungeniert werken.

Jetzt hat´s auch Gratzei erwischt...

Über unseren Teamkeepern scheint ein Fluch zu lasten: Jürgen Macho muß wegen einer schweren Verletzung vermutlich seine aktive Laufbahn vorzeitig beenden. Helge Payer hat nach seiner Rückkehr aus langer Verletzungspause nie mehr seine vorherige Topform erreicht. Auch Pascal Grünwalds Teamkarriere (immerhin nur 1 Gegentor in drei Einsätzen) scheint zuende zu sein. Robert Almer sitzt in Düsseldorf nur noch auf der Reservebank und nun muß auch Christian Gratzei mit dieser degradierenden Position vorlieb nehmen. Wobei für ihn erschwerend noch hinzu kommt, daß der junge Focher (er ist gefühlte 2,15m hoch) ein tolles Debut feiern konnte. Und bei seinem Landsmann (Hyballa) als Trainer scheint er jenes Vertrauen zu genießen, welches Gratzei zumindest derzeit verlor...

Gast: Käseraspel
07.10.2012 19:19
0 1

Schweizer Wertarbeit

Wieso holt man diesen Blinden aus der Schweiz? So ein Witzpfeifferl gibt es bei uns in jeder Menge.

Im ernst, ich gehe nicht zufällig auf kein Bundesligaspiel mehr, da ist mir echt um mein Geld zu schade.