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0:0 in Kasachstan: Ernüchternde Leistung Österreichs

12.10.2012 | 21:11 |  von Markku Datler (DiePresse.com)

Österreich enttäuscht beim 0:0 in Kasachstan mit ideenlosem Spiel, Fehlpässen und Ineffizienz. Dieser Rückschlag lässt Teamchef Koller rätseln. Damit steigt der Erfolgsdruck für das Rückspiel am Dienstag.

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ASTANA/WIEN. Nach guten, respektablen Leistungen des Fußballteams gegen große Mannschaften, etwa dem 1:2 gegen Deutschland, begleitet Österreich bei jedem darauf folgendem Spiel vor dem Anpfiff ein beklemmendes Gefühl. Die Leistung ist nicht zu wiederholen, von präzisen Pässen, geschweige denn überlegten Aktionen ist keine Spur. Ineffizienz der Stürmer verwandelt selbst die wenigen, zufälligen Torchancen in nicht verwandelte Momentaufnahmen - und nicht anders ist der Auftritt des ÖFB-Teams am Freitag im Rahmen der WM-Qualifikation in Astana zu werten.

Das 0:0 gegen Kasachstan ist ernüchternd, ein Rückschlag, den Teamchef Marcel Koller in dieser Form rätseln lassen muss. Wurden die Vorgaben nicht verstanden? Wieso lief kaum ein Angriff über die linke Seite, wo war Fuchs? Im Strafraum wartete Janko brav, er bekam aber selten den Ball. Harnik (28.) vergab nach einem Doppelpass mit Junuzović die einzige wirklich herausgespielte Torchance. Der Bremen-Legionär scheiterte in der 90. Minute mit einem Schuss im Strafraum. Ivanschitz war kaum zu sehen, Weimann kam zu spät und Arnautović? Er lief, er zeigte Einsatz. Aber er übte sich wieder an Ferslern und Kunststücken, die der Spielgestaltung auf dem Kunstrasen alles, nur nicht zuträglich waren und Kasachstan, Nummer 147 der Welt, einen Punkt bescherten.

Dem ÖFB-Team nützt das Remis nichts, im Gegenteil. Statt erhofften und einkalkulierten drei Punkten wurde die Erkenntnis gewonnen, dass weiterhin etwas nicht stimmen kann. Seit März 2005 und dem 2:0 in Wales wartet Rot-Weiß-Rot nun auf einen Auswärtssieg in einer WM-Qualifikation. Und jetzt droht der Traum der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien erneut früh zu platzen. So bleiben auch Siege in den direkten Duellen gegen Schweden oder Irland vorerst eine Illusion.

„Das war kein Rückschritt"

Koller wirkte nach dem Abpfiff konsterniert. Mit einem 0:0 in Astana - wie schon in der vergangenen EM-Qualifikation - ereilte den Schweizer nun jenes Phänomen, mit dem schon seine Vorgänger zu kämpfen hatten. Einem guten Auftritt folgt gegen einen schwächeren, mauernden, auf Konterchancen wartenden Gegner der Einbruch. „Es war das erwartet schwere Spiel", sagte Koller und übte sich in Zweckoptimismus. „Es ist kein Rückschritt. Es war ein ganz anderes Spiel als gegen Deutschland. Die Kasachen sind mit neun Mann hinten gestanden. Da war es schwierig, die Räume zu finden."

Für das Spiel am Dienstag im Happel-Stadion (20.30 Uhr) versprach er „frischen Wind". Der ist auch nötig, um die dicht stehende Abwehr der Kasachen auszuspielen. Vor allem aber bedarf es der Kreativität der Spielmacher. Ivanschitz, Junuzović oder Jantscher sind gefragt. Legionäre, die bei ihren Klubs aufzeigen und es eigentlich auch im Nationalteam sollten.

("Die Presse", Printausgabe vom 13. Oktober 2012)

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48 Kommentare
 
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Gast: Held der Arbeit
15.10.2012 15:02
1 1

warum

verzichtet österreich nicht auf die teilnahme an internationalen fussballbewerben und steckt das geld, das aus der sportförderung in dieses sinnlose unterfangen fließt, in andere sportarten.

Antworten Gast: Franz343
15.10.2012 16:19
1 0

Re: warum

Ein toller Vorschlag!!!!!

Gast: Robert44
15.10.2012 14:26
0 1

Warum spricht das niemand aus?

Von diesen hochbezahlten, 3.klassigen Spielern kann man international nicht mehr erwarten.

1 2

erste klasse flieger

sollte es nur für erste klasse leistungen geben. durchschnittsleistung bringt standardklasse. und keine extraköche, etc.

Gast: kernöl
14.10.2012 09:08
1 8

didi

constantini wurde die ganze zeit für die schwachen spiele unseres teams verantwortlich und zum sündenbock gemacht. nun zeigt das team auch mit dem neuen messias aus der schweiz eine beschämende leistung. es wäre an der zeit, sich bei didi zu entschuldigen.

6 0

Re: didi

wozu? er hat viel geld verdient und seine arroganz hat viel mehr geschadet als geholfen!
nurbzu sagen: i bin halt stur - ist etwas wenig
koller arbeitet ordentlich - ohne sein ego permanent in den vordergrund zu pressen.

"Die Eckbälle, die seine Spieler getreten haben, seien „nicht gut gekommen“ - Deutschland hatte im EM-Halbfinale 14 Ecken und die Italiener keine einzige und verloren trotzdem. Chelsea hatte gegen Bayern im Champions-League-Finale eine einzige Ecke und machte daraus den entscheidenden Treffer. Daraus lernen wir, dass es völlig unerheblich ist, ob die Ecken ankommen, die Grashalme zu kurz sind etc. Das Runde muss ins Eckige und dabei helfen weder die Anzahl der Standardsituationen oder sonstige Statistiken.

Gast: be.es:
13.10.2012 22:40
0 5

das ist keine Nationalmannschaft.....

......sondern eine Halluzinationalmannschaft, genau wie in der Politik......geht endlich in die Schule, lernt etwas und werdet erwachsen!
be.es: und hoert endlich auf SUENDTEURE Trainer einzustellen, solche Halluzinationalmaennchen brauchen keinen Trainer sondern einen Arzt.....KRANKE kann man nicht trainieren, man sollte sie eher pflegen!

Re: das ist keine Nationalmannschaft.....

so einen Schwachsinn hab ich noch selten gelesen!
diese Mannschaft ist sicher die beste die wir seit langer zeit hatten!das ist leider eine typisch österreichische 'Krankheit' immer alles schlecht zu reden was aus Österreich kommt!
was der Grund ist weiß ich nicht-Minderwertigkeitskomplex oder fehlender Nationalstolz?
jedenfalls ist das bei uns hier leider sehr ausgeprägt!
wenn man da andere Nationen anschaut-und ich komme viel herum-ist das dort was ganz was anderes..
dort wird viel mehr hinter 'seinen' Sportlern, Künstlern, Menschen gestanden!
ich finde das echt traurig, dass immer alles viel schlechter geredet wird als es überhaupt ist..

Antworten Antworten Gast: dr Atl
14.10.2012 16:27
2 5

Re: Re: das ist keine Nationalmannschaft.....

fehlender Nationalstolz.
worauf denn auch , bitte.
mir fällt nur die schöne landschaft ein , in jahrmillionen gewachsen , in den letzten jahrzehnten teils teils ziemlich verschandelt.
ansonsten sollte mir was entgangen sein , bitte sehr.

Gast: I.A.
13.10.2012 21:30
1 5

Mainz, wie es singt und lacht.

Das war kein großer Koller, das war ein großer Holler.

1 4

wie in der politik alles nur schön reden

seit jahren das selbe bla bla

österreich 1 punkt misserfolg

schweiz 7 punkte erfolg

wie in der plolitik österreich ist immer weit hinter der schweiz.

jetzt wissen wir warum er österreich und nicht die schweiz trainiert.

2 0

Re: wie in der politik alles nur schön reden

nur vielleicht bringt er neuen schwung. allerdings kann er nicht zaubern.

0 3

Re: wie in der politik alles nur schön reden

naja heilig sind die Eidgenossen auch wieder nicht, Österreich!!!!!!!
"wurscht wos kumt!!!!!"

Lieber Mista Koller!

Es hat sich nicht viel geändert!
Die Spieler schieben sich gegenseitig den Ball zu, weil jeder Angst hat, aufs Tor zu schießen!

Gast: Kch
13.10.2012 13:35
7 0

"Stars"

Warum müssen diese "Stars" eigentlich in absoluter Luxusklasse, wie man in den Medien gelesen hat, nach Kasachstan, oder wo auch immer hin, fliegen? Köche werde eigens dafür ein paar Tage in Voraus gsandt usw. - unglaublich überzogen das Ganze!!!

Gast: AlterKämpfer
13.10.2012 13:07
3 3

Das war's dann!

Bitte keine Berichterstattung über diese Jammerlappen mehr bis 2014!

Gast: 12345
13.10.2012 12:59
3 3

Wenigstens hat Österreich diesmal nicht verloren.


Gast: matt03
13.10.2012 12:51
4 1

Schade

Nach der Leistung gegen Deutschland dachte ich das wir es diesmal wirklich zur WM schaffen können.Aber jetzt ists ja schon fast wieder aussiechtslos:-(

Das ist einfach pech!

Österreicher haben bei den Turkvölkern eben kein Glück!

Antworten Gast: CONSTANTINI
13.10.2012 21:33
0 4

Re: Das ist einfach pech!

Mit mir hat Österreich 2:0 gewonnen.

Gast: Knaller
13.10.2012 10:56
2 0

So schade, dass es um Tore geht!

Würde es Kampfrichter geben, die a) die Schönheit b) die Frisuren c) die Minuten, in denen ein Team den Ball hält, etc.etc. bwerten, wären wir wenig Gegener.
Da man aber dummer Weise beim Fußball Tore schießen sollte, werden nwir auch deises Mal wohl die Qualifikation nicht schaffen. Schade, aber dei Welt dreht sich trotzdem weiter!

Unterschied

Gleich nach dem Spiel konnte man bei Irland-Deutschland den Unterschied sehen. Fast jeder Pass der Deutschen im richtigen Tempo zur richtigen Zeit zum richtigen Mann, irgendwie völlig logisch. Dagegen Österreich, falsches Tempo, nicht zum Mann, dem springt dann noch der Ball weg, wenn er doch einmal angespielt wird, dadurch ständig Tempoverluste, völlig unlogisches Spiel. Einzig Prödl würde ich ausnehmen, er spiel sehr gute Bälle aus der Abwehr heraus, auch bei Bremen. Vor dem Tor kein Punch. Das ist der Unterschied und daran wird sich auch nichts ändern. Teamchef hin oder anderer her

Re: Unterschied

Die österr. Nationalmannschaft spielt gut gegen bessere Gegner. Denn in solchen Spielen ist es gefragt, zu reagieren und auf Fehler der anderen zu warten.

Gegen schlechtere Gegner müsste man agieren und kreaktiv sein. Im Gegensatz zum reagieren, lässt sich das jedoch viel schlechter trainieren. Das sollte wahrscheinlich irgendwie schon ein wenig "mit angeboren" sein.

Wenn man versucht

das Niveau der österr. Nationalmannschaft als Linie zu sehen, so spielte sie gegen Deutschland wohl sehr, sehr weit darüber, gegen Kasakstan etwas darunter. Hier spielte, neben der vollkommen anderen Spielsituation (Spiel selbst gestalten), wohl auch ein klein wenig die neue Selbsteinschätzung "wir sind gut, das machen wir aus dem Stand" mit. Zumindest die oftmals mangelnde Bewegung der Spieler ohne Ball vor dem Kasakstan-Strafraum legt diese Vermutung nahe.

Das Hauptproblem ist wohl das Fehlen eines echten Torjäger und ein echter Regisseur im Mittelfeld, damit man auch mit etwas weniger Glück zu Torerfolgen kommt.

Aber in Summe ist das 0:0 wohl o.k., denn zumindest hatte die Mannschaft das nicht immer vorhandene Glück, das auch die Kasachen deren durchaus vorhandene Totchancen grandios vernebelten.

6 0

Jetzt wartet der Angst-Gegner: Faröer(!)

Wenn 'wir' den bezwingen, ist Platz 4 in dieser Hammer-Gruppe realisierbar.

 
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