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Portugal scheitert am russischen Abwehrriegel

13.10.2012 | 17:03 |  von Senta Wintner (Die Presse)

Im Gipfeltreffen der Gruppe F erzielte Kerschakow den entscheidenden Treffer bereits in der sechsten Minute. Spanien feierte in Weißrussland den 24. Qualifikationssieg in Folge. Auch Italien und England punkteten voll.

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Zehn Millionen Euro pro Jahr soll sich der russische Verband das Engagement von Fabio Capello als Nationaltrainer kosten lassen. Bislang eine Investition mit Erfolg. Nach dem dritten Spieltag der WM-Qualifikation lacht die „Sbornaja“ mit dem Maximum von neun Punkten von der Tabellenspitze der Gruppe F. Zudem beeindrucken die Russen mit neuer Defensivqualität, sie sind noch ohne Gegentreffer. Offen ist, ob diese der italienischen Herkunft des Neo-Trainers geschuldet ist, jedenfalls erwies sie sich auch im Gipfeltreffen mit dem bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Portugal als Erfolgsgarant.

Vor über 70.000 Zuschauern im ausverkauften Luschniki-Stadion in Moskau ging Russland bereits in der sechsten Minute durch einen Treffer von Alexander Kerschakow in Führung. Danach war Portugal über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft, tat sich gegen die dicht gestaffelten Reihen der Hausherren allerdings schwer. Nur selten kamen sie vor das russische Tor und wenn, dann brachte ein glänzend aufgelegter Igor Akinfejew die Portugiesen zur Verzweiflung. Die größten Ausgleichschancen vergaben Cristiano Ronaldo und Bruno Alves noch in Halbzeit eins. Insgesamt zeigte Ronaldo eine schwache Leistung, die russische Doppelmanndeckung setzte ihm sichtlich zu.

Am Ende hielt der Abwehrriegel und bescherte Russland den ersten Sieg über die Iberer in der Post-Sowjet-Ära. „Heute habe ich ein russisches Team gesehen, das mit sehr viel Leidenschaft gespielt hat. Meine Spieler haben wirklich alles gegeben“, lobte Capello. Sein Gegenüber Paulo Bento haderte mit dem Spielverlauf: „Wir wollten hier gewinnen und haben die Partie klar dominiert. Leider haben wir daraus nichts Zählbares gemacht.“

Für Welt- und Europameister Spanien war Minsk hingegen die Reise wert. Das 4:0 gegen Weißrussland bedeutete den 24. Qualifikationssieg in Folge. Matchwinner war Pedro Rodriguez mit drei Toren (21., 69., 72.), die spanische Führung erzielte Jordi Alba (12.). Italien entledigte sich der Pflichtaufgabe in Armenien mit einem 3:1-Auswärtserfolg. Pirlo (11./Elfer), De Rossi (64.) und Osvaldo (82.) machten den zweiten Sieg der Italiener im dritten Spiel perfekt. England fuhr in London gegen Fußballzwerg San Marino die programmierten drei Punkte ein. Wayne Rooney (35./Elfer, 70.), Danny Welbeck (37., 72.) und Alex Oxlade-Chamberlain (77.) sorgten für einen klaren 5:0-Sieg.

Fabio Capello
Sechs. So viele Stationen umfasst die Trainerkarriere des Italieners bisher. Es ist sein zweiter Job als Nationaltrainer, vor Russland war er für England tätig.
Neun. Mit Capello hält das russische Team nach drei Spieltagen in der WM-Quali beim Punktemaximum und steht an der Tabellenspitze der Gruppe F.

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