26.05.2013 03:47 Merkliste 0

WM-Qualifikation: „Dürfen uns nicht irritieren lassen“

16.10.2012 | 17:27 |  von Wolfgang Wiederstein (Die Presse)

Österreichs Teamchef Marcel Koller spürt vor dem „Rückspiel“ gegen Kasachstan im Happel-Stadion keinen Druck. Er stellt sich stellt sich schützend vor seine Auswahl.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. Österreichs Teamchef Marcel Koller erweckt nicht den Eindruck, als ob er nach einem Rückschlag gleich die Flinte ins Korn wirft. Der Schweizer versucht, ruhig und sachlich zu bleiben, auch wenn die ersten beiden Qualifikationsspiele für die WM-Endrunde 2014 in Brasilien nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Nach der Nullnummer von Astana steht Österreichs Nationalmannschaft im heutigen „Rückspiel“ gegen Kasachstan im Happel-Stadion (20.35 Uhr, live ORF eins) bereits gewaltig unter Druck. Koller aber scheint das nicht zu beunruhigen, er präsentiert sich ganz und gar nicht irritiert. „Ich merke nicht, dass der Druck höher ist“, sagt er. „Ich bin immer noch locker und versuche mich auf das Spiel zu fokussieren.“

Kritik an seiner Mannschaft lässt Marcel Koller eigentlich nicht gelten, er stellt sich schützend vor seine Auswahl. Weil er das Team auf einem richtigen Weg sieht. „Wenn man etwas aufbauen will, dann ist es normal, dass es nicht immer geradeaus geht. Alles braucht etwas Zeit – in der Nationalmannschaft noch mehr als bei einem Verein. Es ist völlig normal, dass man manchmal einen Schritt zurück gehen muss, um zwei nach vorne zu kommen.“ Was der Schweizer damit genau meint, das blieb unbeantwortet.

Selbst bei einem neuerlichen Punkteverlust gegen die Kasachen wären die Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme laut Koller noch nicht im Eimer. „Dann stehen immer noch sieben Spiele auf dem Programm.“ Wer nach drei Qualifikationsspielen allerdings mit beispielsweise zwei Punkten dasteht, der darf sich als gescheitert betrachten. Der 52-Jährige gibt immerhin zu: „Wir wissen, dass wir Punkte holen müssen und dass jeder Punkt wertvoll ist.“

 

Alaba ist Kollers Geheimnis

An der Spielweise des Gegners wird sich auch im Prater nichts ändern, Defensive soll Kasachstans Trumpf sein, gepaart mit Destruktivität. „Davon dürfen wir uns nicht irritieren oder beirren lassen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, was wir wollen“, fordert Marcel Koller. Die Fehler vom vergangenen Freitag gilt es zu vermeiden – gefragt ist vor allem eine bessere Chancenverwertung. Und ein druckvolleres Spiel nach vorne. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet die Innenverteidiger am meisten im Ballbesitz waren. „Wir müssen uns weiter vorne positionieren, um dahin zu kommen, wo wir die Löcher finden.“

Was die Aufstellung betrifft, so lässt Teamchef Marcel Koller wieder einmal vieles offen. Es ist denkbar, dass Andreas Ivanschitz, Martin Harnik oder Marko Arnautović auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen. Oder auch Julian Baumgartlinger. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass David Alaba von Koller von Beginn an aufgeboten wird. „Trainer Jupp Heynckes hat mir bestätigt, dass es an mir liegt, ob und wie lange David spielt.“ Die 42.000 Zuschauer werden Bayerns Jungstar sicher sehen wollen. Fans möchten schließlich mitgerissen werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.10.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

24 Kommentare
0 0

Habs schon den Artikel in der kleinen Zeitung gelesen

Ich sag nur: Wie schiesst man ein Tor?

Auf gehts Burschen , das Runde muss nur ins Eckige!!

Gast: waehrend sie sich nicht irritieren lassen, schiessen die Anderen die Tore!
16.10.2012 13:23
1 0

WM-Qualifikation: „Dürfen uns nicht irritieren lassen“???......

....wenn jemand sagt, er darf sich nicht irritieren lassen....dann hat er schon verloren!
be.es: stellt euch das einmal bei einem Boxer vor!

Gast: Gregor64
16.10.2012 12:32
4 1

Am richtigen Weg

Dass Österreich keine Weltmacht im Fussball ist, steht fest.
Trotzdem ist es erst einige Wochen her, das wir mit der aktuellen Nr. 2 der Welt, nämlich den Deutschen, mehr als nur mithalten konnten und schlussendlich als unglücklicher Verlierer vom Platz gegangen sind.

Was uns halt noch fehlt, ist ein Vollstrecker a la Ibrahimovic oder auch Klose, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können (siehe Färöer-Schweden letzten Freitag).

Der Weg unter Teamchef Koller passt aber, und ich bleibe dabei, dass Österreich spielerisch durchaus auf Augenhöhe mit Schweden, vor allem aber auch mit Irland ist.

Heute muss halt noch die Pflicht gegen einen extrem destruktiven Gegner erfüllt werden, die aber gelingen sollte.

Gast: Gregor64
16.10.2012 12:26
2 1

Am richtigen Weg

Dass Österreich keine Weltmacht im Fussball ist, steht fest.
Trotzdem ist es erst einige Wochen her, das wir mit der aktuellen Nr. 2 der Welt, nämlich den Deutschen, mehr als nur mithalten konnten und schlussendlich als unglücklicher Verlierer vom Platz gegangen sind.

Was uns halt noch fehlt, ist ein Vollstrecker a la Ibrahimovic oder auch Klose, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können (siehe Färöer-Schweden letzten Freitag).

Der Weg unter Teamchef Koller passt aber, und ich bleibe dabei, dass Österreich spielerisch durchaus auf Augenhöhe mit Schweden, vor allem aber auch mit Irland ist.

Heute muss halt noch die Pflicht gegen einen extrem destruktiven Gegner erfüllt werden, die aber gelingen sollte.

Gast: Gregor64
16.10.2012 12:22
3 1

Am richtigen Weg

Dass Österreich keine Weltmacht im Fussball ist, steht fest.
Trotzdem ist es erst einige Wochen her, das wir mit der aktuellen Nr. 2 der Welt, nämlich den Deutschen, mehr als nur mithalten konnten und schlussendlich als unglücklicher Verlierer vom Platz gegangen sind.

Was uns halt noch fehlt, ist ein Vollstrecker a la Ibrahimovic oder auch Klose, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können (siehe Färöer-Schweden letzten Freitag).

Der Weg unter Teamchef Koller passt aber, und ich bleibe dabei, dass Österreich spielerisch durchaus auf Augenhöhe mit Schweden, vor allem aber auch mit Irland ist.

Heute muss halt noch die Pflicht gegen einen extrem destruktiven Gegner erfüllt werden, die aber gelingen sollte.

Gast: total crash
16.10.2012 11:38
4 12

Aus gut informierten Kreisen sickerte durch,

dass wir nach erfolgloser Beendigung, (aber vielleicht auch schon vorher) in eine andere Weltliga-Fußball-Gruppe wechseln.

Mit diesen Handverlesenen, künftigen international stark aufspielenden Fußballnational-Teams werden wir uns auf Augenhöhe messen.

In der Gruppe spielen die namhafte Teams aus Legoland,Erdbeer & Himbeerland,Gebirgshochland,Sumpfland,Tiefland, Küstenland,Ackerland,Land des Lächeln,Tiki-Taka-Land (=Pippis Langstrumpf`s Heimat),
Stadt-Staat Kugl Mugl,Landunter,Zwergerlnland, weitere Gegner werden noch mittels Bakschisch-Anbot ,Händeringend gesucht.

Um Meldungen wird gebeten

Re: Aus gut informierten Kreisen sickerte durch,

Aggg - ich hasse es. Noch vor ein paar Wochen klopfen sich die meisten die Schultern wegen dem Deutschland-match und heute koennen wir nicht mal Legoland schlagen?

Kann man nicht mal optimistisch sein und versuchen als Fan den Jungs Rueckhalt zu geben? Vielleicht springt der Funke dann ueber! Immer dieses negative sudern... unglaublich anstrengend..

Antworten Gast: Plach2
16.10.2012 12:05
1 6

Beim Fußball ist es wie in der Politik

Die Leute schimpfen über die miesen Leistungen dieser hochbezahlten 3. klassigen Kicker, gehen aber trotzdem hin und unterstützen mit ihrem Eintritt dieses System.

In der Politik ist es nicht anders. SPÖ+ÖVP zocken uns immer mehr ab - wir wählen sie trotzdem......

0 0

Re: Beim Fußball ist es wie in der Politik

die Hoffnung stirbt zuletzt :)

Sagenhaft

Wenn ich mir Hochleistungssportler ansehe, welcher Trainigsaufwand mit Mental-,Aussdauer-, Kraft-Trainig betrieben wird, zusätzlich noch Ernährungspläne, kann ich mir diesen Hype um ein Paar "einfache Personen", um es einmal höflich auszudrücken, nicht erklären.
Würde ein Boxer oder auf Sieg programmierter Sportler soviele Gedanken an ein mögliches Scheitern verwenden, bräuchte er gar nicht an den Wettkämpfen teilnehmen.
Aber es ist halt ein Sport für die einfach gestrickten Leute.

realitätsverlust

wenn ich mir diese stumpfsinnigen und miesmacherischen kommentare ansehen, die leider die unsympathischste seite der österreichischen mentalität widerspiegeln, wird mir richtig übel. wie groß müssen die scheuklappen einiger, die hier ihren verbalen müll abladen, eigentlich sein, dass sie nicht sehen, wie sehr sich unter Koller das nationalteam schon zm positiven verändert hat? und wie groß ist der realitätsverlust, wenn man nicht kapieren will, dass wir trotz dieses aufwärtstrends eben noch keine spitzenmannschaft haben, die über alle gegner einfach drüberfährt? lasst Koller und sein team arbeiten! oder sehnt sich hier jemand allen ernstes nach dem Prohascherlkick vergangener zeiten zurück?

Re: realitätsverlust

endlich einmal ein vernünftiger Kommentar!hab mir schon sorgen gemacht und gedacht es laufen hier nur mehr arme komplexler herum, die alle glauben sie wären Fußballtrainer!
es ist die beste Mannschaft die wir seit sehr sehr langer zeit haben!dabei sind zb viele Leistungsträger der dt Bundesliga dabei und denen solche Beleidigungen an den Kopf zu werfen ist letztklassig!
ich hoffe nur, dass beim Heimspiel viele Fans kommen und keine Presse-Poster sonst kommt das eh einem Auswärtsspiel gleich!

0 9

Re: Re: realitätsverlust

realitätsverweigerer mehr kann man nicht sagen zu dir.

Re: Re: Re: realitätsverlust

Nörgler u Miesmacher kann ich zu dir sagen!

0 7

Re: Re: Re: Re: realitätsverlust

ich würde sagen realist.

kein druck..

klar. die quali ist eh weg, also in 12 jahren dann. oder besser in 16. sicher ist sicher.

1 6

rio wir kommen nicht ganz sicher

3 klasse kicker mit fürstlichen lohn.

Antworten Gast: Toni1968
15.10.2012 21:10
3 6

Re: rio wir kommen nicht ganz sicher

Egal wie schwach sie immer wieder spielen,
egal wie viele Niederlagen sie noch kassieren,
die Fans (und der Staatsfunk) gehen trotzdem hin und unterstützen kräftig sie mit ihren Eintrittsgeldern.

Gast: Leider
15.10.2012 18:29
3 9

und wenn 20 Alabas gegen 11 Kasachen.....

...spielen wuerden, es ist zu spaet....der Zug ist abgefahren, LEIDER!............dieser Trainer ist sich selber am liebsten, LEIDER!......seht endlich die Realitaet und werdet erwachsen.....Oesterreich braucht einen Trainer der sich NICHT davor scheut, den Spielern die Wahrheit ins Gesicht zu sagen(ala Happel)....NUR SO kann man die Zustaende aendern, AUSSER man will es der Politik gleich tun!
be.es: ich werde aber trotzdem fuer euch beten!

Gast: Franz65
15.10.2012 18:23
4 3

Seit vielen Jahren ....

haben unsere "Superkicker"international immer Pech, haben eh gut gespielt ..... und noch viele weitere Ausreden.

Von diesen Leute kann man bei internationalen Spielen nicht mehr erwarten! Sie sind lediglich "Stars" im eigenen Land.

Antworten Gast: Zappel Happel
15.10.2012 19:08
3 3

wissen Sie was das Problem ist....

....Fussball ist nicht nur ein Spiel mit den Fuessen sondern auch mit dem Kopf, INNERLICH.-)).......und daran scheitert es!....zusaetzlich haben diese Spieler die bloede Angewohnheit schon VOR DEN ERFOLGEN IN LUXUS zu schwelgen, was die KAEMPFERQUALITAET um vieles schmaelert.....sagen wir so, sie essen Eier die noch gar nicht gelegt wurden und daran ist die sportliche Fuehrung schuld...man muesste sie endlich in den sprichwoertlichen Hintern treten.....fuer das Geld was diese Spieler nachgeschmissen bekommen, muessen andere SCHWER arbeiten!

Antworten Antworten Gast: Franz65
15.10.2012 19:21
4 5

Re: wissen Sie was das Problem ist....

100% richtig, das sehe ich auch so!

Für das viele Geld was diese Typen kassieren bringen sie 3. klassige Leistungen!

Gast: Verstecken hinter Alaba
15.10.2012 18:19
4 3

Ja wo is er denn jetzt, unser Super-Andi?

Hat's uns wie immer nach einem verlorenen Spiel so gaaanz plötzlich die Red' verschlagen? Zuerst große Klappe, dann nix dahinter!

1 0

Re: Ja wo is er denn jetzt, unser Super-Andi?

Wenn sie Andi Ivanschitz meinen, muss ich ihnen recht geben.