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WM-Qualifikation: Langsam kommt das Bauchgefühl

17.10.2012 | 17:25 |  Von Wolfgang Wiederstein (Die Presse)

Teamchef Marcel Koller relativiert den 4:0-Sieg gegen Kasachstan und beteiligt sich nicht an Hochrechnungen. Das wäre auch nach drei Spieltagen ein wenig unseriös. Die Korrekturen waren goldrichtig.

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Wien. Die Worte von Marcel Koller, Österreichs Teamchef, erinnerten nach dem 4:0-Sieg über Kasachstan ein wenig an Ivica Osim. „Es ist wichtig, dass man weiß, wo man herkommt“, sagt Koller. „Wir sind nicht Weltspitze, wir sind nicht einmal Top 30, das muss man sich vor Augen führen.“ Ähnliches hat der ehemalige Sturm-Trainer auch immer wieder ins Treffen geführt, wenn Fans und Medien Erfolge in der Champions League gefordert haben. Der Nationaltrainer mahnt also auch vor voreiliger Euphorie. „Wir haben 4:0 gewonnen“, sagt der Schweizer. „Aber das war gegen Kasachstan, nicht gegen Deutschland, Schweden oder Irland. Die sind noch vor uns.“

Auf Hochrechnungen lässt sich Marcel Koller nicht ein. Das wäre auch nach drei Spieltagen ein wenig unseriös. „Der Sieg war wichtig, weil wir den Anschluss gefunden haben. Wir sind dabei und können in den direkten Duellen um den zweiten Platz kämpfen. Dazu müssen wir gegen Schweden und Irland Punkte mitnehmen.“ Mit dem Rechenschieber befasst sich der Teamchef nicht, „wir müssen auf dem Platz Leistung zeigen“.

Während in Astana am vergangenen Freitag nicht wirklich viel geklappt hat, sammelte das Team im „Rückspiel“ wieder Pluspunkte. Die Umstellungen des Teamchefs machten sich bezahlt, die neuen Kräfte – David Alaba und Marc Janko – rechtfertigten die Nominierung voll und ganz. Vor allem Alaba erweckte manchmal den Eindruck, als ob er in allen Gassen daheim wäre. „Ich wusste aus eigener Erfahrung, dass man im ersten Spiel nach einer Verletzung besonders motiviert ist“, sagt Koller. „Es freut mich, dass es so eingetroffen ist und Alaba sein erstes Länderspieltor gemacht hat. Das ist auch für Bayern München gut, weil die gesehen haben, dass er das erste Match problemlos überstanden hat.“

Ganz sicher war sich Koller anfangs aber nicht. „Er hat schon in der ersten Hälfte durchgeschnauft, da habe ich mir gedacht, hoffentlich reicht es bis zur Pause. Aber man braucht eben ein bisschen länger, um wieder in die Gänge zu kommen.“ Bei den Bayern wird er bald wieder zum Stammpersonal gehören, beim deutschen Rekordmeister ist der 20-Jährige allerdings als Linksverteidiger vorgesehen.

Lob gab es auch für Marc Janko, den zweifachen Torschützen, und Florian Klein. „Janko ist ein Stürmer von internationalem Format“, behauptet Koller. In der halben Stunde von Kasachstan hat er sich für Wien aufgedrängt. „Er war aggressiv, hat gezeigt, dass er unbedingt spielen will.“ Klein wiederum hat Garics verdrängt. Der Salzburg-Verteidiger war „offensiv, aktiv, viel im Ballbesitz“.

Unterm Strich werden die Aufstellungsvarianten immer mehr, Ivanschitz, Baumgartlinger und Garics haben ohne Murren ihre „Degradierung“ hingenommen. Dafür zollt ihnen Koller Respekt. „Es geht nicht darum, Schuldige zu finden. Es geht um den Teamgeist. Manchmal sind es taktische Überlegungen, manchmal ist es ein Bauchgefühl.“ Da wird der Schweizer dann fast schon ein wenig zum Wiener.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.10.2012)

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78 Kommentare
Antworten Gast: Gast4946
17.10.2012 12:13
2 1

Re: Euphorie

Da muss ich "leider" zustimmen. Auch ich denke, dass diese Eurphorie nach einem Spiel gegen einen schwachen Gegner oft sehr überzogen ist und unserem Team mehr schadet als nützt. Leider wird das auch von den Medien schon seit viel zu langer Zeit praktiziert. Es bleibt nur noch die Hoffnung, dass eines Tages Journalisten auftauchen, die wirklich etwas davon verstehen und (sowie in Deutschland) auch nach einem Sieg noch ein wenig Kritik finden. Das Team hat zwar gut gespielt, war aber nicht fehlerfrei. Ich denke unsere Land sollte sich nicht immer mit einer Mittelmäßigkeit zufrieden geben. Es hat weit mehr verdient!

1 3

wer Teamchef spielen will:

Geht unter "Du bist der Teamchef.at"

Hier seit ihr falsch!!!!!!!!!!

Na jetzt ist die Welt wieder in Ordnung

Was kümmert uns Staatspleiten, Arbeitslosigkeit, Kriege, Korruption, Steuern bis zum Abwinken.
Hauptsache ein paar "einfache und gehätschelte Sportler" treffen nach vielen versuchen das gegnerische Tor. Da lacht das Herz des Österreicher mit einer Flasche Bier in der Hand.
Das erwachen wird grausam sein.

Re: Na jetzt ist die Welt wieder in Ordnung

Ihr Leben muss echt traurig sein...

Antworten Antworten Gast: Aligator
18.10.2012 10:14
0 0

Re: Re: Na jetzt ist die Welt wieder in Ordnung

Warum?

Instant Karma

"Einziger Schönheitsfehler daran war, dass ein verletzter Kasache im kleinen Strafraum gelegen ist."

Wenn man gefühlte 1000 Minuten "verletzt" am Boden liegt, braucht man nicht an den Fair-Play-Gedanken zu appellieren.


der Ball ist rund

was bitte ist der 'kleine Strafraum'?

Antworten Gast: Internationaler
17.10.2012 11:10
0 2

Re: der Ball ist rund

Es gibt keinen "kleinen Strafraum".

Antworten Gast: 5742
17.10.2012 10:55
2 0

Re: der Ball ist rund

Der "Fünfer", Ihr erstes Fußbllmatch gewesen?

Re: was bitte ist der 'kleine Strafraum'?

Der Mittelkreis!

Re: Re: was bitte ist der 'kleine Strafraum'?

Zur Aufklärung!

Ich nehme die Frage nicht ganz ernst, deshalb meine nicht ernst gemeinte Antwort.

Alles klar?

Antworten Antworten Gast: Internationaler
17.10.2012 11:14
2 0

Re: Re: was bitte ist der 'kleine Strafraum'?

Wie alt sind Sie dennn schon? Über hundert Jahre?:
Bis 1896 hatte der Strafraum die Form eines Halbkreises!

Antworten Antworten Gast: Du gucken
17.10.2012 11:06
2 0

Re: Re: was bitte ist der 'kleine Strafraum'?

Der Mittelkreis ist in der Mitte des Fußballfeldes.

Antworten Antworten Gast: dieLeserinin
17.10.2012 10:59
0 2

Re: Re: was bitte ist der 'kleine Strafraum'?

Halbkreis vor dem Tor? Oder wo?

Antworten Antworten Antworten Gast: Gibt keine Antwort, weil
17.10.2012 21:54
1 0

Re: Re: Re: was bitte ist der 'kleine Strafraum'?

Weiß man in Östererich nicht so genau.

6 1

Gut

Super- Gute Leistung gestern!
Arnautovic,Alaba,Janko und co.
Aber das Ziel war 6 Punkte.
Schweden ist seit gestern unser Hauptkonkurrent.

Antworten Gast: VVH
17.10.2012 09:49
1 2

Re: Gut

Gegen Kasachstan?!

3 1

Re: Re: Gut

ja wieso

Antworten Antworten Antworten Gast: VVH
17.10.2012 11:15
1 3

Re: Re: Re: Gut

Ach du meine Güte! Da haut es ja dem Platzwart das Tor raus...

2 1

Re: Re: Re: Re: Gut

können sie mir auf deutsch bitte erklären worauf sie hinauswollen?

13 2

Miesepeter

Wieso kann man nicht einfach anerkennen, dass die Österreicher gestern einen guten und erfrischenden Fußball gespielt haben.

Antworten Gast: Gast: Leser
17.10.2012 11:19
1 5

Re: Miesepeter

Gegen wen? Ach so, gegen den Weltklassegegner Kasachstan. Na, dann... "Brasilien wir kommen!" (O-Ton des Fernsehkommentators nach dem 2:0).

13 4

Fast alle Presse-Poster haben eines gemeinsam!

Sie meckern, positives Denken Fehlanzeige. Das müssen sehr unglückliche Menschen sein.

Gast: wienerboy
17.10.2012 09:02
1 8

alaba

alaba hat fast im alleingang gewonnen!

Antworten Gast: FC guckst du
17.10.2012 09:55
1 6

Re: alaba

Yep. Bayern-München gegen Kasachstan sozusagen ;-)

Antworten Antworten Gast: Waliluso II.
17.10.2012 11:11
1 2

Re: Re: alaba

Exakt

Gast: APA hilf
17.10.2012 08:44
1 4

Ein gewisses rosa Blatt

hat vorher versucht Alaba schlecht zu machen, um einen gealterten Mittelfeldspieler zu bushen, den schon Constantini abgelehnt hatte.

Antworten Gast: Drogen im Spiel?
18.10.2012 11:25
0 0

Re: Ein gewisses rosa Blatt

pu|shen [......], pu|schen <engl.-amerik.> (mit Rauschgift handeln; auch für in Schwung bringen, propagieren); du pushst

Antworten Gast: Gast: Leser
17.10.2012 11:21
2 0

Re: Ein gewisses rosa Blatt

"... zu buschen"? hat das vielleicht etwasd mit George W. zu tun?

Antworten Antworten Gast: Buschen oder Puschen
17.10.2012 21:57
1 0

Re: Re: Ein gewisses rosa Blatt

Nein. "Buschen" bedeutet im Tirolerischen - naja, wie soll ich das jetzt sagen .... es bedeutet ... nun ... äh - das, was die Frauen zwischen den Beinen haben.

alles andere wäre auch peinlich gewesen.

eines hat dieses Spiel aber auch gezeigt. wir sind nicht WM reif. Gerade in der ersten Hälfte waren zuviele Fehler und Fehlbässe.
Außerdem ist man scheinbar zu sehr damit beschäftigt "schönen" Fussball mit Kunststücken zu spielen, als Tore zu schießen. Speziell Januzovic und Arnautovic wollen immer wieder Kunsstückchen präsentieren.

Das Problem der Österreicher, das Runde in das Eckige zu bekommen, bleibt bestehen und bekommt man durch Kunststückchen nicht weg.

Interessant fand ich auch die Großteils Unbelehrbarkeit der Ösis in der ersten Hälfte. Man hat doch sofort mitbekommen, dass die Kasachen im 16ener mauern, ich hätte es da mit ein paar kräftigen Schüssen außerhalb des 16eners - teilweise hat es Arnautovic auch probiert - versucht, anstatt immer wieder in die Mitte zu flanken.

the Road is long......

Re: alles andere wäre auch peinlich gewesen.

Es gibt keinen Grund jetzt das weniger Gute hervorzuheben. Verschweigen sollte man es aber auch nicht.

Positiv:
- der Einsatz

- die Technik

- die Laufstärke

- der Siegeswille

Negativ:

- zu viele Eigenfehler (wie bei den 2 vorangegangen Spielen)

- Außer Janko kein echter Vollstrecker

- ein bisschen zu viel Brechstange statt Kreativität.

Die Mannschaft ist jung und hat scheinbar Kräfte ohne Ende. Kommt noch die notwendige Routine dazu, dann könnte es ganz gut passen.

3 2

Re: alles andere wäre auch peinlich gewesen.

sie haben von fussball keine ahnung!!!!!!!

Re: Re: alles andere wäre auch peinlich gewesen.

ich hab halt nur keine Scheuklappen vor den Augen;)

übrigens wusste ich garnicht, dass sie mich kennen - denn wenn nicht, woher wüssten sie, wovon ich Ahnung habe oder nicht?


1 0

Re: Re: Re: alles andere wäre auch peinlich gewesen.

Ich meine, sie machen den österreichischen Fußball schlecht.

Re: Re: Re: Re: alles andere wäre auch peinlich gewesen.

Scherz, oder?

1 0

Re: Re: Re: Re: Re: alles andere wäre auch peinlich gewesen.

typischer ösi immer meckern

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Elfensammlerin
17.10.2012 22:02
0 2

Re: Re: Re: Re: Re: Re: alles andere wäre auch peinlich gewesen.

Nun ja, typisch bist du selber: Immer nur einen Satz schreiben, keinen Kommentar zusammenbringen, der aus mehreren Sätzen besteht, immer nur raunzen und sudern und andere Kommentatoren bemängeln. Bei uns daheim nennt man solche Leute "Spiegelgucker".

3 10

Im Reich der Blinder ist der Einäugige König.

Bleiben wir einmal realistisch. Selbst wenn wir uns für die WM qualifizieren würden, werden wir doch nach den ersten Spielen mit wirklichen Gegnern sehr bald auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.
Das Problem ist, daß es der Mannschaft an Teamgeist fehlt und daher keine Spieltaktik aufkommt. Isoliert betrachtet sind ein paar bessere Mittelklassespieler dabei-aber eine gute Mannschaft wird deswegen daraus noch lange nicht.
Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile.

4 7

Weltmeister?!

so jetzt können wir wieder ein paar Wochen/Monate so tun als ob wir schon Weltmeister wären. Bleiben wir realistisch, wir sind einfach die besten.

Antworten Gast: byd
17.10.2012 22:03
0 0

Re: Weltmeister?!

exakt. besser geht es einfach nicht.

Gast: K2R
16.10.2012 23:09
7 3

WM-Qualifikation ist egal!

Dort sind die besten 36 Mannschaften der Welt; da sind wir noch nicht. Es geht darum, alle 3 Jahre um 10 Plätze in der Weltrangliste aufzusteigen.

Antworten Gast: Trainer neu
17.10.2012 11:04
3 0

Re: WM-Qualifikation ist egal!

Na dann sind wir ja eh scho in 30 Jahren Weltmeister.

Gast: Martin M.
16.10.2012 23:08
2 9

Warum immer "Daevid"?

Ist er nicht Österreicher und heißt David?

Antworten Gast: KW5
17.10.2012 11:03
1 0

Re: Warum immer "Daevid"?

Jo mei, wenn die Navratils und Novotnys und Polaceks und Maiers und Müllers nix z'sammbringen beim Fuß-Ballern, dann muss uns ein "Daevid" aussireiß'n.
Und des passt dir Raunzer a scho wieder net?

Antworten Gast: Klarstellungen
17.10.2012 09:59
4 1

Re: Warum immer "Daevid"?

Er wurde so getauft und von Geburt an so angesprochen. Warum sollte er das jetzt ändern, nur weil das schon wieder ein paar nabelguckenden Österreichern nicht passt? Er wurde als "Daevid", wie du das bezeichnest geboren und es ist sein gutes Recht, auch weiterhin so angesprochen zu werden. Auch wenn das manchen chauvinistisch Denkenden nicht passt.

Re: Warum immer "Daevid"?

Vielleicht, weil sein Vater aus Nigeria und seine Mutter von den Philippinen stammt?

Antworten Antworten Gast: gast:1
17.10.2012 07:00
1 3

@rollfrosch

und?

kein Grund den Namen nicht "österreichisch" auszusprechen - zumal der Betreffende ja erfreulicherweise keine Probleme mit unserer Sprache hat; wir erinnern uns an den peinlichen Politiker ("How do you do?")...

Falls "Peter Rollfrosch" in die USA auswandert, wird er dort auch der "Pieter" sein, egal aus welchem Teich seine Frosch-Eltern stammen... :-)

Antworten Antworten Antworten Gast: Sternsinger
17.10.2012 10:01
3 3

Re: @rollfrosch

Meinen sie mit österreichisch aussprechen das gute alte "Arisieren"?

Mein Fliegendes Spaghettimonster der Junge heißt so wie er heißt und wenn sie zu blöd sind sich seinen Namen zu merken lassen sie es lieber gleich bleiben^^

Re: @rollfrosch

wie Kävin oder Tschannin?

und der Urwiener wird "David" auch nicht alttestamentarisch richtig betonen,sondern meidlingmässig däivid sagen...