Die Bundesliga hat am Mittwoch per Aussendung die Ausschreitungen vor dem Wiener Fußball-Derby am Sonntag "auf das Schärfste" verurteilt. Derzeit habe die Aufarbeitung der Vorkommnisse oberste Priorität, deshalb würden gemeinsam mit Austria und Rapid sowie mit dem Innenministerium Gespräche geführt und umfassende Analysen erstellt.
"Die Sicherheit der Stadionbesucher, insbesondere jener, die mit ihren Kindern zu den Fußballspielen gehen, liegt uns am Herzen", sagte Liga-Vorstand Georg Pangl und verwies auf diverse Maßnahmen, die zuletzt umgesetzt wurden - etwa die Erhöhung des Strafausmaßes bei Stadionverboten auf bis zu zehn Jahre. "Darüber hinaus liegt unser Fokus gemeinsam mit den Klubs vor allem auf der Prävention. Damit wollen wir erreichen, dass Gewalt in unseren Stadien keinen Platz hat."
Weiters wurde in der Mitteilung betont, dass die Bundesliga eine zuletzt "rückläufige Entwicklung und Anzeigenstatistik von Vorfällen" registrierte. "Nichtsdestotrotz führen die mehrheitlich sozialpolitisch motivierten Probleme sowie die noch immer nicht ausreichenden rechtlichen Durchgriffsmöglichkeiten zu einem Gefahrenpotenzial, welches nur durch einen Schulterschluss von Politik, Sport, Fans und Exekutive zu bewältigen ist", hieß es abschließend.
(APA)

