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Fußball: Rapid geht gegen Leverkusen unter - 0:4

25.10.2012 | 23:14 |   (DiePresse.com)

Drittes Spiel, dritte Niederlage: Österreichs Rekordmeister hat in der Euro League nur noch theoretische Aufstiegschancen.

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Rapid hat im dritten Spiel der Fußball-Europa-League-Gruppenphase die dritte Niederlage kassiert. Die Hütteldorfer mussten sich am Donnerstag vor 43.200 Zuschauern im Wiener Happel-Stadion Bayer Leverkusen mit 0:4 (0:1) geschlagen geben und haben damit nur noch theoretische Hoffnungen auf den Aufstieg ins Sechzehntelfinale. Die Treffer für die haushoch überlegenen Gäste erzielten Wollscheid (37.), Castro (56., 92.) und Bellarabi (58.), Rapid hatte nicht den Funken einer Chance auf einen Punktgewinn.

Trainer Schöttel setzte in Abwesenheit des am Auge verletzten Hofmann und des gesperrten Burgstaller auf eine eher defensive Aufstellung, um die starke Leverkusener Offensivabteilung um Schürrle und Kießling nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Dies gelang vorerst auch deshalb, weil es die Werkself gemächlich anging und vor allem auf Ballbesitz bedacht war.

So dauerte es bis zur 28. Minute, ehe es gefährlich wurde - nach einem Querpass von Bellarabi schoss Kießling aus kurzer Distanz daneben. Ab diesem Zeitpunkt erhöhte Bayer den Druck: Ein Weitschuss des für den verletzten Kadlec eingewechselten Bender flog über die Querlatte (32.), eine gute Chance von Kießling wurde von Köngshofer zunichte gemacht (35.).

 In der 37. Minute war der Rapid-Schlussmann aber geschlagen, als sich bei einem Eckball von Castro niemand für Wollscheid zuständig fühlte und der Innenverteidiger relativ unbedrängt einköpfeln konnte. Von den Hausherren war vor der Pause mit Ausnahme eines Angriffs, bei dem Alar im Strafraum am Leiberl gezogen wurde, in der Offensive praktisch nichts zu sehen. Immerhin entstand in der 53. Minute eine brenzlige Situation im Leverkusener Strafraum, doch Gerson vollierte nach Alar-Freistoßflanke über das Tor.

Drei Minuten später war die Partie vorzeitig entschieden - Castro erhöhte nach Doppelpass mit Bender auf 2:0 für den Fünften der deutschen Bundesliga. In der 58. Minute war die Rapid-Abwehr neuerlich indisponiert, Bellarabi bedankte sich mit einem Schuss aus spitzem Winkel zwischen die Beine von Königshofer zum dritten Tor für die Gäste.

Danach machten sich die Leverkusener einen schönen Abend im Wiener Prater und ließen Ball und hilflose Gegner laufen. Immerhin war Bayer so gnädig, nicht mit Nachdruck auf einen Kantersieg zu spielen, und ließ sogar noch eine gute Einschussmöglichkeit für Grün-Weiß zu. Der zur Pause eingetauschte Boyd schob jedoch den Ball allein vor Leno am langen Eck vorbei (79.). Für den Schlusspunkt sorgte Castro in der 92. Minute.

Jetzt wartet Salzburg

Für Rapid setzte es damit nach dem 0:2 gegen die Austria die zweite bittere Niederlage binnen vier Tagen - und das kurz vor dem Liga-Schlager am Sonntag im Hanappi-Stadion gegen Salzburg. Außerdem reichte es für die Grün-Weißen seit dem 3:0 gegen den Hamburger SV im September 2009 in sieben Heimspielen in der Europa-League-Gruppenphase gerade einmal zu einem Punkt. Der nächste internationale Auftritt der Schöttel-Truppe steigt am 8. November in Leverkusen.

REAKTIONEN

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "Das Ergebnis spricht eine klare Sprache. Wir haben ein sehr, sehr großes Ziel mit der Gruppenphase erreicht und spielen jetzt gegen Mannschaften, wo man einen klaren Klasseunterschied erkennen konnte. Wenn man da nicht in bester Form ist und wichtige Spieler fehlen, kann man so schlecht ausschauen wie wir heute ausgeschaut haben. Der Gegner war klar überlegen, sehr ballsicher. Dass wir in der Meisterschaft bessere Leistung bringen müssen, wissen wir."

Schascha Lewandowski (Leverkusen-Cheftrainer):
"Wir haben etwas schwer ins Spiel gefunden, aber ab der 20. Minute die Kurve bekommen. Dann sind wir konzentriert und spielstark aufgetreten. 40 gute Minuten haben uns dann gereicht, um das Spiel in für uns gute Bahnen zu lenken. In der Schlussphase sind wir nachlässig geworden, da hätte Rapid auch ein Tor machen können."

Rudi Völler (Sportdirektor Leverkusen):
"Der Sieg war in dieser Höhe verdient, aber auswärts muss man auch erst einmal vier Tore erzielen. Das war eine sehr beeindruckende Vorstellung. In den ersten 25 Minuten haben wir etwas zu lässig angefangen, in den zweiten Halbzeit haben wir aber die Tore erzielt, die man erzielen muss. Wichtig war, dass wir den Vorsprung nicht verwaltet haben, sondern weiter nach vorne gespielt haben. Das Spiel müssen wir aber ganz schnell abhaken, weil im nächsten Spiel ja die Bayern warten.."

Mario Sonnleitner (Rapid-Verteidiger): "In den ersten 30 Minuten hat es ganz gut ausgeschaut, leider haben wir durch einen Standard das 0:1 kassiert. Gegen eine gute Mannschaft ist es dann sehr schwer. Dann rennt man hinterher, irgendwann sind die Lücken nicht mehr zu schließen. Die wichtigsten Tore kassieren wir durch Standards. Da müssen wir konzentrierter ans Werk gehen. Das ist sehr, sehr schade, weil wir bis dahin ganz gut durchgehalten haben. Man sieht, da ist einfach ein Qualitätsunterschied. Sie sind jede Woche gefordert, wir spielen leider nur gegen Salzburg, Sturm und Austria, die dieses Niveau haben."

Stefan Kulovits (Rapid-Mittelfeldspieler):
"Wir haben gewusst, dass das unsere letzte Chance ist, dass wir noch mitreden können. So weit wie wir entfernt sind, müssen wir über überhaupt nichts mehr reden. Wir sind nicht einmal zu Fouls gekommen, so weit waren wir weg. Das waren Kindergartenfehler, die wir heute gemacht haben. In Meisterschaft müssen wir nun schauen, dass wir den Anschluss nicht verlieren."

Lukas Königshofer (Rapid-Tormann):
"Das ist ganz bitter, noch dazu weil wir mit vier Stück noch gut bedient waren. Wir müssen das jetzt aus den Köpfen raus kriegen. Von einer Krise zu sprechen ist übertrieben, aber wir haben momentan sicher eine schlechte Phase. Vielleicht ist das Salzburg-Spiel ja schon jenes, wo wir wieder aus dem Tief herauskommen."

 

 

(APA)

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32 Kommentare
 
12

kein Wunder -

-wenn von Rapids gut bezahlten Profis kaum ein Pass ankommt, noch ein Zweikampf gewonnen wird.
Was trainieren die eigentlich??????
Ich bin froh nach dem 2:0 abgedreht zu haben!
Vielleicht würde es wirklich helfen wenn die Sponsoren dem Verein und der Verein den Spielern finanz.Abzüge androhen wenn derart schwache Leistungen geboten werden.

Re: kein Wunder -

Das hat nichts mit dem theoretischen Können zu tun, sondern war gestern einfach eine mentale Sache. Ohne Selbstvertrauen und mit der Angst eines Debakels im Nacken zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Gast: wienexit
26.10.2012 10:23
7 3

Rapid und die Vernetzung in die Politik

Man muss sich ernsthaft fragen, wie fast alle WienerInnen dazukommen, mit ihren irrsinnig hohen Strom-, Gas und sonstigen Gebühren eine solche Fußballmannschaft sponsern zu müssen.
Dieser Sponsoring muss sofort abgestellt werden und der Vertrg aufgelöst werden. Das ist im Interesse der Allgemeinheit!!!

Wie fordern Häupl und Brauner auf, das sofort zu veranlassen.

Re: Rapid und die Vernetzung in die Politik

Wer ist wir? Sie und ihre anderen Persönlichkeiten?

Antworten Gast: Viel radikaler
26.10.2012 11:26
5 1

Sämtliche Steuergeldtransfers

an Fussballclubs müssen sofort eingestellt werden. Da fließen zig Millionen in Stadien etc. um dann noch blöde Randalierer ertragen zu müssen, die vor und nach Spielen besoffen in den Städten rumhängen.

Wir fordern die Bundesregierung auf, das sofort zu veranlassen.

Antworten Antworten Gast: noch viel radikaler
26.10.2012 14:53
0 3

Re: Sämtliche Steuergeldtransfers

sämtliche Förderungen für Sport und Kultur gehören sofort eingestellt
Genauso für alle sonstigen Vereine.

Re: Sämtliche Steuergeldtransfers

Und du kleines Etwas glaubst, wenn Fußball verboten wird, gibt es die bösen Buben nicht mehr? Herzig.

Hr. Sonnleitner

wird im Prinzip schon richtig liegen, was österr. Mannschaften an Qualität haben und bieten können reicht eben für die österr. Liga. Und die hat eben nicht das Niveau anderer europ. Ligen wie z.B. Deutschland, Spanien, England, Italien.

Die Gründe sind vielfältig, von Zuschauer- und Mitgliedszahlen der Klubs, bis eben hin zu den Ligaanforderungen, wo man eben mit diesem Leistungsniveau mit zu den Anwärtern auf einen Spitzenplatz gehört. Nicht einmal Red Bull Salzburg schafft derzeit wirklich einen internationalen Ausbruch davon (Düddelingen). Nur sehr selten gab es Ausnahmen, wie z.B. zuletzt Sturm Graz mit der früheren, durchaus mit achtbaren Erfolgen gekrönte Teilnahme an der Champions Ligue.

Nicht zu vergessen, auch das Niveau des sterr. Nationalteams steht und fällt hauptsächlich mit Legionären, nicht mit Spielern der heimischen Liga.

Re: Hr. Sonnleitner

Das Spiel gestern war weder repräsentativ für das wahre Verhältnis Rapid - Leverkusen, noch für Österreich - Deutschland.
PAOK Saloniki hat die letzten Jahre z. B. in der EL immer die Gruppenphase überstanden und auch die griechische Liga (und der griechische Fußball) sind stärker einzuschätzen. dennoch ist Rapid ziemlich eindeutig weitergekommen.

Hätte das gestrige Spiel vor 7, 8 Wochen stattgefunden, als Leverkusen im Tief und Rapid im Hoch war, wäre das Spiel sicher anders ausgegangen.

0 2

Re: Re: Hr. Sonnleitner

ja: 3:0 für Leverkusen!

initiative

warum findet sich keine Initiative, die endlich den sogenannten Profifussball in Österreich untersagt

neusiedl

wäre für rapid ein guter gegner


so gibt's auch gegen die Dosen

nichts zu holen

Gast: Indian Reservation
26.10.2012 01:06
3 2

mich wundert.....

...dass der Schiedsrichter die Partie nicht früher wegen technischem K.O. beendet hat.....soviele Lucky Punchys habe ich das letzte mal bei der Punchkrapferlolympiade in Silicon Valley
gesehen.......die Spieler sind herumgelaufen wie aufgescheuchte Kärntner Hendln!
be.es: als Schiedsrichter sollte man bei derartigen Fällen das Spiel frühzeitig beenden können, schon alleine wegen der Zeit, Schade darum....ungesättigten Berichten zufolge, sind aufgescheuchte Hendln WOCHENLANG nicht mehr zu beruhigen und gackern alles an!

Re: mich wundert.....

wieso Kärntner Hendln? War Jörg Haider gestern dabei? Oder die Scheuch brothers - die hättn die Leverkusener wenigsten zu schmieren versucht. Oder habts den Meischi übersehen, der weiß ja auch nie genau was sei Leistung war!

3 8

seit den fruehen 90ern

seit 20 jahren geht es mit dem oesterreichischen fussball stetig berg ab. oesterreichs liga ist ein wurschtel pseudo profi liga. warum sind mannschaften aus kroatien, slowenien, daenemark, bosnien usw. weit erfolgreicher als mannschaften wie rapid oder austria oder salzburg?

weil die keine oesterreicher in der mannschaft haben.

mfg

5 5

Gründe? Gerne!

Ein Kapitän, der mit Kollegen wenige Tage vor einem wichtigen Match mit Alkohol den Zapfenstreich überzieht.
Ein Stürmer, der durch Raufhandel in der Kärntner Lokalszene Schlagzeilen macht.
Ein Präsident, der es nicht schafft, einen Sponsorzu finden, damit Leistungsträger nicht verkauft werden müssen.
Da fallen die offensichtlichen technischen Mängel bei vielen Spielern und die, im Vergleich zur europäischen Spitze, klägliche Fitness der Protagonisten nicht mehr allzusehr ins Gewicht.
Die Rapidfans haben heute mehr als 90 Minuten alles gegeben. Ausser ein paar Patschhändchen vom Mittelkreis kam von der Mannschaft kein bisschen Dank. Resümee: beschämend

Wer

solche Fans hat braucht keine Gegner mehr.

10 2

Re: Wer

An diesem Kommentar erkennt man, dass Sie nicht beim Spiel waren.

Die Rapidfans haben sich erstklassig verhalten. Auch noch nach dem 0:3.

0 7

Re: Re: Wer

Muha
Deswegen hab ich die ersten Fans bereits um 20:30 in Spittelau gesichtet...

5 6

Gehälter

sind das einzig erstklassige in unserem Fussball! Wozu Profis anstellen, wenn sie auch nicht besser sind als Amateure.

Seit Jahrzehnten wird im Fussball Geld ohne Ende verbraten, welches in anderen Sportarten viel besser aufgehoben wäre. Im Fussball geht es, international gesehen, permanent bergab.

Wir haben nur wenige Sportler (Jukic, Paischer, Rogan, Linger, etc.) welche international wirklich gut sind. Bei diesen wäre diese Geld wesentlich besser angelegt!

2 0

Re: Gehälter

Sie vergessen, Alaba, Arnautovic, Fuchs, Harnik, Pogatetz, Junuzovic, Prödl, Kavlak, Pelivan, ... etc.

7 1

Re: Re: Gehälter

- Mit UNSEREM Fussball meine ich den Österreichischen. Die von Ihnen erwähnten verdienen ihr Geld woanders und müssen im Gegensatz zu unseren "Profis" wirklich Leistung bringen.

- Trot allem ist auch da kein Weltklassefussballer dabei. Die von mir erwähnten Sportler sind immer wieder in den Top10 der Welt zu finden. Bei unseren Fussballern reden wird max. von den Top100 in Europa. Und das ist doch ein Unterschied. Einmal ganz abgesehen von den Kosten.

Oder kann man in Österreich von einem anderen Sport mit Mittelklasseleistungen (genau das unsere Bundesliga nämlich) gut leben?

Re: Re: Gehälter

was haben die erreicht oder gewonnen?

5 0

Re: Re: Re: Gehälter

u.a
EM Gold
Weltrekord
Olympiagold
ich glaube die Aufzählung nicht weiterführen zu müssen.

Und was erreichen unsere Pseudoprofifussballer?

1 0

Re: Re: Re: Gehälter

mehr als unsere Fussballer!

 
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