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Fußball: Abschied aus der Eurozone

26.10.2012 | 18:46 |  SASCHA BUNDA (Die Presse)

Das Abenteuer Europacup wird für Rapid in drei Spielen zu Ende sein. Selbst Trainer Schöttel hat den Aufstieg nach dem 0:4 gegen Leverkusen abgehakt. Gegen Salzburg soll Steffen Hofmann der Heilsbringer sein.

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ien. Eine richtungsweisende Woche wurde in Hütteldorf vor dem Derby ausgerufen. Schon nach den ersten beiden Spielen ist klar, in welche Richtung es für Österreichs Fußball-Rekordmeister geht – nach unten. Dem peinlichen 0:2 im Derby folgte eine Ohrfeige von Bayer Leverkusen in der Europa League. Beim 0:4 im Happel-Stadion bewiesen nur die grün-weißen Fans Spitzenniveau. Noch beim Stande von 0:3 holte der so oft gescholtene Anhang alles aus sich heraus, zeigte zudem eine beeindruckende Choreografie zum Thema „12. Mann“ in der 12. Minute. So gewannen auch die Iren bei der EM Sympathien.

Der sportliche Erfolg ist aber ebenso überschaubar wie der des irischen EM-Teams. Die Aufstiegschance in Europa-League-Gruppe K ist nur noch theoretisch. Es spricht für Rapid-Trainer Peter Schöttel, dass er sich nicht in mathematische Träumereien verstieg: „Der Aufstieg ist kein Thema.“

 

Hofmanns Entscheidung

Dass die beiden ernüchternden Auftritte mit dem Ausfall von Kapitän Steffen Hofmann zusammenfallen, ist kein Zufall. Einen Hoffnungsschimmer gibt es für Teil drei der richtungsweisenden Woche: Im Heimspiel gegen Meister Salzburg am Sonntag könnte der unersetzbare Hofmann wieder mit von der Partie sein. Die Augenverletzung des Kapitäns ist halbwegs abgeklungen. „Er hat gut trainiert, und ich denke schon, dass er dabei sein wird. Aber das entscheidet er alleine“, meinte Schöttel.

Salzburgs Trainer Roger Schmidt, der Rapid im Happel-Stadion beobachtete, maß der Causa Hofmann keine große Bedeutung bei: „Das wird keinen Einfluss auf das Spiel haben. Wir schauen auf uns, so selbstbewusst sind wir.“

Selbstbewusst geht auch Derbysieger Austria in das heutige Spiel bei Admira. „Wir haben die Möglichkeiten, in den nächsten Wochen etliche Punkte zu holen. Wenn wir aber glauben, uns nach der Leistung gegen Rapid nur eine Sekunde ausrasten zu können, dann wird es schwer“, warnte Trainer Peter Stöger allerdings davor, die Südstädter auf die leichte Schulter zu nehmen. Nach Admira klingt das violette Programm mit Ried, Innsbruck, Wiener Neustadt und Mattersburg wenig bedrohlich. Aber auch diese Spiele werden „Wochen der Wahrheit“.

Europa League Gruppe K

1. Leverkusen 3210507
2. Charkiw 3210417
3. Rosenborg 3102343
4. Rapid 3003180


3. Spieltag: Rapid – Leverkusen 0:4 (0:1). Happel-Stadion, 44.000, SR Vitienes (ESP). Tore: Wollscheid (37.), Casto (56., 92.), Bellarabi (58.).
Rosenborg Trondheim – Metalist Charkiw 1:2.

tipp3 Bundesliga 13. Runde

1. Salzburg 12831281427
2. Austria 1282218626
3. Rapid 1272318723

4. Sturm Graz 12534171618
5. Admira 12444241716
6. Ried 12426151514
7. WAC 12426161914
8. Mattersburg 12426152214
9. Wr. Neustadt 12246102410

10.Innsbruck 1220107286

Heute: Ried – Wiener Neustadt (16 Uhr), WAC – Sturm Graz, Admira – Austria, Mattersburg – Innsbruck (alle 18.30 Uhr).
Sonntag: Rapid – Salzburg (16 Uhr, live ORF eins).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.10.2012)

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