20.06.2013 05:01 Merkliste 0

Traditionsklub GAK steht vor endgültigem Aus

30.10.2012 | 17:14 |   (Die Presse)

110 Jahre nach der Gründung dürfte dem GAK das Ende bevorstehen. Die Kaution konnte nicht gezahlt werden, der Masseverwalter brachte Schließungsantrag des Profi-Spielbetriebs ein, um die Fixkosten zu reduzieren.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Graz/APA. Alles deutet darauf hin, dass Graz schon bald um einen Fußballtraditionsklub ärmer sein wird. 110 Jahre nach der Gründung dürfte dem früheren Meister und derzeitigen Regionalligisten GAK das Ende bevorstehen. Am Dienstag wurde die zweite Hälfte der vom Masseverwalter geforderten Fortführungskaution von 25.000 Euro laut Kreditschutzverband nicht erbracht.

Masseverwalter Norbert Scherbaum hatte am Montag mit Einverständnis des Handelsgerichts Graz die Schließung des Profi-Spielbetriebs angeordnet, um die Fixkosten von 129.000 auf 55.000 Euro zu reduzieren. Allerdings reichte das Geld nicht, um den Forderungen der Gläubigerversammlung nachzukommen, weshalb ein Antrag auf volle Schließung des Vereins beantragt wurde. Die Begründung lautet, dass eine Fortführung des Vereinsbetriebes zu einer Erhöhung des Ausfalls der Gläubiger führen würde. Vor allem institutionelle Gläubiger wie GKK oder Finanz wollten keinen weiteren Aufschub gewähren. Die endgültige Entscheidung des Gerichts dürfte noch heute vorliegen.

Laut Konkursantrag beläuft sich die Überschuldung auf rund 200.000 Euro, laut AKV seien darin aber die Forderungen aus den Vorkonkursen noch nicht enthalten, wie etwa mindestens zwei Millionen Euro der Finanz. Somit deutet alles darauf hin, dass das seit 2007 laufende insgesamt vierte Konkursverfahren unweigerlich dem bitteren Ende zusteuert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.10.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

7 Kommentare
Gast: tribe
31.10.2012 15:40
1 0

das wird den herrn roth aber freuen,

dass er im rahmen seines zu erwartenden prozesses nicht für das finanzielle desaster g´radstehn muss.wie man sieht,richtet man sich`s wieder ordentlich...

Gast: Brot und Spiele
31.10.2012 13:21
2 1

Sehr erfreulich,

gibt es damit wenigstens ein Subventionsgrab weniger. Leider ist zu befürchten, daß ein neues geschaffen wird.

Gast: Peter K.
31.10.2012 10:45
2 0

No ja...

Ruhmloses Ende einer unsäglichen Geschichte...

Gast: Henker
30.10.2012 23:02
4 2

Freudentag

Das ist ein Freudentag, ich kenne den Verein, habe als Jugendlicher auch dort gespielt...
der GAK war ein ganz übler Schicki Micki, Freunderlwirtschaft Klub, bei dem Sportlichkeit, Charakter usw.... nie Platz hatten.
Der verein hätte schon viel früher sterben müssen.


Antworten Gast: Selfmade Man
31.10.2012 12:52
0 1

Re: Freudentag

richtige analyse!! von allen öst. bundesligavereinen der unsympathischte,konnte/kann mich für jeden bl- verein begeistern u. mitfiebern wenn international gespielt wurde nur nicht mit diesem verein (die wenigen male die der gak eben int. gespielt hat) !! u. wenn immer gesprochen wurde vom unternehmer- verein etc. ,eher schicki micki- verein etc. --> man sollte doch mal über den tellerand schaun um zu sehen was wirkliche unternehmer in "ihre" vereine stecken u. nicht bloss auf der vip- loge herumkasperln !! ps: eher ein gutes zeichen für österreich wenn es zu solch bereinigungen kommt bzw. kommen würde,nicht nur im fussball !!

14 1

Katastrophe

Was mit dem GAK passiert ist. Bin zwar Blackie Fan, aber das wünscht man keinem Verein.

GAK sperrt zu....

.... vollkommen richtig - und einige (vor allem auch ehemalige) Funktionäre gehören eingesperrt.

Von Fußball keine Ahnung - aber Schuldentippel wie Stabsoffiziere.