Wien/CG. Es war ein hartes Stück Arbeit, das Rapid Mittwochabend vor nur 3300 Zuschauern im Hanappi-Stadion gegen Erste-Liga-Klub Altach zu verrichten hatte. Der 4:2-Sieg nach Verlängerung im Achtelfinale des ÖFB-Cups sorgte zwar für lächelnde Gesichter im grün-weißen Lager, restlos glücklich war Trainer Peter Schöttel jedoch nicht. „Die Mannschaft muss schlauer werden, nicht noch als Highlight in solchen englischen Wochen in so einem Spiel über 120 Minuten gehen“, klagte Schöttel.
Rapid muss in Zeiten der Dreifachbelastung mit seinen Kräften bestmöglich haushalten. Schon am Samstag wartet auswärts Sturm Graz, am Donnerstag sehnt man in Leverkusen Wiedergutmachung herbei. „Wir haben eine kürzere Regenerationszeit als der Gegner“, betonte Schöttel, der speziell mit der ersten Halbzeit unzufrieden war. Nach der frühen Führung durch Sonnleitner (5.) wurde Rapid nachlässig, Altach spekulierte dank der 2:1-Pausenführung mit einer Überraschung. Treffer von Boyd (73.), Ildiz (104.) und Prager (114.) wendeten diese noch ab.
Salzburg musste lange zittern
Neben Rapid qualifizierte sich auch Salzburg für das Viertelfinale. Der Titelverteidiger spielte beim 3:1 gegen Regionalligaklub Kalsdorf erst in der Schlussphase seine Klasse aus. Mann des Spiels war Dreifachtorschütze Sadio Mané. Austria überzeugte beim 4:0 in Villach.
Ergebnisse, Cup-Achtelfinale: Rapid – Altach 4:2 n. V., Kalsdorf – Salzburg 1:3, Villach – Austria 0:4, Lask – Mattersburg 2:2/7:6 i. E, Sturm – Innsbruck 1:2, Wr. Viktoria – Ried 0:1, FC Lustenau – WAC 1:2, Pasching – Austria Klagenfurt 2:1.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2012)

