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Ivanschitz: "Ich glaube fest an die WM-Chance"

01.11.2012 | 18:27 |  WOLFGANG WIEDERSTEIN (Die Presse)

Andreas Ivanschitz spricht im "Presse"-Interview über seine Situation in Mainz, das Nationalteam und David Alaba. Der Vertrag des 29-Jährigen läuft im Sommer aus.

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Die Presse: Mit Mainz aus den vergangenen vier Bundesliga-Spielen zehn Punkte gemacht, im DFB-Pokal ins Achtelfinale aufgestiegen. Was ist für Mainz in dieser Saison drinnen?

Andreas Ivanschitz: Schwer zu sagen. Wir hatten keinen allzu guten Start, jetzt haben wir uns hinaufgearbeitet. Aber uns ist auch klar, dass wir nur von einer Momentaufnahme sprechen. Am Sonntag müssen wir nach Bremen, das wird ein extrem schwieriges Auswärtsspiel. Wir wollen natürlich nachlegen, aber für einen Klub, wie es eben Mainz ist, geht es erst einmal um den Klassenerhalt. Und da brauchen wir noch genug Punkte. Aber derzeit gilt es, die positiven Momente mitzunehmen.

 

Am Sonntag könnten bei Werder gegen Mainz fünf Österreicher auf dem Platz stehen. Eine Premiere. Das hat welche Aussagekraft?

Fünf Österreicher – das zeigt, dass es mit unserem Fußball bergauf geht. Für mich ist dieses Spiel sicher etwas Besonderes. Werder Bremen ist ähnlich wie wir etwas schwächer in die Saison gestartet. Aber Werder hat herausragende Spieler. Man weiß nie, was einen dort erwartet. Das wird eine große Herausforderung – auch weil es gegen Sebastian Prödl, Zlatko Junuzović und Marko Arnautović geht. Da müssen wir schon aufpassen, dass wir nicht in Schwierigkeiten kommen. Wenn man nicht aufpasst, können die dich an die Wand spielen. Uns könnte entgegenkommen, dass die Bremer immer versuchen, guten Fußball zu zeigen. Das wollen wir für gute Konter nützen.

 

Verfolgen Sie die Leistungen Ihrer Nationalteamkollegen?

Ab und zu. Aber das tue ich unabhängig vom Erfolg. Klar ist, dass mittlerweile wirklich viele Österreicher eine gute Rolle bei ihren Vereinen spielen. Wir in Mainz haben es übrigens mit den Medien etwas leichter, weil die Berichterstattung fairer ist.

 

Sie spielen bereits das vierte Jahr in Mainz, der Vertrag läuft im Sommer aus. Was ist da der Stand der Dinge?

Der Vertrag läuft aus, das stimmt. Das ist momentan kein Problem, ich konzentriere mich auf meine Leistung. Es hat bis jetzt noch keine Gespräche gegeben, es gibt auch keine Eile. Ich sehe meine Situation eigentlich als Chance. Natürlich auch, weil ich kostenlos frei wäre.

Sie sind 29 Jahre alt. Die letzte Chance auf eine größere Veränderung?

Die letzte Möglichkeit nicht. Aber es wird vielleicht spannend, obwohl es noch keine Tendenz gibt. Das ist das Schöne im Fußball. Ich verfolge ja auch noch die österreichische Liga. Da verliert Rapid gegen Leverkusen, gewinnt gegen Salzburg. Und Leverkusen schlägt Bayern, die viele schon wieder für unschlagbar gehalten haben. Jedes Spiel beginnt bei null. Und es gibt keine Mannschaft, die nicht hin und wieder Rückschläge einstecken muss.

 

Auch ein David Alaba, er wurde als Jungstar bei der Wahl zu Österreichs Sportler des Jahres Zweiter – so weit vorne war ein Fußballer schon lange nicht mehr. Ist die Zeit reif für einen Imagewandel?

David ist ein herausragender Spieler. Es macht extrem viel Spaß, mit ihm in einer Mannschaft zu spielen. Er ist ein Riesentalent, fürs Team extrem wichtig. Er kann jetzt schon einem Spiel den Stempel aufdrücken. Viele können das vielleicht gar nicht richtig einschätzen, was es heißt, bei den Bayern Stammspieler zu sein.

 

Stichwort Nationalteam: Wie groß war der Frust, beim 4:0 gegen Kasachstan nicht zum Einsatz gekommen zu sein? Fühlen Sie sich als Sündenbock für das 0:0 in Astana?

Der Teamchef hat mir in einem Gespräch erklärt, warum er auf andere Spieler setzen wollte. Natürlich war ich ursprünglich enttäuscht, nicht einmal eingewechselt worden zu sein. Aber entscheidend ist, dass wir gewonnen haben. Ich – besser gesagt wir – haben ein großes Ziel vor Augen. Und das heißt WM-Qualifikation. Wir sind auf dem richtigen Weg, ich glaube ganz fest daran. Entscheidend werden die Duelle gegen Irland und Schweden. Und da hoffe ich nur, dass wir nachher nicht noch einmal wehmütig an das 0:0 in Kasachstan und vergebene Chancen denken müssen.

Zur Person

Nach Rapid, Salzburg und Panathinaikos kam Andreas Ivanschitz 2009 nach Mainz. Im Nationalteam gab er im Jahr 2003 unter Hans Krankl sein Debüt. Derzeit hält Ivanschitz bei 58 Einsätzen und zehn Toren. [APA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2012)

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6 Kommentare
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Constantini

hat uns immer vorgerechnet, dass wir nach der Papierform gewinnen, oder verlieren. Meist haben wir dann wirklich verloren.

Mir sind solche Optimisten, welche auch für ihre Chance kämpfen, viel lieber als solche "Spezialisten".

Gast: Werdet endlich erwachsen und seht den öst. Fussball dort wo er ist, dann seid ihr nicht so enttäuscht!
01.11.2012 23:19
0 1

Ivanschitz: "Ich glaube fest an die WM-Chance"???.....

...er sagt ja eh vorsichtig Chance!...und eine Chance haben auch Liechtenstein, Färöer, Vatikan, San Marino usw......bei der Chance dabei sein ist ALLES, aber die Chance zu nützen, das ist etwas andreas!
Ich bin auf jeden Fall dabei, 2014 besuche ich Paula Fernandez, da ich der Meinung bin, dass es noch wichtigeres als Fussball gibt;-))
http://www.youtube.com/watch?v=FLPfFpPJxCY&feature=related

Gast: b745
01.11.2012 20:59
0 2

ich glaube auch fest an den weihnachtsmann


Gast: total crash
01.11.2012 19:52
0 6

Glaube fest[......]

ich auch,aber an die Chance von Brasilien,Spanien usw usf,mit den Österreichern rechnet niemand,garantiert nicht.

1 0

Re: Glaube fest[......]

typischer österreichischer Negativling!

Re: Glaube fest[......]

Muss man gleich alles negativ sehen?

Ich glaube an das österreichische Team, klasse Burschen! Es macht Vergnügen, sie spielen zu sehen.