Rapid-Boss Edlinger wünscht sich Stadion-Neubau

08.11.2012 | 23:16 |   (DiePresse.com)

Rudolf Edlinger überlegt eine neue Variante, weil der Zustand der aktuellen Rapid-Heimstätte schlimmer als angenommen ist.

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Bei Fußball-Rekordmeister Rapid hat in der Stadionfrage ein Umdenken eingesetzt. Eigentlich hätte das Hanappi-Stadion saniert und ausgebaut werden sollen, nun steht wieder ein Neubau im Raum. Grund dafür sind Untersuchungen über den genauen Sanierungsbedarf. Dabei kam laut Klub-Präsident Rudolf Edlinger heraus, dass die 17,7-Millionen-Euro-Förderung der Stadt Wien gerade einmal für eine Generalüberholung reicht.

Eine deutliche Erweiterung des Fassungsvermögens wäre aber nach Angaben von Edlinger genauso teuer wie eine neue Arena mit einem Fassungsvermögen von 25.000 bis 30.000 Zuschauern. Die Kosten dafür bezifferte der ehemalige Finanzminister auf 40 bis 45 Millionen Euro.

Selbst wenn die Stadt Wien - wie vom Rapid-Chef erhofft - dafür einige zusätzliche Millionen locker machen sollte, fehlt dem Rekordmeister für dieses Projekt weiterhin ein hoher Betrag, zumal bisher keine privaten Investoren aufgetrieben wurden. Aufgrund der zu erwartenden höheren Einnahmen durch das neue Stadion hält es Edlinger für vorstellbar, dass der Verein einen Kredit zwischen 10 und 15 Millionen Euro aufnimmt - womit allerdings noch immer ein Millionenloch bleiben würde.

Geht es nach dem 72-Jährigen, dann soll das 35 Jahre alte Hanappi-Stadion niedergerissen und an gleicher Stelle neu gebaut werden. Die dadurch zu erwartenden bürokratischen Hürdenläufe könnten Edlingers Vorhaben jedoch verhindern oder zumindest empfindlich verzögern. "In einem Jahr müssen wir wissen, ob wir dafür die Baugenehmigung bekommen oder nicht", sagte der Rapid-Präsident.

Sollte tatsächlich eine Baugenehmigung eintrudeln und die finanziellen Mittel aufgestellt werden, könnte es schnell gehen: Edlinger schätzt die Bauzeit für die neue Arena auf ein Jahr. Errichtet werden könnte sie von jenem deutschen Unternehmen, das auch für die Stadien in Augsburg, Aachen und Dresden verantwortlich zeichnete,

Fix ist derzeit aber nur soviel: Durch die zumindest verschobene Sanierung der maroden Heimstätte wird Rapid die Saison 2013/14 nicht wie ursprünglich angekündigt im Happel-Stadion, sondern im Hanappi-Stadion in Angriff nehmen.

(APA)

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7 Kommentare

Ich meine, nach den großartigen Leistungen gestern

haben sie sich einen Neubau verdient.

Irgenwann wird der Herr Präsident schon wissen was dies alles kosten wird. Wer vorher keine Kosten bekannt gibt, kann nach Fertigstellung keine Überschreitung haben.

Neubau für bis zu 30.000 Zuschauer ....

... bei einer Durchschnittlichen Zuschaueranzahl von rd. 5.000 !!!

Typische Politiker-Großmannsucht - aber es soll ja eh der Steuerzahler für alles Aufkommen.

Alles dafür, dass einige Politker und Funktionäre sich in der VIP- Longe gratis vollfressen und vollsaufen können.

Jörgi H. aus Kärnten lässt grüssen.


Re: Neubau für bis zu 30.000 Zuschauer ....

5.000 Zuschauer? Sie verwechseln gerade Rapid mit dem anderen Wiener Klub.

Abreißen? ja bitte!

Die Lebensqualität der Anrainer würde steigen. An diesem Ort so ein Stadion hinzubauen war ohnehin von Anfang an eine Fehlplanung. Wenn ein Ersatz entstehen soll, bitte in einer weniger besiedelten Gegend, wo nicht das ganze Wiental zwangsberieselt wird, abgesehen davon, das die Randalierer unter den Fans sich auch anderswo abreagieren könnten.

Jeder Besucher von St. Hanappi ...

kann den miserablen bis gefährlichen Zustand des Bauwerks feststellen. Edlinger hätte nur einmal aus der VIP-Loge herausgehen müssen!

Wie hat er den VP-Gerstl gedroschen, als der einen Neubau in Auhof vorschlug ....
Manche brauchen halt immer lange, bis sie gescheiter werden ...

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wer zahlt?

Wieder die Öffentlichkeit?
Wenn Edlinger ein neues Stadion will - bitte: aber dann soll er es mit seinem Club allein finanzieren!

Re: wer zahlt?

Mit seinem Hauptsponsor Wien Energie... dafür wird dann der Strompreis wieder erhöht.

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